Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

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Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch - Feste Bauten

Es werden Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte ergriffen, um den Heizenergie- und Stromverbrauch zu reduzieren.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Für die Auswahl des Veranstaltungsortes werden alle sieben Hamburger Bezirke in Betracht gezogen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die (angrenzenden) Naturräume der Veranstaltungsstätte zu schützen.

Im Rahmen eines nachhaltigeren Events empfehlen wir dir, auf den Einsatz von Feuerwerk und Skybeamern zu verzichten. Lichtinstallationen können beeindrucken, Lichtverschmutzung und die fehlende Dunkelheit in der Nacht, sind allerdings ein ernsthaftes ökologisches Problem. Der Tag-Nacht-Rhythmus vieler Tiere wird durch die zunehmende Beleuchtung in Städten gestört und viele nachtaktive Insekten sind bereits ausgestorben, was wiederum Auswirkungen auf Vögel und andere Fraßfeinde hat. Dabei kann zu viel Licht auf unterschiedliche Weise wirken: Manche Insekten werden bei zu viel Licht nicht aktiv, andere werden von Lichtquellen angezogen und verbrennen oder werden von lebenserhaltenden Aufgaben abgehalten. Weiterführende Informationen zum Thema Lichtverschmutzung und Insekten stellt der NABU bereit.

Feuerwerk hat ebenfalls sehr weitreichende negative Umweltauswirkungen, die im Veranstaltungskontext verhindert werden sollten. Die Geräuschbelastung bei einem Feuerwerk setzt Tiere einer lebensbedrohlichen Situation aus, Vögel können z.B. im Rauch die Orientierung verlieren. Utopia hat Gründe gesammelt, die gegen den Einsatz von Feuerwerk z.B. an Silvester sprechen. 

Der Einsatz von Licht wird auf Veranstaltungen, die abends und nachts stattfinden, nicht vollständig zu reduzieren sein. Die Initiative gegen Lichtverschmutzung gibt Tipps dazu, die Beleuchtung einer Veranstaltung umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Die Initiative empfiehlt, Licht effizient an den zu beleuchtenden Ort zu lenken, die verwendete Lichtmenge so weit wie möglich zu reduzieren und warmweißes Licht mit einem geringen Blauanteil zu verwenden. Des Weiteren wird empfohlen, effiziente LED-Leuchtmitteln, die langlebig und gut in ihrer Leuchtleistung steuerbar sind, einzusetzen. 

In Hamburg brüten jährlich ungefähr 160 schützenswerte Vogelarten mit über 400 000 Brutpaaren. Viele dieser Vögel, die durch Veranstaltungen nicht gestört werden sollten, damit sie die Brut nicht aufgeben, brüten im Frühjahr und Sommer. Bei und nach Auswahl des Veranstaltungsortes sollten die vorkommenden Vogelarten berücksichtigt werden. Der Arbeitskreis Vogelschutzwarte Hamburg bietet Informationen zu Vögeln in Hamburg. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Die Veranstaltungsstätte setzt Biodiversitätsmaßnahmen um.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl - Feste Bauten

Bei der Auswahl der Veranstaltungsstätte fließen Nachhaltigkeitsaspekte ein.

Bei der Auswahl von Veranstaltungsstätten können viele Aspekte beachtet werden, die eine Veranstaltungsstätte nachhaltiger als eine andere machen. Auch Veranstaltungsstätten können basierend auf einem Umweltmanagementsystem (z. B. EMAS) zertifiziert werden, sodass die Betreiber*innen regelmäßig Umweltkennzahlen berichten und ihre Umweltverträglichkeit verbessern. Beispielsweise ist das Bürgerhaus Wilhelmsburg Mitglied des Ökoprofit Clubs, in dem sich Unternehmen mit der Einrichtung eines Umweltmanagementsystems beschäftigen. Auch die Hamburger Markthalle ist seit 2017 dort Mitglied und zertifiziert.  

Das WÄLDERHAUS in Wilhelmsburg wurde ganzheitlich nachhaltig geplant und bietet ein Hotel, ein Restaurant und Tagungsräume an, die vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Zudem gibt es ein paar Hotels in Hamburg, die nach Sozial- und Umweltstandards zertifiziert sind, darunter ist z. B. auch das Scandic Hamburg Emporio, das ein barrierefreies Hotel ist. Im Green Events Dienstleistungsportal findet ihr hier weitere nachhaltige Veranstaltungsstätten. 

Alle öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Theater und z. B. Schulen werden in der Freien und Hansestadt Hamburg mit Öko-Strom versorgt, darunter sind auch Veranstaltungsstätten, die gemietet werden können. 

In der Energiesparverordnung ist festgehalten, welche Anforderungen beheizte und klimatisierte Gebäude erfüllen müssen, die neu gebaut werden. Für den Veranstaltungskontext ist die Verordnung vor allem im Rahmen der genutzten Veranstaltungsstätten interessant: Seit 2007 müssen (mit Ausnahmen) Energieausweise für Gebäude erstellt werden, in denen auch die Energieeffizienzklasse festgehalten ist. Dieser Ausweis muss vorranging bei An- und Verkauf vorgelegt werden, bietet aber auch eine gute Orientierung zum Energieverbrauch des gemieteten Veranstaltungsraumes. Seit 2013 gelten folgende Energieeffizienzklassen: Ein Endenergieverbrauch von unter 30 kWh / (m^2 * a) zählt in die beste Effizienzklasse A+.  

  

Energieeffizienzklasse (kWh / (m^2 * a)) 

A+       < 30
A         < 50 
B         < 75 
C         < 100 
D         < 130 
E         < 160 
F         < 200 
G         < 250 
H         > 250 

Die Energiesparverordnung wird 2020 vom Gebäudeenergiegesetz abgelöst, die Energieausweise bleiben bestehen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte ergriffen, um die sanitären Anlagen ressourcenschonend zu gestalten.

Ein prominenter Fall der Frage „Was ist nachhaltiger?“, ist, ob es sich lohnt, einen elektrischen Handtrockner anzuschaffen, oder ob das Anbieten von Hygienepapier in Sanitäranlagen umweltverträglicher ist. Das Umweltbundesamt hat bereits 1993 eine vergleichende Bewertung von unterschiedlichen Handtrocknungsmöglichkeiten vorgenommen, in welcher Papierhandtücher aus Frischfasern als ökologisch nachteilig hervorgegangen sind. Die anderen Optionen (Handtuchspender mit Papierhandtüchern aus Altpapier, Handtuchspender mit Stoffhandtuchrollen sowie Warmlufthändetrockner) wurden insgesamt vorteilig bewertet, aber untereinander nicht als besser oder schlechter geordnet. 

Der Vergleich wurde 2014 im Rahmen eines vereinfachten Bewertungsverfahrens erneut vorgenommen. Hier wurden auch Hochgeschwindigkeitstrockner einbezogen. Diese wurden als ökologisch am verträglichsten bewertet. Die Annahmen der Analyse sind auf der Website des Umweltbundesamtes veröffentlicht worden. In die Bewertung konnte die Lautstärke der Trocknungssysteme, die den Einsatz von Hochgeschwindigkeitstrockner bzw. anderen Gebläsetrocknern an geräuschempfindlichen Orten häufig verhindert, nicht einbezogen werden. 

Für deine Veranstaltung lohnt es sich, die Rahmenbedingungen der Handtrocknung zu identifizieren. Wie oft werden wie viele Händepaare gewaschen? Ist der Ort geräuschsensibel?  

Ebenso ist es wichtig, differenziert zu betrachten, wie der Einsatz von Hygenienepapier umgesetzt wird: Welches Hygienepapier wird verwendet? Wie oft müssten Papierspender aufgefüllt werden? Auch psychologische und kommunikative Aspekte, die Auswirkungen auf das Verhalten der Gäste haben, können an dieser Stelle berücksichtigt werden: Wie wird die vorhandene Menge Hygienepapier für die Veranstaltungsbesucher*innen präsentiert? Wird die sichtbare Menge Hygienepapier künstlich verknappt und somit ein effizienterer Gebrauch des Papiers befördert? 

Um beantworten zu können, wann ein Produkt oder eine Praktik nachhaltiger ist als eine andere, braucht es eine Ökobilanz. Lebenszyklusanalysen wie Ökobilanzen offenbaren den Ressourcenverbrauch und die freigesetzten Emissionen über den gesamten Lebensweg. Die getroffenen Annahmen der Analyse tragen wesentlich dazu bei, ob ein Produkt im Endeffekt als nachhaltiger als ein anderes ausgewiesen wird. Aus diesem Grund gibt es für die Durchführung von Ökobilanzen einen Standard, der in den ISO-Norm 14040 festgehalten ist. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Der Einsatz von Zelten im Außenbereich wird umweltfreundlich gestaltet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Klimaanpassung

Es werden räumliche Maßnahmen ergriffen, um Gäste und Mitarbeitende vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Mit dem Klimawandel wird es zunehmend Extremwetterereignisse in Hamburg geben, d.h. im Sommer gibt es mehr Hitzewellen, und auf der anderen Seite können starke Regenfälle zunehmen. Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, und vor allem ihre Besucher*innen sind diesen Wetterereignissen schutzlos ausgesetzt.  

Zunehmend stellen Veranstalter*innen deshalb eine kostenlose Trinkwasserversorgung für Gäste zur Verfügung. Auf der Veranstaltungsfläche sollten zudem genügend Schattenplätze vorhanden sein und die Besucher*innen sollten darauf hingewiesen werden, dass sie Sonnenschutz mitbringen. Meteorolog*innen können bereits vier bis fünf Tage im Voraus Aussagen zum Wetter machen. Daher lohnt es sich, Wetterberichte und Wetterwarnungen zu verfolgen und an Besucher*innen der Veranstaltung weiterzugeben.  

Auf der Website https://klimaangepasst.de/ findet ihr noch weitere und ausführlichere Maßnahmen zur Klimaanpassung, die ihr auf eurer Veranstaltung umsetzen könnt. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Barrierefreiheit

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Veranstaltungsort barrierefrei zu gestalten.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden wassersparende Maßnahmen durch die Betreibenden der Veranstaltungsstätte umgesetzt.

Im besten Fall beschränkt sich der Wasserverbrauch auf Veranstaltungen auf das Nutzen von Trinkwasser als Trinkwasser. Bereits in der Planung einer Veranstaltung können daher wasserintensive Aktivitäten kritisch hinterfragt und ggf. neu geplant werden, um den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten.

In Veranstaltungsstätten mit bestehender Wasserversorgung ist die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur der beste Weg, um Wasser in dem Kreislauf zu lassen, in dem es gereinigt wird. Auf Open Air-Veranstaltungen ist der Umgang mit Wasser eine Herausforderung, denn meistens müssen Sanitäranlagen auf der grünen Wiese errichtet werden. Auf Festivals werden daher bereits Komposttoiletten genutzt, die wasserlos funktionieren. Neben Sanitäranlagen ist Wasser in der Küche und bei der Zubereitung von Lebensmitteln essentiell.

Wie und wo Abwässer einer Veranstaltung entstehen und entsorgt werden können, sollte mit allen Dienstleister*innen besprochen und festgehalten werden, um direkte negative Umweltauswirkung zu vermeiden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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