Begegnungen schaffen und Berührungsängste abbauen durch Rahmenprogramm und Kommunikationsarbeit

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Das KLAPPE AUF! Kurzfilmfest experimentiert mit alternativen, barrierefreien Präsentationsmöglichkeiten von Filmen und will dabei filminteressierte Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenbringen und Berührungsängste abbauen.

Als inklusives Filmfestial bietet KLAPPE AUF! jedem Gast die Möglichkeit, die Angebote für die barrierefreie Filmvorführung zu nutzen, und vor jedem Film werden Augenmasken und Ohrstöpsel verteilt, um das Publikum ohne Beeinträchtigung zum „Spielen“ mit der Barrierefreiheit zu animieren. So können Besucher*innen, die z.B. keine Sehbeeinträchtigung haben, sich Kopfhörer ausleihen, um bei geschlossenen Augen oder mit Augenmaske die Audiodeskription nachzuempfinden.

Das KLAPPE AUF!-Team legt besonderen Wert auf die Anwesenheit der Filmemacher*innen: Alle Filmemacher*innen sind eingeladen, an den Vorführungen ihrer Filme teilzunehmen und in einem anschließenden Austausch über ihre Werke zu reden. 2019 waren 80% der Filmemacher*innen auf dem Festival zu Gast z.B. auch aus Thailand, Kirgisistan und Montenegro. So werden fachliche Grenzen überschritten und allen Beteiligten neue Perspektiven eröffnet: Die Barrierefreiheit rückt vielen Filmschaffenden stärker ins Bewusstsein, wenn sie eine Audiodeskription oder SDH-Untertitel zu den eigenen Filmen hören bzw. sehen – und auch in den anschließenden Gesprächen erfahren sie neue Perspektiven auf ihre Arbeiten. Das inklusive Publikum gibt neue Impulse und lernt seinerseits künstlerische Ausdrucksformen kennen, die ihm z.T. bisher verschlossen waren.
Die Gespräche können nach den Vorführungen weitergeführt und auch auf die Filmfestparty im Gängeviertel oder Centro Sociale ausgedehnt werden.

Der KLAPPOMAT ist als begehbare interaktive Skulptur eine weitere Maßnahme, das Thema Barrierefreiheit und Film erfahrbar zu machen. Ein Prototyp wurde gemeinsam in einem inklusiven Team mit der Unterstützung von Programierer*innen entwickelt und stand 2019 während des Festivals im Foyer des Metropoliskinos. Im Klappomaten kann jede*r eine eigenen Audiodeskription erstellen und erleben, wie unterschiedlich Filme mit unterschiedlichen Audiosekriptionen wahrgenommen werden können.

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