Umweltmanagementsystem

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Das Umweltmanagementsystem der Organisation ist extern zertifiziert.

P-D-C-A steht für Plan-Do-Check-Act und ist eine typische und bekannte Vorgehensweise im Projektmanagement. Sie ist geeignet, um sich im Unternehmen oder der Planung einer Veranstaltung stetig in kleinen oder großen Schritten zu verbessern und kann sehr umfassend angewendet werden. Vereinfacht funktioniert es so: Zuerst braucht es einen Plan, dann wird der Plan im Kleinen ausprobiert, getestet und verbessert. Wenn alles funktioniert, wird die Aktivität im Großen umgesetzt und schließlich erneut überarbeitet.

Auch der Kaizen-Ansatz orientiert sich an den genannten vier Schritten. Die aus Japan stammende Unternehmensphilosophie steht ebenfalls für die stetige Verbesserung in kleinen Schritten.

Umweltmanagementsysteme werden von Unternehmen eingerichtet, die sicherstellen möchten, dass sich das eigene Unternehmen stetig in seiner Umweltverträglichkeit verbessert. Wenn Unternehmen sich z.B. nach EMAS zertifizieren lassen, dann sind sie verpflichtet, bestimmte Umweltkennzahlen zu erheben und dafür zu sorgen, schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren. 2012 wurde der Nutzen von EMAS anhand von Umfragen evaluiert. In den Ergebnissen wird u.a. zusammengefasst, wie viele Personenmonate Unternehmen unterschiedlicher Größe durchschnittlich investieren, um EMAS einzuführen.

In Hamburg können sich Unternehmen im Rahmen des Ökoprofit-Programms mit der Einrichtung von einem eigenen Umweltmanagementsystem auseinandersetzen und werden beim Zertifizierungsprozess professionell unterstützt. Des Weiteren gibt es den Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe (QuB) für kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe. Auch in diesem Programm erhalten Unternehmer*innen Unterstützung, um betrieblichen Umweltschutz zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen. Auch Veranstalter*innen können für ihr Unternehmen oder für die durchgeführte Veranstaltung ein Umweltmanagementsystem einrichten: Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist z.B. EMAS-zertifiziert.

Industriestandards oder sog. ISO-Normen umfassen weltweit anerkannte Anforderungen für fast alles. Industriestandards sind keine Gesetze, werden aber häufig als sog. anerkannte Regeln der Technik in Gesetzen genannt.

Für Veranstalter*innen und Unternehmen der Veranstaltungsbranche sind relevante Industriestandards in der Tatenbank verlinkt. Dazu zählen z.B. ISO 14001 für die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems, ISO 26000 für Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, oder ISO 20121 für Nachhaltiges Eventmanagement.

Bei Dienstleister*innen kann die Einhaltung bestimmter ISO-Normen Aufschluss über die Standardisierung von Arbeitsabläufen geben, in denen z.B. die Umweltverträglichkeit verbessert werden soll. In der Veranstaltungstechnik oder bei Sicherheitsdienstleistungen gibt das Zertifikat ISO 9001 beispielsweise an, dass Unternehmen u.a. rechtliche und behördliche Anforderungen an ihre Dienstleistungen und Produkte erfüllen. 

Der Industriestandard ISO 20121 “Event sustainability management systems – Requirements with guidance for use” ist die international gültige Norm zur Umsetzung von nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen in der Veranstaltungsbranche. Wie bei anderen Qualitätsstandards werden Veranstalter*innen bei erfolgreicher Einführung zertifiziert. Auf die Größe oder Art der Veranstaltung kommt es hierbei nicht an: Der Standard ist grundsätzlich für alle Veranstaltungen geeignet und ist gut mit anderen, bereits eingeführten Systemen zu verbinden. Die Vorteile einer Zertifizierung nach ISO für Veranstalter*innen sind a) Anleitung und klare Richtlinien bei der Einführung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und b) internationale Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit in der Kommunikation des eigenen Nachhaltigkeitsengagements. Weitere Informationen findet ihr auch in dieser Broschüre.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei: