Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Zugänglichkeit der Veranstaltung: Soziale Aspekte & Inklusion

Durch die Programmgestaltung werden verschiedene (Ziel-)Gruppen angesprochen und erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.

Viele Menschen haben sich 2020 kreative Formate ausgedacht, die auch in Zeiten von Corona Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen, unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und Begegnungen schaffen. 1:1 CONCERTS© organisiert eine ca. 10-minütige wortlose eins-zu-eins Begegnung zwischen Musiker*in und Hörer*in an unterschiedlichen Spielorten. Auch KulturSendung organisiert Live-Acts im sehr kleinen privaten Rahmen. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes hat 10 kreative Projekte in einer Gesprächsreihe vorgestellt, die während Corona entstanden sind. Darunter das Hamburger #keinerkommt Festival, virtuelle Museumsrundgänge und einiges mehr. 

In der Veranstaltungsorganisation sensibel für Mehrsprachigkeit zu sein, ist leichter, wenn das eigene Organisationsteam selbst mehrsprachig arbeitet. In der Veranstaltungskommunikation können Veranstaltungsflyer und Infomaterialien in mehreren Sprachen eingesetzt werden. Auf dem Gelände der Veranstaltungsstätte selbst sollten zudem Orientierungs- und Leitsystemen mehrsprachig gestaltet werden. Für manche Veranstaltungsaktivitäten ist es sinnvoll Simultanübersetzer*innen und Dolmetscher*innen anzufragen, während auf anderen Veranstaltungen eher gedruckte Materialien einen Mehrwert schaffen können. Wenn auf einer Veranstaltung sowieso zentrale Anlaufstellen für Fragen der Besucher*innen eingeplant sind, können diese Stellen auch auf die Mehrsprachigkeit des Publikums vorbereitet sein. 

Das Interkulturelle Forum in Hamburg wurde 2003 von Organisator*innen interkultureller Festivals und Kulturinstitutionen gegründet. Zum Netzwerk des Interkulturellen Forums zählen Vereine, Kulturhäuser und Festivals, die gute Beispiele für umgesetzte kulturelle Vielfalt auf Veranstaltungen sind. Stadtkultur Hamburg setzt sich für eine „generationsoffene, milieuübergreifende und inklusive“ Stadtteilkultur Hamburgs ein und zählt eine umfangreiche Liste an Mitgliedern. Unter den Mitgliedern sind Kulturzentren, Initiativen und Künstler*innen, die Diversität leben und vor Ort fördern. 

Auf internationalen Veranstaltungen können Dolmetscher*innen sinnvoll eingesetzt werden, vor allem wenn nicht alle Programmpunkte z.B. auf English abgehalten werden können oder es Teil des Veranstaltungskonzepts ist, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität zu leben. So kann allen die Teilhabe ermöglicht werden.  

Zur Vorbereitung sollten Veranstalter*innen klären, ob simultan oder konsekutiv gedolmetscht werden soll und z.B. wie viele Dolmetscher*innen gebraucht werden und welche technischen Voraussetzungen zusätzlich geliehen oder beschafft werden müssen. In einem Angebot sollte neben Honorar(en) auch vereinbart werden, wie z.B. die Aufzeichnungen verwertet werden dürfen. 

Die Berufsbezeichnung als Dolmetscher*in ist nicht geschützt. Dagegen weist ein akademischer Grad wie „Diplom-Dolmetscher“ auf die fachliche Qualifikation hin. 

Es gibt unterschiedliche Systeme, Menschen mit Hörschädigung Kommunikationshilfen bereitzustellen. Veranstalter*innen tragen für den Abbau von kommunikativen Barrieren im kulturellen Bereich eine besondere Verantwortung, da hier Menschen noch keinen festen Rechtsanspruch auf die Übernahme von Dolmetscherkosten haben.  

Es gibt Dolmetscher*innen für Gebärdensprache und sog. Schriftdolmetscher*innen. Je nach den Gegebenheiten vor Ort sollten sich Veranstalter*innen beraten lassen, um eine effektive Lösung zu finden. Beim Schriftdolmetschen wird gesprochener Text in Schriftsprache übersetzt, sodass der Text z.B. auf einer Leinwand mitgelesen werden kann. Es gibt auch Dolmetscher*innen, die mit Spracherkennungssoftware arbeiten und im Prinzip das Gesagte nachsprechen, sodass geschriebener Text live mitgelesen werden kann. 

Eltern mit Kleinkindern sollten in der Veranstaltungsorganisation explizit mitgedacht werden. Die folgende Liste ist nicht vollständig, bietet aber genügend Anknüpfungspunkte für die Planung: 

  • Wie familienfreundlich soll die Veranstaltung sein? Welchen Stellenwert sollen Kinder als Veranstaltungsgäste einnehmen? 
  • Gibt es Programmpunkte, die sich ausschließlich an Kinder richten und die auch so beworben werden?  
  • Welche Altersgruppe kann ohne Probleme an der Veranstaltung teilnehmen und für welche Altersgruppe (z.B. Kleinkinder) sollte die Teilnahme vorbereitet werden?  
  • Bestehen für Kinder besondere Risiken auf dem Veranstaltungsgelände wie z.B. die Lautstärke der Musik oder Zigaretten- und Drogenkonsum? 
  • Wie sicher ist das Veranstaltungsgelände im Allgemeinen? Wo sind physische Risiken für Kinder? 
  • Kann für Kinder effektiver Gehörschutz (kostenfrei) bereitgestellt werden? 
  • Ist die Veranstaltungsstätte barrierefrei mit einem Kinderwagen zugänglich? Gibt es Plätze, um Kinderwägen sicher abzustellen? 
  • Können Spielräume oder „Zonen“ eingerichtet werden, in denen sich Eltern mit ihren Kindern zurückziehen können? Gibt es Räume, um Kinder zu stillen? 
  • Besteht die Möglichkeit, (kostenfreie) Kinderbetreuung im Rahmen der Veranstaltung anzubieten? 
  • Können Eltern ihre Kinder bis zu einem bestimmten Alter kostenfrei mit auf die Veranstaltung nehmen? Welcher Ticketpreis gilt für Jugendliche? 
  • Wie zugänglich sind Wickelmöglichkeiten sowohl für Mütter als auch für Väter? 
  • Gibt es gute Sitzgelegenheiten, um gemeinsam mit Kindern zu essen? 
  • Für den Fall, dass Kinder auf dem Veranstaltungsgelände verloren gehen: Wie geht ihr als Veranstaltungsorganisation damit um? 

Die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur e.V. ist ein Zusammenschluss aus über 60 Fachverbänden und Kulturakteur*innen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, dass junge Menschen Zugang zu kultureller Bildung erhalten und aktiv an Gesellschaft teilhaben können. Unter den Mitgliedern sind viele Expert*innen, die angefragt werden können, sobald Kinder und Jugendliche in den Fokus einer Veranstaltung rücken sollen. 

Eigentlich werden Zielgruppen in der Veranstaltungsplanung vor allem über das Programm definiert z.B. als Fans eines bestimmten Musikstils oder einer Sportart. Für eine sozial nachhaltige Veranstaltung ist es wichtig, dabei auch aktiv Menschen aus marginalisierten Gruppen in den jeweiligen Zielgruppen mitzudenken, ihnen den Zugang zu Veranstaltungen zu ermöglichen und Barrieren abzubauen.  

Vorab mit den lokalen Interessenvertretungen von Randgruppen zu sprechen, ermöglicht die Ansprache von Menschen, die häufig nicht angemessen in der Veranstaltungsplanung bedacht werden. An dieser Stelle sind erste Ansprechpartner*innen von Verbänden und Vereinen ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammengestellt: 

Neben der Zusammenarbeit mit Organisationen zur aktiven Einbindung von Menschen, die tendenziell nicht in der Veranstaltungsplanung bedacht werden, können weitere Maßnahmen dazu beitragen, dass alle “Fans” und am Programm interessierte Menschen auf die Veranstaltung aufmerksam werden und an ihr teilnehmen können. Dies kann über die Gestaltung des Ticketpreise und das Nutzen von (anderen) Kommunikationskanälen geschehen. Mehr Infos findet ihr hierzu in den Exkursen “Gestaffelte Ticketmodelle”, “Pay What You Want”, “Tickets für Menschen mit geringem Einkommen” und z.B. “Medienpartner*innen & Pressearbeit”.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Zugänglichkeit der Veranstaltung: Soziale Aspekte & Inklusion

Die Öffentlichkeitsarbeit ist anti-diskriminierend gestaltet.

Auch bei der Bereitstellung von Informationen auf Webseiten muss Barrierefreiheit berücksichtigt werden: Wenn Texte z.B. nicht kontrastreich vom Hintergrund abgehoben werden, können Menschen mit einer Sehbehinderung Text nur schlecht erkennen. Und einfache Schriftsprache ist beispielsweise geeignet, um Nicht-Muttersprachler*innen und Menschen mit geringer Lesekompetenz den Zugang zu Inhalten auf einer Veranstaltungswebsite zu ermöglichen.

Die Barrierefreiheit von Websites hängt u.a. von der Struktur und den Navigationskonzepten, der graphischen Gestaltung und den eingesetzten technischen Mittel ab. Das Fachportal der Aktion Mensch “Einfach für Alle” bietet niedrigschwellig Informationen zur Gestaltung barrierefreier Websites an, die auch Veranstalter*innen nutzen können, um die Inhalte einer Website wirklich allen Menschen zu bereitzustellen. Hier kannst du in „Schnelltests“ die Barrierefreiheit deiner Veranstaltungswebsite prüfen.

Neben dem Fachportal sollten auch die sog. Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), die als internationaler Standard für barrierefreie Webinhalte gelten, herangezogen werden. Für die bestmögliche Umsetzung der Richtlinie wurden Tutorials erstellt.

In dem Onlineportal von Aktion Mensch (https://www.aktion-mensch.de/corona-infoseite) werden niedrigschwellig Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache und in Gebärdensprache zur Verfügung gestellt. Viele Menschen mit Behinderung sind einem höheren Risiko ausgesetzt, durch das Corona-Virus schwer zu erkranken, daher ist die barrierefreie Weitergabe von Informationen zur aktuellen Situation besonders wichtig. 

Leichte Sprache“ ermöglicht den Zugang zu Kommunikation und geschriebenen Texten für Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben. Leichte Sprache kann für Texte im Internet, aber auch auf gedruckten Informationsmaterialien angewendet werden.  

Der Hep Hep Hurra e.V. stellt eine umfangreiche Werkzeugkiste für die Umsetzung leichter Sprache zur Verfügung. Unter den Materialien ist z.B. ein Spickzettel zu finden, auf dem die wichtigsten Regeln zusammengefasst sind, um einen Text in leichter Sprache zu formulieren. In Texten, die in leichter Sprache formuliert werden, werden weder Abkürzungen, Verneinungen noch Genitive eingesetzt. Lange Sätze werden vermieden, und jeder Satz sollte nur eine eindeutige Aussage enthalten. Der Verein hat zudem das Projekt Hurraki initiiert, in dem ein Wiki aufgesetzt wurde. Das Wiki dient als Wörterbuch für leichte Sprache und zeigt eindrücklich, wie Texte verständlicher geschrieben werden können und welche alternativen Wörter genutzt werden können.  

Grundsätzlich wird empfohlen, Informationen z.B. für unterschiedliche Sinne zugänglich zu machen, d.h. Bilder zu nutzen und Text anzubieten. Das Netzwerk Leichte Sprache stellt ebenfalls Informationen zur Verfügung. 

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband hat auf der Website https://www.leserlich.info/ Informationen für die inklusive Gestaltung von Printmedien zusammengetragen. Auf der Website stehen z.B. ein Kontrast- und Schriftgrößenrechner zur Verfügung. 

Diskriminierung kann unterschiedliche Formen annehmen. Eine davon ist Sprache und die Worte, die wir wählen. Sprache beeinflusst unser Denken: Es ist deshalb essenziell, in tagtäglicher Kommunikation Ausdrücke und Begriffe zu wählen, die z.B. Menschen religiöser Gemeinschaften oder mit Behinderungen nicht diskriminieren, um Diskriminierung gesamtgesellschaftlich zu verhindern. 

Dies sollte sich auch in den Kommunikationsregeln auf euren Social Media-Kanälen und bei der Erstellung von Werbematerialien und Informationen für eine Veranstaltung widerspiegeln.  

Auf den folgenden Seiten könnt ihr euch zu dem Thema, passenden Ausdrucksweisen und Reaktionen auf diskriminierende Sprache informieren: 

Wenn alle gemeint sind, ist es wichtig auch alle anzusprechen. Denn nicht jede Form der Diskriminierung erfolgt gewaltvoll mit Handlungen, auch mit Worten werden Menschen (teils unbemerkt und unbewusst) diskriminiert. Gendersensible Sprache kann als Instrument dienen, um sich gegen solche Diskriminierung und für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.  

Auf den folgenden Seiten findest du Formulierungshilfen und weiterführende Informationen:  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gesundheit & Sicherheit: Soziale Aspekte & Inklusion

Es werden Maßnahmen ergriffen, um negativen gesundheitlichen Folgen durch die Veranstaltung vorzubeugen.

Eine hohe Geräuschbelastung kann langfristig das Hörvermögen der Veranstaltungsbesucher*innen schädigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Voraus Gäste darauf hinzuweisen, hinreichend Gehörschutz zur Veranstaltung mitzubringen und auch zu verwenden. Zudem kannst du als Veranstalterin Gehörschutz während der Veranstaltungsaktivitäten anbieten (z.B. zum Selbstkostenpreis). Auf vielen Veranstaltungen wird so auch für Kinder angepasster Kapselgehörschutz verliehen.  

Neben dem Schutz vor akuter Geräuschbelastung können auf Veranstaltungen Zonen eingerichtet werden, in denen die Belastung insgesamt reduziert ist. Dort können z.B. schallisolierende Boden-, Wand- oder Deckenmaterialien eingesetzt werden. 

Es ist in einer Krise wie der Corona-Pandemie nicht leicht, Risiken und Unsicherheit zu kommunizieren, denn Menschen nehmen abhängig von ihrem Vorwissen, ihren Emotionen und äußeren Faktoren Risiken unterschiedlich wahr. Aufklärungsarbeit und die Weitergabe von Informationen sind in jedem Fall wichtig, jedoch gilt es Informationen angemessen auszubalancieren: Zum einen über die Gefahren aufzuklären, um unvorsichtiges Verhalten zu verhindern, und zum anderen über getroffene Präventionsmaßnahmen zu berichten, um Ängste zu reduzieren.  

Kommunikation bei einer Veranstaltung über die geplanten Maßnahmen und das verbleibende und nicht vermeidbare Infektionsrisiko sollte gut geplant und von allen Beteiligten einheitlich getragen werden, sodass Veranstaltungsgäste den getroffenen Präventionsmaßnahmen vertrauen und sich gemeinsam so verhalten können, dass das Infektionsrisiko minimiert wird. Die Kommunikation dabei sehr offen, transparent und widerspruchsfrei zu gestalten, ist wichtig. Das Informationsportal „Zusammen gegen Corona“ ist ein gutes Beispiel und dient als Orientierungshilfe, wie Fragen rund um Corona beantwortet werden können. Auch Unsicherheit und „Restrisiko“ zu thematisieren, ist sinnvoll, denn erst die Kombination vieler unterschiedlicher, auch unvollkommener, Maßnahmen wirkt effektiv als Infektionsschutz.  

Dass Maske, Hände waschen und Co. zusammen effektiv wirken, ist ein wichtiger Baustein bei der Aufforderung an Gäste, sich an die Regeln zu halten! Veranstalter*innen sollten prüfen, ob darüber hinaus ein umfangreiches Informationsangebot, ein FAQ oder das Hygienekonzept zur Veranstaltungsstätte und/oder dem Ablauf der Veranstaltung öffentlich bereitgestellt werden kann. Die angekündigten Maßnahmen sollten dann auch in jedem Fall umgesetzt werden. Es kann zudem sinnvoll sein, Zielgruppen unterschiedlich anzusprechen, wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. 

Die Hamburger Sozialbehörde hat unter dem folgenden Link tabellarisch auf zwei Seiten zusammengefasst, wie Jugendliche nach dem Jugendschutzgesetz im Rahmen von Veranstaltungen geschützt werden müssen. Veranstalter*innen tragen grundsätzlich die Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche sich zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr an einer Veranstaltung teilnehmen. 

Das dritte Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen lautet „Gesundes Leben für alle“. Obwohl auf den ersten Blick die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit etwas nebeneinanderstehen, wird auf den zweiten Blick recht deutlich, warum der Schutz von Natur und Umwelt und das Wohlergehen von Menschen miteinander einhergehen. Hier ein paar Anhaltspunkte wie sich die Gesundheit der Mitarbeiter*innen und Gäste und der schonende Umgang mit Ressourcen auch in der Veranstaltungsplanung berühren können:  

Medial wird regelmäßig aufgegriffen, dass auch in Hamburg die Feinstaubbelastung und die Luftgüte durch motorisierten Straßenverkehr und z.B. Emissionen von Containerschiffen im Hafen häufig schlecht ist. Neben dem unangenehmen Rauch oder Geruch, können Schadstoffe in der Luft langfristig u.a. Atemwegserkranken begünstigen. In der Veranstaltungsplanung kann die Luftgüte vor Ort z.B. bei Open-Air-Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielen! Gleichzeitig unterstützen Veranstaltungen die Verbesserung der Luftqualität, wenn die Gäste mit Fahrrad, Bahn oder Bus anreisen! 

Auch die Luftqualität in Innenräumen wird untersucht. Zum einen kann in Innenräumen durch verbaute Materialien, viele Menschen oder Emittenten wie Drucker eine schlechtere Luftqualität bestehen als draußen an einer viel befahrenen Straße. Dazu kommt, dass sich Menschen bei schlechter Innenraumluft (z.B. bei zu hoher CO2-Konzentration) nur noch schlecht konzentrieren können, was Veranstaltungsgäste selbst bei einer spannenden Podiumsdiskussion träge werden lässt. Wie sorgst du als Veranstalter*in dafür, dass die Luftgüte auch in Innenräumen stetig gut bleibt? 

Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit und Bluthochdruck können u.a. mit Ernährungsverhalten zusammenhängen. Nicht selten „gönnen“ sich Menschen auf Veranstaltungen „mal etwas“ wie die Bratwurst mit Pommes oder frittiertes Gebäck mit Zucker. Auf der einen Seite ist es das, worauf sich Veranstaltungsgäste in vielen Fällen freuen, auf der anderen Seite können Veranstalter*innen initiieren, dass auf ihren Veranstaltungen Lebensmittel angeboten werden, die lecker schmecken und trotzdem nicht ausschließlich aus Zucker, Salz und Fett bestehen.  

Bewegungsmangel ist ein weiteres Problem, das z.B. Rückenschmerzen begünstigt. Neben sehr „laufintensiven“ Veranstaltungen wie Messen oder Festivals gibt es auch viele Veranstaltungen, auf denen Gäste acht Stunden am Stück sitzen. Wie können hier in der Pause Impulse gegeben werden, um Seminarteilnehmer*innen in Bewegung zu bringen?  

Obwohl die Gesamtzahl der Raucher*innen stetig sinkt, gehört Rauchen auf vielen Veranstaltungen dazu. Veranstalter*innen sollten berücksichtigen, wie der Abfall, der durch Zigaretten entsteht, auf dem Veranstaltungsgelände gehandhabt werden soll und wie sichergestellt wird, dass Nichtraucher*innen und z.B. Kinder oder Jugendliche nicht passiv Zigarettenrauch ausgesetzt werden.  

Alkohol ist häufig ein bedeutender Grund, warum Menschen z.B. einen Club oder einen Weihnachtsmarkt besuchen. Wie trittst du als Veranstalter*in für den maßvollen Umgang mit Alkohol und Drogen ein? Welche Kommunikationsmaßnahmen setzt ihr vor Ort um? 

Neben den Nährwerten der Lebensmittel müssen bei der Gesundheitsförderung durch Ernährung regelmäßig auch um Lebensmittelskandale thematisiert werden: Bakterien an Lebensmitteln, Medikamentenrückstände, die in Fleisch nachgewiesen werden, usw. – Caterer und Foodtrucks müssen Hygienevorschriften folgen, was auch von Veranstalter*innen (stichprobenartig) kontrolliert werden sollte.  

Mit dem Klimawandel werden Hitzewellen und starke Sturmereignisse wahrscheinlicher, was auch Auswirkungen auf die Veranstaltungsplanung hat. Veranstaltungsgäste müssen im Falle eines Sturms vor auftretenden Gefahren durch herumfliegende Bauteile geschützt und im Notfall gewarnt werden können. Bei Hitzewellen sollte gewährleistet sein, dass Menschen Zugang zu Trinkwasser und Sonnenschutz haben. Welche Informationen werden im Voraus an Veranstaltungsgäste gegeben, um bei heißen Temperaturen Kreislaufkollapse zu verhindern? Gibt es  

Zu den Unterzielen des dritten Nachhaltigkeitsziels zählt auch die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Rahmen von Veranstaltungen können zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen erfolgen, sodass Menschen selbst in Feierlaune an Verhütung denken und sich schützen! 

Gesundheit darf nicht ohne psychische Gesundheit gedacht werden. Hier können die Mitarbeiter*innen in der Veranstaltungsorganisation in den Fokus genommen werden. Um das Gelingen der Veranstaltung zu gewährleisten sind die Organisator*innen am Veranstaltungstag für alle Angelegenheiten abrufbar. In einzelnen Situationen oder am Veranstaltungstag kann Stress helfen, um schnell Entscheidungen zu treffen oder handlungsfähig zu sein. Wenn Stress allerdings sowohl in der Vor- und Nachbereitung und/oder im Team und im Arbeitsalltag immer präsent ist, kann das langfristig negative Folgen für die Mitarbeiter*innen haben. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Zugänglichkeit der Veranstaltung: Soziale Aspekte & Inklusion

Menschen mit geringem Einkommen wird die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht.

Tickets sind für viele Veranstaltungen eine der wichtigsten Einnahmequellen. Damit der Preis einer Veranstaltung kein Ausschlusskriterium für bestimmte Einkommensgruppen ist, staffeln viele Veranstalter*innen ihre Ticketpreise in einem Rahmen, der ökonomisch vertretbar ist.   

Ermäßigte Ticketpreise gelten bereits in vielen Fällen für: 

  • Kinder, 
  • Schüler*innen, 
  • Student*innen, 
  • Auszubildende, 
  • Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJ- oder FÖJler*innen,   
  • Schwerbehinderte und Begleitpersonen, 
  • Senior*innen, 
  • Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger*innen, 
  • Empfänger*innen von Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz,  

sofern ein Nachweis vorgelegt werden kann.  

Tickets können auch zeitlich im Preis gestaffelt werden. Sog. „Early Bird Tickets“ werden günstiger ausgegeben als die Tickets, die erst kurz vor der Veranstaltung verkauft werden. Zudem sind für mehrtägige Veranstaltungen Tickets günstiger, die nur für einen Teil der Veranstaltungstage gelten.  

Um Menschen mit geringerem Einkommen, den Zugang zu Veranstaltungen zu ermöglichen, können Veranstaltungsgäste gebeten werden, einen höheren Betrag für das eigene Ticket zu bezahlen. Mit dem zusätzlichen Geld können dann Tickets finanziert werden, die z. B. kostenlos an Menschen verlost werden. 

„Pay What You Want“ ist ein Preismodell, in dem Veranstaltungsgäste selbst entscheiden, wie viel sie für eine Leistung bezahlen möchten. Das Bezahlmodell kann auf unterschiedliche Bereiche einer Veranstaltung angewendet werden: Eintritt, Merchandise, Essen und Getränke oder Gage für Künstler*innen.  

Wissenschaftlich wird der Frage nachgegangen, ob Menschen das Preismodell ausnutzen. Das scheint nicht der Fall zu sein. Es gibt Kontexte (z.B. öffentlich gefördert und gemeinnützig), in denen Veranstalter*innen gern „Spendenempfehlungen“ aussprechen. Hierbei ist es möglich, transparent zu machen, welche Kosten der Veranstaltung mit welchem Spendenbetrag gedeckt werden können und so z.B. den Eintrittspreis zu staffeln. Häufig ähnelt die Idee in diesem beschriebenen Fall allerdings eher einem „Pay What You Can“-Modell, um auch einkommensschwächeren Personengruppen den Zugang zu einer Veranstaltung zu ermöglichen. 

Die Bedingungen unter denen Menschen mehr oder weniger in einem „Pay What You Want“-Modell ausgeben möchten, sind jedoch noch unklar. Es ist z.B. noch nicht abschließend geklärt, ob es eine Preisempfehlung geben sollte und wenn ja, wie hoch diese sein sollte. Die Autor*innen Trabold und Weaver raten z.B. davon ab, ein Geschäftsmodell auf „Pay What You Want“ aufzubauen, da das finanzielle Verlustrisiko zu hoch ist, wenn kostendeckend gewirtschaftet werden muss. Sie stellen abgewandelte Formen des Bezahlmodells vor, die risikoärmer sind wie „Pay What Is Fair“ oder „Pay What You Think It’s Worth“. Die psychologische Barriere nichts zu bezahlen, wird damit erhöht. Kombiniert mit festgelegten Preisen, haben die Modelle das Potential, Aufmerksamkeit zu erregen. 

Die Initiative Kulturleben ermöglicht es Menschen an Kulturveranstaltungen teilzunehmen, die nicht genügend Geld haben, sich selbst eine Eintrittskarte zu kaufen. Unter den Kulturpartner*innen, die Tickets zur Verfügung stellen, sind z.B. das ELBJAZZ Festival, Kampnagel, das Reeperbahn Festival und viele Museen, Theater und Musikhäuser. 

Veranstalter*innen und Kulturinstitutionen können den Hamburger Kulturschlüssel mit freien Tickets für Veranstaltungen unterstützen. In dem Projekt werden sog. Kulturgenießer*innen und Kulturbegleiter*innen zusammengebracht. Kulturgenießer*innen sind Menschen, die aufgrund einer Behinderung, ihres Alters, ihrer Herkunft oder ihres Einkommens benachteiligt sind, eine Veranstaltung nicht alleine wahrnehmen oder sich den Eintritt nicht leisten können. Kulturbegleiter*innen ermöglichen, dass die Veranstaltung von Genießer*innen wirklich besucht werden kann. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Anti-Diskriminierung: Soziale Aspekte & Inklusion

Im Rahmen der Veranstaltung werden anti-diskriminierende Maßnahmen umgesetzt.

Durch Hygieneregeln setzen sich Veranstalter*innen intensiv mit dem Raum auseinander, der in einer Veranstaltungsstätte vorhanden ist. Physische Barrieren abzubauen, um Menschen den Zugang zu Veranstaltungen zu ermöglichen, ist nach wie vor wichtig – unabhängig davon ob Veranstaltungen unter strengen Hygienevorschriften stattfinden oder nicht.

Zusätzlich zu physischer Barrierefreiheit sollten soziale und ökonomische Aspekte mitbedacht werden: Zuerst spielen nach wie vor Ticketpreise und das Programm eine wesentliche Rolle, um sozioökonomische Ausgrenzung zu verhindern. Von den finanziellen Möglichkeiten hängt auch ab, ob Gäste Mittel leisten können, um sich und andere vor einer Infektion mit Corona zu schützen. Veranstalter*innen können dementsprechend z.B. Behelfsmasken und Desinfektionsmittel kostenfrei oder zum Selbstkostenpreis bereitstellen.

Mit Corona ist es nun behördlich gefordert, angeben zu können, wie viele Menschen und wer genau eine Veranstaltung besucht hat – auch bei ansonsten frei zugänglichen Veranstaltungen. Menschen, die diese Informationen nicht angeben wollen oder können, werden ausgeschlossen. Kreative Konzepte zu entwickeln, um z.B. öffentliche Plätze nicht komplett abzusperren oder nur teilweise Reservierungen einzufordern, könnte helfen, um diese Formen der Ausgrenzung zu reduzieren.

Wie Menschen trotz Abstandsregeln zusammengebracht werden können, haben wir als Green Events Hamburg bei Heike Gronholz, Geschäftsführerin der altonale GmbH, nachgefragt. Hier kommt ihr zum Blogbeitrag über die altonale kurz&schmerzlos wie sie 2020 durchgeführt wurde!

Ramp-Up.me ist ein Projekt, das sich für die Barrierefreiheit von Veranstaltungen einsetzt. Auf der Website werden die Aspekte Veranstaltungsort, Programm und Kommunikation behandelt. Es geht z. B. um Dolmetschen, divers besetzte Podien und barrierefreie Orte in der Umgebung des Veranstaltungsortes. 

In der Initiative barrierefrei feiern bündeln Kulturschaffende mit und ohne Behinderungen ihr Wissen zu barrierefreien Veranstaltungen. Sie beraten Veranstalter*innen. 

Im Fachportal der Aktion Mensch zu barrierefreien Veranstaltungen werden die folgenden drei Bereiche identifiziert, um den Zugang zu einer Veranstaltung wirklich allen zu ermöglichen: Es benötigt räumliche, sprachlich-kommunikative und technische Barrierefreiheit. Für alle Bereiche werden umfangreiche Tipplisten zur Verfügung gestellt.  

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat unter folgendem Link eine Checkliste bereitgestellt, was es bei der Planung von barrierefreien Veranstaltungen zu beachten gibt.

Es ist ein Problem, wenn Menschen sich unwohl oder nicht sicher fühlen, sanitäre Anlagen auf einer Veranstaltung zu benutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, genügend Toiletten bereitzustellen, die unabhängig der geschlechtlichen Identität genutzt werden können. Gleichzeitig sollte die räumliche Planung von sanitären Anlagen berücksichtigen, dass keine sexuelle Belästigung oder Diskriminierung stattfinden kann. Eine gute Lösung ist, möglichst viele Toilettenkabinen aufzustellen, die von allen Gästen genutzt werden können und insgesamt auf den rücksichtsvollen Umgang miteinander in sanitären Anlagen zu achten. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Einbeziehung von Anwohner*innen: Soziale Aspekte & Inklusion

Anwohner*innen werden an den Veranstaltungsaktivitäten beteiligt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Zugänglichkeit der Veranstaltung: Soziale Aspekte & Inklusion

Das Online-Angebot der Veranstaltung ist barrierefrei gestaltet und ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderung die präsenzlose Teilnahme an der Veranstaltung.

Eine sehr gute Einführung in die Umsetzung von Barrierefreiheit auf digitalen Veranstaltungen bietet der Blog von Domingos de Oliveira.

Neben zahlreichen Handlungsempfehlungen, macht der Autor deutlich, dass die eingesetzte Software die folgenden Funktionen und Attribute haben sollte:

  • Tastatur-bedienbar
  • Screenreader-kompatibel
  • wesentliche Funktionen Im Browser ausführbar
  • kein Flash erforderlich
  • Kernfunktionen leicht erkenn- und bedienbar
  • bei Gebärdensprache, Leichter Sprache oder Untertitelung: ein separat zuschaltbares, in Größe und Position veränderbares Fenster
  • native Smartphone-App

Für Webseiten, auf denen live gestreamt wird, gelten dieselben technischen Voraussetzungen.

Aktuell verändert sich der Funktionsumfang von Videokonferenz- und Kommunikationssoftware sehr schnell. Eine allgemein gültige Aussage zu barrierefreien Tools ist deshalb schwierig zu treffen.

Grundsätzlich sollte eingesetzte Software umfassend getestet und frühzeitig an die Veranstaltungsgäste kommuniziert werden, sodass alle Beteiligten genügend Vorbereitungszeit haben, sich mit dem Tool vertraut zu machen. Eine gute Vorbereitung ermöglicht auch ganz konkret bei einzelnen Personen abzufragen, ob z.B. Präsentationen vorab zur Verfügung gestellt werden müssen oder Informationen in Leichter Sprache verfügbar sein sollen usw.

Generell ermöglichen Chats eine Alternative zur Kommunikation über Video, was mehr Menschen den Zugang zur einer interaktiven Kommunikation ermöglicht, wenn z.B. die Anzahl der zu sehenden Videos überfordernd ist.

Eine unverbindlich kommentierte Liste zu barrierefreier Software, die vor allem im Arbeitsalltag benötigt wird, findet ihr unter diesem Link. Dieser Blogbeitrag im Magazin „Die Neue Norm“ behandelt ebenfalls das Arbeiten im digitalen Homeoffice, benennt dort aber Beispiele guter Praxis in der Welt der barrierefreien digitalen Tools, die auch für Veranstaltungen relevant sein könnten. Beispielsweise werden Skype, Microsoft Teams, und Zoom als barrierefrei wahrgenommen, während Jitsi nicht immer eine gute Bildqualität ermöglicht, die für gehörlose Menschen besonders wichtig ist. In dem Blogbeitrag werden auch gute Erfahrung mit Big Blue Button als Videokonferenzsoftware geteilt.

Auf dem Blog „Netz barrierefrei“ werden GoToMeeting, WebEx oder Adobe Connect nicht als barrierefrei wahrgenommen. Für den Bereich Ticketing ist unter den bekannten Anbieter*innen keine echte barrierefreie Lösung benannt worden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gesundheit & Sicherheit: Soziale Aspekte & Inklusion

Es werden Maßnahmen ergriffen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern.

Sexualisierte Handlungen, die gewaltvoll sind und/oder ohne Einwilligung einer betroffenen Person stattfinden, stellen ein Problem für die Feierkultur in Hamburg dar. Dunkle Räume, ausgelassene Atmosphäre und Alkoholkonsum können es Veranstaltungsgästen leichter als im Alltag machen, die Grenzen anderer Gäste zu übertreten.  

Safe Night e.V. ist eine Initiative Hamburger Clubs, die Awareness-Teams einsetzen, um sexualisierter Gewalt im Nachtleben vorzubeugen und Betroffene direkt vor Ort zu unterstützen.  

Während an der Tür Gäste, die sich gewaltvoll verhalten, abgewiesen oder rausgeschmissen werden, wird sich in vielen Clubs bisher nicht um diejenigen gekümmert, die Gewalterfahrungen machen. Sog. Awareness-Teams sorgen dafür, dass Betroffene, die Unterstützung bekommen, die in dem Moment wirklich hilft – sei es einen physischen Rückzugsort zu schaffen oder das Taxi nach Hause zu organisieren. Safe Night schult zudem Mitarbeiter*innen z. B. zu Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Fällen mit K.O.-Tropfen. In dem verlinkten Artikel gibt eine der Mitgründer*innen von Safe Nights – Navina Nicke – Einblicke in ihr Engagement: https://szene-hamburg.com/hamburger-des-monats-navina-nicke-safe-night/ 

Die Kampagne „Luisa ist hier!“ (https://luisa-ist-hier.de/) wurde 2016 vom Münsteraner Frauen-Notruf initiiert. Die Idee der Kampagne ist es, dass Betroffene sexueller Belästigung im Club z.B. das Barpersonal niedrigschwellig um Hilfe bitten können, indem sie fragen: „Ist Luisa da?“. Das Personal ist geschult darin, mit dem in der Frage vermittelten Code umzugehen und kann die betroffene Person unterstützen. Hintergrundinformationen der Kampagne sind in dem dazugehörigen Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Luisa_ist_hier!) zu finden. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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