Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

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Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Es werden Umweltkennzahlen der Organisationsaktivitäten erhoben und eingesetzt, um Emissionen aktiv zu steuern und zu reduzieren.

Die generelle Idee von Umweltkennzahlen ist es, Verbräuche und Emissionen, die im Rahmen einer Veranstaltung entstehen, sichtbar zu machen. Auf Grundlage dieser Zahlen können Umweltauswirkungen gezielt gesteuert und verbessert werden. Bei betrieblichen Umweltkennzahlen geht es nicht unbedingt darum, alle Aktivitäten einer Veranstaltung in CO2-Äquivalenten ausdrücken zu können; es geht um absolute und relative Mengen. Aussagekräftige Umweltkennzahlen sind z.B. der Papier- oder Energieverbrauch. Einen praktischen Einstieg in das Thema bietet ein Leitfaden des Umweltbundesamtes.

Abhängig von den Erfahrungen, die du als Veranstalter*in bereits mit betrieblichen Umweltkennzahlen gesammelt hast, und den Ressourcen, die dir für das Nachhaltigkeitsengagement zur Verfügung stehen, können unterschiedliche Strategien sinnvoll sein, um Kennzahlen zu erheben und zu nutzen.  

Für den Fall, dass du als Veranstalter*in bisher keine Erfahrungen mit Umweltkennzahlen gesammelt hast, kann der erste Schritt sein, eine Handvoll Zahlen über bestimmte Umweltaspekte in einer Tabelle zusammenzuführen, die für deine Veranstaltung relevant sein könnten. Zu den interessanten Umweltaspekten zählen z.B. Abfallmengen, Wasser-, Strom- oder Heizenergiebedarfe oder Schallemissionen einer Veranstaltung. Das Messen und Zusammenstellen von Kennzahlen wird von vielen Unternehmen als große Herausforderung wahrgenommen. Aussagekräftige Kennzahlen müssen identifiziert und ausgewählt werden, es muss entschieden werden, ob Kennzahlen z.B. relativ oder absolut angegeben werden und ob die Zahlen von Jahr zu Jahr vergleichbar sind.  

Der Leitfaden des Umweltbundesamtes ist für Unternehmen konzipiert, die Umweltkennzahlen im Rahmen einer EMAS-Zertifizierung erheben, dokumentieren und extern berichten möchten. Es eignet sich jedoch auch als umfassende Einführung für Veranstalter*innen, die keine EMAS-Zertifizierung anstreben.  

Der Hamburger Kirchentag wurde bereits EMAS zertifiziert. Die sog. Umwelterklärung der Veranstalter*innen zeigt, wie Kennzahlen im Veranstaltungskontext aussehen können. 

Je mehr Umweltkennzahlen erhoben werden, desto eher steigt der Anspruch, diese professionell zu messen und zu organisieren. Die Entscheidung für oder gegen eine Software für Umweltmanagement kann auch davon abhängen, ob Kennzahlen von einer Person zusammengetragen werden, die den Überblick behält oder viele Personen unabhängig voneinander für Messungen und die Pflege der Daten verantwortlich sind. Je komplizierter die Datenerhebung und -auswertung ist, desto eher ist die Unterstützung durch eine Software sinnvoll. Hier findest du eine Übersicht an Anwendungen.

Wenn du als Veranstalter*in nicht weißt, wo du anfangen sollst, Kennzahlen zu erheben, kannst du über das Programm Ökoprofit damit beginnen, eure Veranstaltung Schritt für Schritt EMAS-zertifizieren lassen. Es gibt zudem Beratungsagenturen, die mit euch als Veranstalter*innen zusammen Umweltkennzahlen erheben und interpretieren.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Mitarbeitende der Organisation erhalten regelmäßig Weiterbildungen, um im Arbeitsalltag nachhaltiger zu handeln.

An dieser Stelle findest du Weiterbildungsmöglichkeiten zu Nachhaltigkeit:  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Veranstaltungspartner*innen

Bei der Auswahl von (Werbe-)Partner*innen, Influencer*innen sowie Sponsor*innen wird das Nachhaltigkeitsengagement dieser berücksichtigt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Unternehmenskultur

Alle Stakeholder (z.B. Dienstleistende, Sponsor*innen, Mitarbeitende, Behörden etc.) erhalten die Möglichkeit für Feedback und Anregungen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Veranstaltung.

Feedback im Unternehmen kann zwischen Kolleg*innen oder unterschiedlichen Hierarchie-Stufen ausgetauscht werden und unterschiedliche Themen behandeln wie Projektverläufe, die Umsetzung von Aufgaben oder die persönliche Entwicklung der Teammitglieder. Regelmäßig stattfindende Treffen sind ein erster Schritt, um Feedback zu geben und zu nehmen. Es ist sinnvoll, mit allen Mitarbeiter*innen eine Feedbackroutine zu entwickeln, denn eine offene Gesprächskultur zu etablieren, benötigt mehr als eine Handvoll Tipps. An dieser Stelle geht es zu einem Blogartikel der Neuen Narrative, in dem es um Feedback in selbstorganisierten Teams geht.

Um konstruktiv Feedback zu geben, können die folgenden Tipps helfen:

Für die „feedbackgebende“ Person:  

  • Konstruktives Feedback ist beschreibend. Es umfasst zunächst die Beobachtung einer Situation aus der Ich-Perspektive. Das bedeutet, dass Personen weder beschuldigt noch bewertet werden.  
  • Konstruktives Feedback ist klar und verständlich formuliert.  
  • Konstruktives Feedback ist als Bitte oder Wunsch formuliert.  
  • Konstruktives Feedback wird zeitnah gegeben.  
  • Konstruktives Feedback ist konkret und behandelt einen Sachverhalt, den die sog. „feedbacknehmende“ Person auch verändern kann. 

In einer Situation, in der Feedback gegeben wird, sollte die Person, die Feedback empfängt zunächst zuhören, ggf. Rückfragen stellen, wenn es Unklarheiten gibt und sich nicht rechtfertigen, sondern das Gesagte akzeptieren und in Ruhe reflektieren. 

In dem hier verlinkten Blogbeitrag findest du weitere Informationen.

Um konstruktiv mit Konflikten im Unternehmen umzugehen, braucht es mehr als eine Handvoll Tipps: Generell ist es sinnvoll, eine offene Gesprächskultur und gegenseitiges Verständnis in die Unternehmenskultur zu implementieren. Im besten Fall werden so von Teammitgliedern Routinen etabliert, um bestehende Konflikte zu lösen, gewollte und notwendige Diskussionen führen zu können und überflüssige Konflikte zu vermeiden. In dem hier verlinkten Blogbeitrag beschreibt der Autor, was es zu beachten gibt, wenn ein professionelles Konfliktmanagement eingerichtet werden soll.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Dienstleistungsmanagement

Die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien mit Partner*innen ist vertraglich geregelt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Das Nachhaltigkeitsengagement der Organisation wird in einem Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

Das Anfertigen eines Nachhaltigkeitsberichts kann dabei helfen, transparent und einheitlich über das Engagement für Nachhaltigkeit zu berichten. Der deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ein Instrument, das Unternehmen aller Größen, unterschiedlicher Branchen und auch Veranstalter*innen als Vorlage nutzen können, um genau dies zu tun. In dem verlinkten Blogbeitrag werden Software-Anwendungen getestet, mit denen das Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts vereinfacht werden soll; allerdings ist darunter keine die spezifisch auf das Umweltmanagement im Veranstaltungskontext angepasst ist. Unter den getesteten Anwendungen ist eine kostenfreie Software zu finden.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Die Organisation ist nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert.

P-D-C-A steht für Plan-Do-Check-Act und ist eine typische und bekannte Vorgehensweise im Projektmanagement. Sie ist geeignet, um sich im Unternehmen oder der Planung einer Veranstaltung stetig in kleinen oder großen Schritten zu verbessern und kann sehr umfassend angewendet werden. Vereinfacht funktioniert es so: Zuerst braucht es einen Plan, dann wird der Plan im Kleinen ausprobiert, getestet und verbessert. Wenn alles funktioniert, wird die Aktivität im Großen umgesetzt und schließlich erneut überarbeitet.

Auch der Kaizen-Ansatz orientiert sich an den genannten vier Schritten. Die aus Japan stammende Unternehmensphilosophie steht ebenfalls für die stetige Verbesserung in kleinen Schritten.

Umweltmanagementsysteme werden von Unternehmen eingerichtet, die sicherstellen möchten, dass sich das eigene Unternehmen stetig in seiner Umweltverträglichkeit verbessert. Wenn Unternehmen sich z. B. nach EMAS zertifizieren lassen, dann sind sie verpflichtet, bestimmte Umweltkennzahlen zu erheben und dafür zu sorgen, schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren. In Hamburg können sich Unternehmen im Rahmen des Ökoprofit-Programms mit der Einrichtung von einem eigenen Umweltmanagementsystem auseinandersetzen und werden beim Zertifizierungsprozess professionell unterstützt. Veranstalter*innen können für ihr Unternehmen oder für die durchgeführte Veranstaltung ein Umweltmanagementsystem einrichten: Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist z. B. EMAS-zertifiziert.

Industriestandards oder sog. ISO-Normen umfassen weltweit anerkannte Anforderungen für fast alles. Industriestandards sind keine Gesetze, werden aber häufig als sog. anerkannte Regeln der Technik in Gesetzen genannt. Für Veranstalter*innen und Unternehmen der Veranstaltungsbranche sind die interessanten Industriestandards in der Tatenbank verlinkt. Dazu zählt z. B. ISO 14001 für die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems. Bei Dienstleister*innen kann die Einhaltung bestimmter ISO-Normen Aufschluss über die Standardisierung bestimmter Arbeitsabläufe geben, um z. B. Mitarbeiter*innen am Arbeitsplatz zu schützen oder stetig die eigene Umweltverträglichkeit zu verbessern.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Dienstleistungsmanagement

Bei der Vergabe von Aufträgen werden nachhaltige Unternehmen bevorzugt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit ist in der Struktur der Organisation verankert.

Ein*e Nachhaltigkeitsbeauftragte*r, -koordinator*in oder -manager*in bündelt das Nachhaltigkeitsengagement eines Unternehmens, sofern nicht sowieso alle Aktivitäten auf die Steigerung dieses Engagements ausgelegt sind. Nachhaltigkeit ist häufig etwas, das als „zusätzliche“ Aufgabe wahrgenommen wird. Besonders dann ist es sinnvoll, eine Person zu beauftragen, die sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzt und dafür sorgt, dass immer wieder neue Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt werden. Abhängig von den Ressourcen, die für diese Rolle zur Verfügung stehen, fungiert sie als Anlaufstelle für Fragen zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen, vernetzt Mitarbeiter*innen, die gemeinsam an einem Nachhaltigkeitsproblem arbeiten können oder trägt z. B. die betrieblichen Umweltkennzahlen zusammen. Sie kann sich dafür einsetzen, dass Nachhaltigkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen verankert wird. In dem an dieser Stelle verlinkten Beitrag wird zusammenfassend die Position einer Nachhaltigkeitsbeauftragten beschrieben: “In erster Linie muss der Nachhaltigkeitsbeauftragte ein guter Netzwerker und Inspirator sein, über eine hohe Akzeptanz in allen Fachbereichen verfügen und das Vertrauen der Geschäftsleitung genießen.” Auf demselben Portal wurde auch ein Artikel zu Nachhaltigkeitsmanager*innen veröffentlicht. 

Eine Veranstaltung oder ein Unternehmen allein als Einzelperson zu mehr Nachhaltigkeit hin zu verändern, ist nicht einfach. Es kann, z. B. für das Teammitglied, das als Nachhaltigkeitsbeauftragte*r benannt wurde, sinnvoll sein, Mitstreiter*innen für das gemeinsame Ziel zu motivieren. Dabei hilft es, an die persönliche ökologische Norm der Teammitglieder zu appellieren und Kampagnen zu starten, um Veränderungen im persönlichen Verhalten am Arbeitsplatz zu bestärken. Je mehr Menschen am Arbeitsplatz mitmachen z. B. sich mittags ein vegetarisches Gericht mitbringen, desto eher werden andere Menschen inspiriert, sich umweltverträglicher zu ernähren. 

Wichtig ist aber, dass nicht ausschließlich die Ebene der persönlichen Verhaltensänderung adressiert wird. Um darüber hinaus im Unternehmen und bei der Veranstaltung etwas zu bewirken, müssen gelegentlich auch grundsätzliche Strukturen und Vorgehensweisen hinterfragt und geändert werden. Wenn die Beschaffung von umweltfreundlichen Materialien z. B. nicht möglich ist, weil die Produkte durchschnittlich teurer sind und aufgrund der Ausschreibungskriterien der Kauf dieser Produkte nicht möglich ist, bleibt die Möglichkeit, dass Ausschreibungen grundsätzlich anders formuliert und Kriterien neu priorisiert werden.  

Egal in welcher Größenordnung Veränderungen vorgenommen werden, ist es immer motivierend, wenn diese sichtbar werden. Regelmäßig auch im Team von den Erfolgen und nächsten Schritten zu berichten, kann also dazu beitragen, (noch) mehr Mitarbeiter*innen für den Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begeistern.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Veranstaltungspartner*innen

Das Nachhaltigkeitsleitbild/ die Nachhaltigkeitsstrategie wird übersichtlich an Mitwirkende kommuniziert.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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