Maßnahmen für Nachhaltige Veranstaltungen

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Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden wassersparende Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte umgesetzt.

Im besten Fall beschränkt sich der Wasserverbrauch auf Veranstaltungen auf das Nutzen von Trinkwasser als Trinkwasser. Bereits in der Planung einer Veranstaltung können daher wasserintensive Aktivitäten kritisch hinterfragt und ggf. neu geplant werden, um den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten.

In Veranstaltungsstätten mit bestehender Wasserversorgung ist die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur der beste Weg, um Wasser in dem Kreislauf zu lassen, in dem es gereinigt wird. Auf Open Air-Veranstaltungen ist der Umgang mit Wasser eine Herausforderung, denn meistens müssen Sanitäranlagen auf der grünen Wiese errichtet werden. Auf Festivals werden daher bereits Komposttoiletten genutzt, die wasserlos funktionieren. Neben Sanitäranlagen ist Wasser in der Küche und bei der Zubereitung von Lebensmitteln essentiell.

Wie und wo Abwässer einer Veranstaltung entstehen und entsorgt werden können, sollte mit allen Dienstleister*innen besprochen und festgehalten werden, um direkte negative Umweltauswirkung zu vermeiden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Am Veranstaltungsort stehen umweltverträgliche Toiletten zur Verfügung.

Die ökologischste Variante ist es, sanitären Anlagen auf einer Freifläche, auf der eine Veranstaltung stattfindet, an das reguläre Kanalnetz sowie die Abwasserentsorgung anzuschließen. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, gibt es unterschiedliche mobile Lösungen. Komposttoiletten (z.B. von Goldeimer, von Finizio, von Ökoje oder von Ecotoiletten) werden immer mehr auf Festivals eingesetzt, in denen z.B. Trockenstreu eingesetzt wird, um unangenehme Gerüche auf Toiletten zu neutralisieren. Es gibt aber auch Toilettensysteme, in denen Kot und Urin voneinander getrennt wird, sodass die Geruchsbelastung direkt verringert wird.  

Auf den Einsatz von chemischen Zusätzen sollte in jedem Fall, wenn möglich verzichtet werden, denn hier gibt es Alternativen: Mit dem Blauen Engel werden schadstoffarme und kläranlagenverträgliche Sanitärzusätze für bspw. Campingtoiletten zertifiziert.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Barrierefreiheit

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Veranstaltungsort barrierefrei zu gestalten.

Um Menschen mit Handicap den Besuch auf dem Wacken Open Air 2019 barrierearm zu ermöglichen, haben die Veranstalter*innen u.a. folgende Maßnahmen umgesetzt:  

Ein Siegel für barrierefreie Veranstaltungen gibt es bisher nicht. Hotels und Tourismusbetriebe im Allgemeinen, die häufig auch als Veranstaltungsstätten angefragt werden, können jedoch mit dem Siegel „Reisen für alle“ ausgezeichnet werden. Das Siegel unterscheidet, ob ein Ort barrierefrei ist, ob er teilweise barrierefrei ist oder ob (lediglich) Informationen über die Barrierefreiheit vorliegen.  

Die Kriterien des Siegels sind auch eine gute Orientierung für Veranstalter*innen, wenn es um den barrierearmen und barrierefreien Zugang zu Veranstaltungsorten geht, ersetzen aber keine Fachberatung durch Architekt*innen, wenn bauliche Maßnahmen geplant sind. Darüber hinaus ist es in jedem Fall sinnvoll, Expert*innen anzufragen, wenn im eigenen Team kein Fachwissen zu Barrierefreiheit vorhanden ist.  

Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen Barrierefreiheit für (1) Menschen mit Gehbehinderungen, (2) Rollstuhlfahrer*innen, (3) Menschen mit Hörbehinderung, (4) Gehörlose Menschen, (5) Menschen mit Sehbehinderung, (6) Blinde Menschen und (7) Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.  

Die meisten Veranstalter*innen können nicht von heute auf morgen in allen Bereichen Barrierefreiheit erreichen, wenn bisher eher wenige Maßnahmen in die Richtung umgesetzt worden sind. Gleichzeitig macht es bereits einen großen Unterschied, wenn Menschen sich umfassend über mögliche physische Barrieren informieren können, um abzuwägen, ob und mit welcher Vorbereitung der Veranstaltungsbesuch möglich gemacht werden kann. D.h. Informationen zu fehlender oder teilweiser Barrierefreiheit bereitzustellen, ist besser als gar keine Informationen anzubieten. Viele Veranstaltungen sorgen bereits dafür, dass feste Ansprechpersonen für Barrierefreiheit vor und am Veranstaltungstag bereitstehen, um Fragen zu beantworten und Lösungen im Einzelfall zu finden. 

In Hamburg wurden ca. 30 Orte auf ihre Barrierefreiheit geprüft, darunter sind Hotels, Theater, Museen und Restaurants. Die Informationen sind einheitlich auf der Website des Projekts zu finden: https://www.reisen-fuer-alle.de/ 

Allgemein gilt nach dem Kriterienkatalog „Reisen für alle“ u.a. als barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen:  

  • Türen sind mindestens 90 cm breit sein; vor allen Einrichtungsgegenständen oder in sanitären Anlagen (z.B. Waschbecken) ist eine Bewegungsfläche von min. 150 cm x 150 cm vorhanden.  
  • Die Oberflächenbeschaffenheit auf einer Freifläche ist eben und leicht befahrbar z.B. indem sie asphaltiert ist, aus Platten besteht, die sehr engfugig sind, oder aus einem (Naturstein)Pflaster besteht, das eine gleichartige Oberflächenstruktur hat.  
  • Schwellen dürfen max. 2 cm hoch sein.  
  • Bei Rampen gelten bestimmte Neigungsmaße (max. 6%) als barrierefrei, wenn zusätzlich Podeste eingerichtet sind. 
  • Kassen, Tresen und Schalter sind max. 80 cm hoch oder es gibt Alternativen, die im Sitzen zugänglich sind.   
  • Waschbecken müssen in einer Höhe von 67 cm und einer Tiefe von 30 cm unterfahrbar sein; der Spiegel muss im Stehen und Sitzen benutzbar sein 

Allgemein gilt nach dem Kriterienkatalog „Reisen für alle“ u.a. als barrierefrei für gehörlose Menschen:  

  • Informationen stehen in Gebärdensprache bereit oder können mithilfe technischer Hilfsmittel vermittelt werden. 
  • Neben ausschließlich akustischen Warnsignalen gibt es optische Warnsignale, die Blitz- oder Leuchtsignal verwenden.  
  • Eindeutige und klare Beschilderung ist vorhanden.  

Allgemein gilt nach dem Kriterienkatalog „Reisen für alle“ u.a. als barrierefrei für sehbehinderte Menschen:  

  • Es gibt keine physischen Hindernisse, d.h. keine Gegenstände ragen einfach so in den Raum hinein.  
  • Räume sind hell ausgeleuchtet bzw. blenden nicht.  
  • Alle Bedienelemente, die von Gästen benutzt werden, sind visuell kontrastreich gestaltet.  
  • Gehwege sind entweder ertastbar oder in jedem Fall überall visuell kontrastreich gestaltet. An Treppen gibt es einen Handlauf.  
  • Verbautes Glas muss mit einer Sicherheitsmarkierung versehen sein.  
  • Beschilderung ist kontrastreich gestaltet, ohne Schnörkel geschrieben und ertastbar.

Allgemein gilt nach dem Kriterienkatalog „Reisen für alle“ u.a. als barrierefrei für blinde Menschen:  

  • Informationen werden akustisch, mithilfe von Braille- oder Prismenschrift oder über ein technisches Hilfsmittel vermittelt. 
  • Alle Bedienelemente, die Gäste potentiell nutzen, müssen taktil erfassbar sein.  
  • Es gibt keine physischen Hindernisse, d.h. keine Gegenstände ragen einfach so in den Raum hinein.  
  • Assistenzhunde dürfen mitgebracht werden.  
  • Gehwege sind taktil erfassbar und dementsprechend eindeutig begrenzt. An Treppen gibt es einen Handlauf. 
  • Informationen zum Gelände stehen barrierefrei zur Verfügung. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Reinigung der Veranstaltungsstätte umweltfreundlich zu gestalten.

Nach Veranstaltungen wird aufgeräumt und das in unterschiedlichem Maß. Bei einer Open Air-Veranstaltung mit vielen Menschen, wird die Innenstadt mit Kehrfahrzeugen gereinigt; bei Veranstaltungen, die drinnen stattgefunden haben, wird Geschirr gespült, gewischt und Müll entsorgt.  

Wenn das Reinigen der Veranstaltungsstätte von externen Dienstleister*innen übernommen wird, lohnt es sich nachzufragen, ob die verwendeten Reinigungsmittel umweltschonend (z.B. biologisch abbaubar) sind und auf den hohen Materialverbrauch durch Einwegputzutensilien verzichtet wird. Reinigungsmittel können aggressive Inhaltsstoffen enthalten, die die Atemwege schädigen können, daher ist es wichtig, dass die Reinigungskräfte ausreichend geschützt sind. 

Die Broschüre des Umweltbundesamtes gibt Auskunft über zu vermeidende Reinigungsmittel sowie Tipps zu ressourcenschonenden Reinigungstechniken, die von externen Unternehmen und dem eigenen Team angewandt werden können. 

Das Robert-Koch-Institut gibt Hinweise zur Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen: „Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird auch in der jetzigen COVID-Pandemie nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl. […] Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können.“

Der sparsame Einsatz von Desinfektionsmitteln ist ressourcenschonend. Gleichzeitig sollten umweltfreundliche, d.h. biologisch abbaubare und vegane Reinigungsmittel, verwendet werden, um möglichst ressourcenschonend zu reinigen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die (angrenzenden) Naturräume der Veranstaltungsstätte zu schützen.

Im Rahmen eines nachhaltigeren Events empfehlen wir dir, auf den Einsatz von Feuerwerk und Skybeamern zu verzichten. Lichtinstallationen können beeindrucken, Lichtverschmutzung und die fehlende Dunkelheit in der Nacht, sind allerdings ein ernsthaftes ökologisches Problem. Der Tag-Nacht-Rhythmus vieler Tiere wird durch die zunehmende Beleuchtung in Städten gestört und viele nachtaktive Insekten sind bereits ausgestorben, was wiederum Auswirkungen auf Vögel und andere Fraßfeinde hat. Dabei kann zu viel Licht auf unterschiedliche Weise wirken: Manche Insekten werden bei zu viel Licht nicht aktiv, andere werden von Lichtquellen angezogen und verbrennen oder werden von lebenserhaltenden Aufgaben abgehalten. Weiterführende Informationen zum Thema Lichtverschmutzung und Insekten stellt der NABU bereit.

Feuerwerk hat ebenfalls sehr weitreichende negative Umweltauswirkungen, die im Veranstaltungskontext verhindert werden sollten. Die Geräuschbelastung bei einem Feuerwerk setzt Tiere einer lebensbedrohlichen Situation aus, Vögel können z.B. im Rauch die Orientierung verlieren. Utopia hat Gründe gesammelt, die gegen den Einsatz von Feuerwerk z.B. an Silvester sprechen. 

Der Einsatz von Licht wird auf Veranstaltungen, die abends und nachts stattfinden, nicht vollständig zu reduzieren sein. Die Initiative gegen Lichtverschmutzung gibt Tipps dazu, die Beleuchtung einer Veranstaltung umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Die Initiative empfiehlt, Licht effizient an den zu beleuchtenden Ort zu lenken, die verwendete Lichtmenge so weit wie möglich zu reduzieren und warmweißes Licht mit einem geringen Blauanteil zu verwenden. Des Weiteren wird empfohlen, effiziente LED-Leuchtmitteln, die langlebig und gut in ihrer Leuchtleistung steuerbar sind, einzusetzen. 

In Hamburg brüten jährlich ungefähr 160 schützenswerte Vogelarten mit über 400 000 Brutpaaren. Viele dieser Vögel, die durch Veranstaltungen nicht gestört werden sollten, damit sie die Brut nicht aufgeben, brüten im Frühjahr und Sommer. Insbesondere in Vogelschutzgebieten und Naturschutzgebieten ist eine Lärmbelästigung von April bis Ende Juli in diesen teilweise auch in einem Umkreis um die Gebiete verboten. Genauere Informationen stehen dazu in den jeweiligen Schutzgebietsverordnungen. Bei und nach Auswahl des Veranstaltungsortes sollten die vorkommenden Vogelarten berücksichtigt werden. Der Arbeitskreis Vogelschutzwarte Hamburg bietet Informationen zu Vogelarten in Hamburg. 

WARUM IST WILDPINKELN EIN PROBLEM? 

Wildpinkeln sorgt nicht nur für unangenehme Gerüche und hinterlässt gelbe Flecken an Hausfassaden, sondern ist auch für Naturräume in der Nähe von Veranstaltungsstätten ein Problem. Die mit dem Urin ausgeschiedenen Nährstoffe führen zu einem Überangebot an Nährstoffen im Boden, sodass dieser „überdüngt“ wird. Empfindliche und einzigartige Naturräume sind häufig diejenigen, die durchschnittlich eher einen geringen Nährstoffeintrag haben, sodass sich die indirekte Düngung unvorteilhaft auswirkt. Um Reinigungskosten zu sparen, Naturräume zu schonen und soziale Aspekte zu berücksichtigen, ist es empfehlenswert Wildpinkeln unter Veranstaltungsgästen aktiv zu reduzieren.  

 

WILDPINKELN VERHINDERN MIT SPEZIALLACK 

Auf der Reeperbahn und in St. Pauli führt Wildpinkeln zu hohen Reinigungskosten. 2015 wurden deshalb Wände, die häufig von Wildpinklern angesteuert werden, mit superhydrophobem Lack versiegelt. Wenn nun jemand gegen die Wand pinkelt, wird die Person mit seinem eigenen Urin bespritzt. Mehr Informationen zu der Initiative „St. Pauli pinkelt zurück“ gibt es hier: https://reeperbahn.de/st-pauli-pinkelt-zurueck/. Der Lack ist jedoch sehr teuer und führt dazu, dass die Bausubstanz dahinter luftdicht versiegelt wird, sodass Schäden entstehen können. 

 

PINKELBEETE UND CO. 

In einem Interview mit Deutschlandfunk Nova erklärt Natalie Eßig, Professorin für Baukonstruktion und Bauklimatik, dass Wildpinkeln in vielen Fällen nicht einfach durch mehr Toilettenwägen oder mobilen Toilettenkabinen verhindert werden könne. In München werden deshalb zwei Lösungen im städtischen Raum erprobt, die das Pinkeln „draußen“ weiterhin ermöglichen, und schädliches Wildpinkeln trotzdem verhindern sollen: mobile Toiletten, die aussehen wie Pflanzenkübel, und Pinkelbeete. U.a. stellt Uritrottoir diese mobilen Urinale getarnt als Pflanzenkübel her. Für Open Air-Veranstaltungen gibt es zusätzlich Uritonnoir, ein Trockenurinal, das als Plastiktrichter, in einem Strohballen versenkt wird.  

 

„SPENDE DEIN P(HOSPHOR)!“ 

Selbst wenn Wildpinkeln nur selten vollständig verhindert werden kann, ist es förderlich, wenn die sanitäre Infrastruktur z.B. auf einer Open Air-Veranstaltung so ausgelegt ist, dass Toiletten schnell erreichbar und ausreichend vorhanden sind. Goldeimer zeigt zudem, wie gelungene Nachhaltigkeitskommunikation aussehen kann, um Wildpinkeln aktiv zu verhindern. Mit der „P-Bank von Goldeimer werden Veranstaltungsgäste gebeten, das ausgeschiedene Phosphor im Urin „zu spenden“, das bereits jetzt ein knapper Nährstoff in der modernen Landwirtschaft ist. Finizio hat ebenfalls ein Pilotprojekt initiiert, um den Inhalt aus Trockentoiletten zu Dünger zu verarbeiten, der anschließend in der Landwirtschaft eingesetzt werden soll. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Die Veranstaltungsstätte setzt Biodiversitätsmaßnahmen um.

Die Gärten und die Bepflanzung einer Veranstaltungsstätte im urbanen Raum sind bei vielen Events zentrale Gestaltungselemente. Dabei könnt ihr selbst bzw. die Betreiber*innen einer Veranstaltungsstätte bei der Geländegestaltung auf Merkmale achten, die mehr Artenvielfalt in der Stadt ermöglichen 

Die Loki-Schmidt-Stiftung hat das Projekt “Kooperation Natur” initiiert, in dem Unternehmen (auch Betreiber*innen von Veranstaltungsstätten) unterstützt werden, die Flächen auf dem eigenen Gelände in biodiverse Naturräume umzuwandeln bzw. sdtische Artenvielfalt zu fördern. 

Der NABU Hamburg hat einen Blogbeitrag zu “Naturnahen Gärten” veröffentlicht, in dem ihr Hintergrundinformationen zur Förderung von Artenvielfalt in städtischen Gärten erhaltet. 

Die folgenden Fragen sollen euch helfen, bei Betreiber*innen einer Veranstaltungsstätte nachfragen zu können, inwiefern auf den Erhalt der Biodiversität vor Ort geachtet wird.  

  • Ist die Veranstaltungsstätte überhaupt bepflanzt?  
  • Ist die Veranstaltungsstätte vor allem mit heimischen Arten bepflanzt? 
  • Werden Wiesen und Grünflächen eher selten gemäht? 
  • Verzichten die Betreiber*innen der Veranstaltungsstätte auf den Einsatz von Pestiziden und Düngern oder begrenzen diesen? 
  • Wurden Pflanzenarten und Bäume ausgewählt, die potenziell dem sich verändernden Klima (d.h. längeren Trockenphase) standhalten können oder besonders geeignet für die Belastung in Städten (d.h. Luftverschmutzung) sind? 
  • Verfügt die extern betriebene Veranstaltungsstätte über professionell und effektiv angelegte Nisthilfen, Steinmauern, Insektenhotels etc.? 
  • Haben die Betreiber*innen der Veranstaltungsstätte z.B. Wildgärten angelegt oder lassen bewusst Bereiche „unaufgeräumt“? 
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Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte ergriffen, um den Heizenergie- und Stromverbrauch zu reduzieren.

Regelmäßige Frischluftzufuhr ist wichtig, um Aerosole aus Innenräumen zu entfernen, die Virenlast so effektiv zu verringern und das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Lüftungsanlagen, die Luft in Innenräumen lediglich umwälzen, stellen hingegen eher ein Risiko dar, denn Viren werden so eher verteilt als entfernt.

Effektiv zu lüften bedeutet, regelmäßig (alle 20 Minuten) für kurze Zeit (5 Minuten), die Fenster zu öffnen, anstatt über einen längeren Zeitraum das Fenster „auf Kipp“ zu lassen. Dieses Lüftungsverhalten ist ressourcenschonend.

Umfangreiche Informationen zum Einsatz von Lüftungsanlagen und den zu verwendenden Filtern bietet das Umweltbundesamt mit einer Stellungnahme zur Innenraumlufthygiene.

Auf der Seite der Hamburger Energielotsen können Unternehmen und Privatpersonen eine unabhängige und kostenfreie Energieberatung erhalten, um den eigenen Strom- und Wärmeverbrauch langfristig zu reduzieren. 

Schornsteinfeger*innen prüfen nicht nur die Funktionsfähigkeit von Heizungen und Co., sondern haben auch ein umfangreiches Wissen im Bereich Energie (sparen) und effiziente Energieversorgung. Für alle Betreiber*innen von festen Bauten können dementsprechend auch Schornsteinfeger*innen gute erste Anlaufstelle sein! Viele Schornsteinfeger*innen sind Teil der UmweltPartnerschaft. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Für die Auswahl des Veranstaltungsortes werden alle sieben Hamburger Bezirke in Betracht gezogen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Der Einsatz von Zelten im Außenbereich wird umweltfreundlich gestaltet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Bei der Auswahl der Veranstaltungsstätte fließen Nachhaltigkeitsaspekte ein.

Bei der Auswahl von Veranstaltungsstätten können viele Aspekte beachtet werden, die eine Veranstaltungsstätte nachhaltiger als eine andere machen. Auch Veranstaltungsstätten können basierend auf einem Umweltmanagementsystem (z.B. EMAS) zertifiziert werden, sodass die Betreiber*innen regelmäßig Umweltkennzahlen berichten und ihre Umweltverträglichkeit verbessern. Beispielsweise ist das Bürgerhaus Wilhelmsburg Mitglied des Ökoprofit Clubs, in dem sich Unternehmen mit der Einrichtung eines Umweltmanagementsystems beschäftigen. Auch die Hamburger Markthalle ist seit 2017 dort Mitglied und zertifiziert.  

Das WÄLDERHAUS in Wilhelmsburg wurde ganzheitlich nachhaltig geplant und bietet ein Hotel, ein Restaurant und Tagungsräume an, die vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Zudem gibt es ein paar Hotels in Hamburg, die nach Sozial- und Umweltstandards zertifiziert sind, darunter ist z.B. auch das Scandic Hamburg Emporio, das ein barrierefreies Hotel ist. Im Green Events Dienstleistungsportal findet ihr hier weitere nachhaltige Veranstaltungsstätten. 

Alle öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Theater und z.B. Schulen werden in der Freien und Hansestadt Hamburg mit Öko-Strom versorgt, darunter sind auch Veranstaltungsstätten, die gemietet werden können. 

In der Energiesparverordnung ist festgehalten, welche Anforderungen beheizte und klimatisierte Gebäude erfüllen müssen, die neu gebaut werden. Für den Veranstaltungskontext ist die Verordnung vor allem im Rahmen der genutzten Veranstaltungsstätten interessant: Seit 2007 müssen (mit Ausnahmen) Energieausweise für Gebäude erstellt werden, in denen auch die Energieeffizienzklasse festgehalten ist. Dieser Ausweis muss vorranging bei An- und Verkauf vorgelegt werden, bietet aber auch eine gute Orientierung zum Energieverbrauch des gemieteten Veranstaltungsraumes. Seit 2013 gelten folgende Energieeffizienzklassen: Ein Endenergieverbrauch von unter 30 kWh / (m^2 * a) zählt in die beste Effizienzklasse A+.  

Energieeffizienzklasse (kWh / (m^2 * a)) 

A+       < 30
A         < 50 
B         < 75 
C         < 100 
D         < 130 
E         < 160 
F         < 200 
G         < 250 
H         > 250 

Die Energiesparverordnung wird 2020 vom Gebäudeenergiegesetz abgelöst, die Energieausweise bleiben bestehen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Interessenwahrung von Anwohner*innen

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für Anwohner*innen der Veranstaltungsstätte während der Veranstaltung gering zu halten.

Silent Events (https://silent.events/) ermöglicht, dass Events nicht mehr laut, sondern leise sind. Das Unternehmen vermietet Funk-Kopfhörer für kleine und große Events mit mehreren Tausend Besucher*innen. Gäste hören dann z.B. ein Konzert, eine Lesung oder die Audiospur eines Kinofilms über Kopfhörer, sodass für alle die gleiche Tonqualität garantiert ist, während draußen nichts zu hören ist. Zusätzliches Equipment, die Kopfhörerausgabe und die Veranstaltungsplanung können ebenfalls von Silent Events übernommen werden. Das FUTUR 2 FESTIVAL hat die Kopfhörer u.a. dafür eingesetzt, dass Gäste noch nach 22 Uhr musikalisch unterhalten werden.  

Für den Schutz von Anwohner*innen und Besucher*innen müssen Veranstalter*innen ein sog. schalltechnisches Gutachten vorgelegen. In diesem Gutachten werden die durchschnittlichen Schallpegel an ausgewiesenen Stellen auf dem Veranstaltungsgelände prognostiziert. Anhand von Probemessungen wird nachgewiesen, wo und wann welche Geräuschbelastung entsteht. Zusätzlich zur Einhaltung maximal erlaubter Schallpegelwerte, können Veranstalter*innen Maßnahmen ergreifen, um zusätzlich ruhigere Zonen zu schaffen und die Belastung zu reduzieren.  

Direkt vor der Bühne ist es am lautesten, aber je weiter man sich von der Bühne entfernt bzw. in bestimmten Zonen an der Bühne und seitlich davon, sind Schallpegelwerte durchschnittlich etwas geringer. Ein Lageplan, in dem die Bühnen und Korridore ausgezeichnet sind, in denen es ruhiger ist, kann bei Bedarf an Gäste kommuniziert werden. Qualifizierte Veranstaltungstechniker*innen und Schallschutzgutachter*innen führen Probemessungen durch und verfügen über Expertise, wann es wo am lautesten ist und wie die Bühne u.U. ausgerichtet werden kann, um eine maximale Geräuschbelastung für Anwohner*innen zu verhindern. Darüber hinaus können physische Barrieren rund um die Bühne aufgebaut werden, die Schallemissionen abfangen. Dazu zählen z.B. Schallschutzmatten, die an Bauzäunen befestigt werden können oder Schallschutzwände. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Es werden Maßnahmen ergriffen, um Flurschäden zu vermeiden.

Habt ihr schon einmal bei einem Open-Air-Konzert gestanden und euch über einen seltsamen etwas fauligen Geruch gewundert? Das waren nicht etwa deine Stehnachbarn sondern Methan. Die tanzenden und springenden Besucher*innen verdichten den Boden so stark, dass die Gase, die sonst in den Zwischenräumen der Erde gespeichert sind, frei werden. Deshalb ist es bei Outdoorveranstaltungen sinnvoll, zuallererst bereits versiegelte Flächen als Veranstaltungsort in Betracht zu ziehen, um Böden und der Vegetation keiner Belastung, Verdichtung und Vertritt durch Besucher*innen auszusetzen. Je nachdem, wie der Boden beschaffen ist, wie schützenswert der beanspruchte Naturraum ist und welche Belastung durch Besucher*innen erwartet wird, sollten Veranstalter*innen entsprechende Maßnahmen treffen, um die Grasnarbe zu schützen.

Hierfür gibt es z.B. Schwerlastplatten aus recyceltem Kunststoff, Vliesmatten, Bodenschutzgitter aus unterschiedlichen Materialien, die unterschiedlichen Belastungen standhalten können, sowie Kunststoffplatten, die im Click-System flexibel verlegt werden können.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Bei der Auswahl der Veranstaltungsstätte fließen Nachhaltigkeitsaspekte ein.

Auf Seite 14 im Leitfaden für umweltverträgliche Open-Air-Veranstaltungen von Sounds for Nature werden die folgenden umweltbezogenen Bereiche genannt, die bei der Auswahl der Veranstaltungsfläche bedeutend sind. Die Handlungsempfehlungen lauten:  

  • Natur- und Wasserschutz 

Geschützte Naturräume und Trinkwassereinzugsgebiete sollten nicht als Veranstaltungsfläche ausgewählt werden, da Schäden oder Störung sensibler Tierarten in Brutzeiten in jedem Fall vermieden werden müssen.

  • Bodenbelastung 

Im besten Fall werden Flächen ausgewählt, die bereits versiegelt oder stark befestigt sind, da diese am ehesten der Belastung durch Menschen und Aufbauten standhalten. Wiesen, Äcker und Grünflächen sollten nicht als Veranstaltungsort ausgewählt werden, da die Schäden durch kurze Belastungen trotzdem tiefgreifend sind.  

  • Versorgung mit Strom und Abwasserentsorgung 

Die Anbindung an das bestehende Kanalnetz, die Abwasserentsorgung und an die Feststromkapazitäten gilt auch bei der Auswahl von Freiflächen als ökologisch und finanziell vorteilhaft. 

  • Verkehr 

Wenn die Freifläche gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist, kann Aufwand bei der Erstellung eines Verkehrskonzepts gespart werden.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Klimaanpassung

Es werden Maßnahmen ergriffen, um Gäste und Mitarbeitende vor Umwelteinflüssen und Extremwetterereignissen zu schützen.

Mit dem Klimawandel wird es zunehmend Extremwetterereignisse in Hamburg geben, d.h. im Sommer gibt es mehr Hitzewellen, und auf der anderen Seite können starke Regenfälle zunehmen. Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, und vor allem ihre Besucher*innen sind diesen Wetterereignissen schutzlos ausgesetzt.  

Zunehmend stellen Veranstalter*innen deshalb eine kostenlose Trinkwasserversorgung für Gäste zur Verfügung. Auf der Veranstaltungsfläche sollten zudem genügend Schattenplätze vorhanden sein und die Besucher*innen sollten darauf hingewiesen werden, dass sie Sonnenschutz mitbringen. Meteorolog*innen können bereits vier bis fünf Tage im Voraus Aussagen zum Wetter machen. Daher lohnt es sich, Wetterberichte und Wetterwarnungen zu verfolgen und an Besucher*innen der Veranstaltung weiterzugeben.  

Auf der Website https://klimaangepasst.de/ findet ihr noch weitere und ausführlichere Maßnahmen zur Klimaanpassung, die ihr auf eurer Veranstaltung umsetzen könnt. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Der Veranstaltungsort liegt nicht in landes- oder EU-rechtlich geschützten Gebieten (Naturschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete, Vogelschutzgebiete) oder sensiblen Ökosystemen (Moore, Flussauen).

Auch in Hamburg gibt es geschützte Lebensräume, die durch Veranstaltungen nicht beeinträchtigt werden sollten. Die Stadt Hamburg stellt Karten zur Verfügung, in denen die geschützten Bereiche ausgewiesen sind: https://www.hamburg.de/schutzgebietskarte/.

Ob und inwiefern Veranstaltungen in geschützten Gebieten möglich sind, ist abhängig von Schutzstatus und Art sowie Größe der Veranstaltung selbst. Grundsätzlich sollten alle Veranstalter*innen in der Planungsphase in enger Absprache mit der Umweltbehörde bzw. Bezirksämtern stehen.

Der Deutsche Sportbund stellt ein umfangreiches Informationsportal zu den Themen Sport und Naturschutz bereit. Sportstätten und Wettkämpfe sollen im Einklang mit geschützten Naturräumen angelegt sein und stattfinden können.

In einem Leitfaden werden im vierten Kapitel die Verträglichkeit von (Sport)Events in Natura 2000 Gebieten erörtert, die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat Richtlinie geschützt sind. An vier Fällen wird gezeigt, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden konnten und wann keine Durchführung möglich war. Der Leitfaden enthält viele gut aufbereitete Lösungsbeispiele, in denen die Planung von Veranstaltungen mit dem Schutzgrad des Naturschutzgebietes im Konflikt stand.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte ergriffen, um die sanitären Anlagen ressourcenschonend zu gestalten.

Ein prominenter Fall der Frage „Was ist nachhaltiger?“, ist, ob es sich lohnt, einen elektrischen Handtrockner anzuschaffen, oder ob das Anbieten von Hygienepapier in Sanitäranlagen umweltverträglicher ist. Das Umweltbundesamt hat bereits 1993 eine vergleichende Bewertung von unterschiedlichen Handtrocknungsmöglichkeiten vorgenommen, in welcher Papierhandtücher aus Frischfasern ungünstig für die Umwelt bewertet worden sind. Die anderen Optionen (Handtuchspender mit Papierhandtüchern aus Altpapier, Handtuchspender mit Stoffhandtuchrollen sowie Warmlufthändetrockner) wurden insgesamt ökologisch vorteilhaft bewertet, aber untereinander nicht als besser oder schlechter geordnet. 

Der Vergleich wurde 2014 im Rahmen eines vereinfachten Bewertungsverfahrens erneut vorgenommen. Hier wurden auch Hochgeschwindigkeitstrockner einbezogen. Hochgeschwindigkeitstrocker wurden als ökologisch am verträglichsten bewertet. Die Annahmen der Analyse sind auf der Website des Umweltbundesamtes veröffentlicht worden. In die Bewertung konnte die Lautstärke der Trocknungssysteme, die den Einsatz von Hochgeschwindigkeitstrockner bzw. anderen Gebläsetrocknern an geräuschempfindlichen Orten häufig verhindert, nicht einbezogen werden. 

Für deine Veranstaltung lohnt es sich, die Rahmenbedingungen der Handtrocknung zu identifizieren. Wie oft werden wie viele Händepaare gewaschen? Ist der Ort geräuschsensibel?  

Ebenso ist es wichtig, differenziert zu betrachten, wie der Einsatz von Hygenienepapier umgesetzt wird: Welches Hygienepapier wird verwendet? Wie oft müssten Papierspender aufgefüllt werden? Auch psychologische und kommunikative Aspekte, die Auswirkungen auf das Verhalten der Gäste haben, können an dieser Stelle berücksichtigt werden: Wie wird die vorhandene Menge Hygienepapier für die Veranstaltungsbesucher*innen präsentiert? Wird die sichtbare Menge Hygienepapier künstlich verknappt und somit ein effizienterer Gebrauch des Papiers befördert? 

Um beantworten zu können, wann ein Produkt oder eine Praktik nachhaltiger ist als eine andere, braucht es eine Ökobilanz. Lebenszyklusanalysen wie Ökobilanzen offenbaren den Ressourcenverbrauch und die freigesetzten Emissionen über den gesamten Lebensweg. Die getroffenen Annahmen der Analyse tragen wesentlich dazu bei, ob ein Produkt im Endeffekt als nachhaltiger als ein anderes ausgewiesen wird. Aus diesem Grund gibt es für die Durchführung von Ökobilanzen einen Standard, der in den ISO-Norm 14040 festgehalten ist. 

  • Haben alle Toiletten Spülstoptasten?
  • Ist der Wasserdurchlauf auf den Toiletten begrenzt? 
  • Gibt es wasserlose Urinale?  
  • Ist der Wasserdurchlauf an Waschbecken begrenzt und/oder automatisch gesteuert? 
  • Sind zum Trocknen der Hände elektrische Hochgeschwindigkeitstrockner installiert? 
  • Wird die Beleuchtung auf den Toiletten automatisch an- bzw. ausgeschaltet? 
  • Werden Seife und Desinfektionsmittel automatisch dosiert?

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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