Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

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An- und Abreise der Besuchenden: Klimaschutzmaßnahmen

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die An- und Abreise der Veranstaltungsgäste emissionsarm zu gestalten.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Klimawirkung der Veranstaltung

Es werden Potentiale ermittelt, wo im Rahmen der Veranstaltung Treibhausgasemissionen eingespart werden können, und als konkrete Reduktionsziele formuliert.

Der WWF und Netzwerkpartner*innen haben in einem Wettbewerb 15 Beispiele international agierender Unternehmen aus der Praxis zusammengetragen, die Klimamanagement entlang ihrer Wertschöpfungskette umgesetzt haben. Veranstalter*innen sind zwar nicht unter den Beispielen aufgelistet, aber die Einführung zu Klimamanagement im Betrieb und den Scope Dimensionen des GHG-Protokolls ist sehr verständlich aufbereitet worden. In der Sammlung werden zudem allgemeine Handlungsempfehlungen gegeben.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Energieversorgung

Für die Deckung des Energiebedarfs der Veranstaltung wird erneuerbare Energie vor Ort erzeugt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Klimawirkung der Veranstaltung

Es werden die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen der Veranstaltung und der dazugehörigen Aktivitäten ermittelt.

Wenn indirekte Treibhausgasemissionen ermittelt werden sollen, stehen Veranstalter*innen vor der Frage, wo der Anfang und wo das Ende der Aktivitäten ist, die in die Aufstellung aller Emissionen einbezogen werden müssen und wie diese bilanziert werden sollen.

Die sog. Scope Dimensionen wurden entwickelt, um diese Abgrenzung zu vereinheitlichen. Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die z. B. durch den Betrieb eines Fuhrparks entstehen. Im Veranstaltungskontext können beispielsweise die unmittelbaren Emissionen gemieteter Transportfahrzeuge durch die verbrauchten Liter Treibstoff ermittelt werden. Scope 2 bezieht sich auf die Emissionen, die bei der Stromproduktion indirekt für das Unternehmen oder die Veranstaltung entstehen. D. h. die Frage, ob der bezogene Veranstaltungsstrom aus erneuerbaren oder fossilen Energien stammt, wird an dieser Stelle einkalkuliert. In Scope 3 werden Emissionen ermittelt, die nicht direkt zu den Aktivitäten der Veranstaltung gehören, aber davor und danach entstehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die An- und Abreise der Veranstaltungsbesucher*innen. Deshalb ist Scope 3 aufgrund ihres möglichen Umfangs in 15 Bereiche aufgeteilt, die auch für Veranstaltungen gültig sind. Im sogenannten „GHG-Protocol“, das weltweit für Unternehmen angewendet werden kann, sind die Scope Dimensionen beschrieben.

Mithilfe eines CO2-Rechners kannst du die durch eine Veranstaltung entstandenen Treibhausgasemissionen grob schätzen. Die berechneten Emissionen hängen sehr von den jeweils getroffenen Annahmen der Rechner ab, daher findest du unten unterschiedliche Rechner.

Um die Treibhausgasemissionen exakt aufzustellen, könnt ihr professionelle Beratung in Anspruch nehmen. In der Beratung werden mit euch wesentliche Emissionen ermittelt, und es wird darauf geachtet, dass ihr frühzeitig die richtigen Daten erhebt.

Für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und negativen Umweltwirkungen gibt es unterschiedliche Begriffe, die für den Veranstaltungskontext bedingt anwendbar sind. Ökobilanzen oder Life-Cycle-Assessments bezeichnen die Emissionen von Treibhausgasen im Verhältnis zu einem hergestellten Produkt – eine sogenannte Produktbilanz. Auf Veranstaltungen gibt es allerdings häufig kein „Produkt“. Eine andere Möglichkeit ist es, Prozessbilanzen zu erstellen: Die Emissionen werden dann in das Verhältnis zu einem Arbeitsprozess gesetzt, die in einem bestimmten Zeitraum entstehen. Die dritte Möglichkeit ist es, eine sog. Standortbilanz aufzustellen. Das bedeutet, dass die Zuordnung von entstandenen Emissionen an ein (Fabrik-)Gelände gebunden ist und vor allem räumlich begrenzt wird.

Für die Durchführung von sog. Lebenszyklusanalysen gibt es die DIN ISO Norm 14040 bzw. 14044, in denen die Standards für Ökobilanzierung festgehalten sind. Darunter fallen allgemeine Anforderungen an die Berechnung wie z. B. die Festlegung des Untersuchungsrahmens und Standards zur Bestimmung der umweltrelevanten Auswirkungen eines Produkts oder eines Prozesses.

Veranstalter*innen können Treibhausgasemissionen pro Besucher*in oder pro verkaufte Tickets berechnen oder die absoluten Emissionen berichten. Letzteres ist eine gängigere Praxis, da das Verfahren transparenter und weniger fehleranfällig ist. An dieser Stelle gibt es allerdings kein „richtig“ oder „falsch“. Jede*r Veranstalter*in kann unabhängig ein aussagekräftiges Zahlenformat bestimmen, das wesentliche Emissionen der Veranstaltung verständlich vermittelt. In der Tatenbank könnt ihr euch von Beispielen inspirieren lassen. Das Hay Festival hat sich z. B. für absolute Zahlen entschieden und DGTL hat ihre Emissionen eindrucksvoll visualisiert.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Energieversorgung

Als Eventstrom wird zertifizierter Öko-Strom bezogen.

Der absolute Stromverbrauch einer Veranstaltung ist eine aussagekräftige Umweltkennzahl. Die Dokumentation der Stromverbräuche wird daher im besten Fall schon in der Planung einer Veranstaltung mitgedacht. Wenn Veranstaltungsstrom von externen Dienstleister*innen bezogen wird, können unterschiedliche Stromzähler installiert werden, die zwar vor allem für die Abrechnung benötigt werden, aber auch darauf hinweisen können, welche Aktivitäten einer Veranstaltung energieintensiv waren.  

Neben der Messung und Dokumentation der Stromverbräuche sind natürlich die Bezugsquellen von Strom wichtig: Veranstaltungsstrom sollte nach Möglichkeit von regionalen Öko-Strom-Anbieter*innen bezogen werden. Wenn bspw. mobile Photovoltaikanlagen auf dem Veranstaltungsgelände eingesetzt werden lohnt es sich, die eigene Stromproduktion sichtbar zu machen, wie auf der altonale. Vor allem in Veranstaltungsstätten, in denen die Energieversorgung durch die vorhandene Infrastruktur gewährleistet ist und somit kein Einfluss über die Stromanbieter*innen besteht, ist es sinnvoll mit den Betreiber*innen vorher abzuklären, ob z. B. eine besonders energiesparende Beleuchtung zur Verringerung des Stromverbrauchs beiträgt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Mobilität & Transport

Es werden Maßnahmen ergriffen, um mobilitätsbezogene Emissionen der indirekten Veranstaltungsaktivitäten zu reduzieren.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

An- und Abreise der Besuchenden: Klimaschutzmaßnahmen

Veranstaltungsgästen wird der Zugang zu Live-Streams oder Videoaufzeichnung der Veranstaltung angeboten, um eine präsenzlose Teilnahme zu ermöglichen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Einsatz technischer Geräte

(Veranstaltungs-)Technik wird während der Veranstaltung ressourcenschonend eingesetzt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Klimawirkung der Veranstaltung

Nicht vermeidbare Emissionen der Veranstaltung werden kompensiert. Der Kompensationserfolg wird extern geprüft.

Die wichtigste Maßnahme, um dem Klimawandel entgegenzuwirken ist es, erst gar keine Treibhausgasemissionen zu produzieren. Dieses Ziel kann allerdings in der Planung der meisten Veranstaltungen nicht sofort umgesetzt werden und ein Teil der Emissionen kann unter Umständen auch gar nicht vermieden werden. In diesem Fall ist es möglich, Geld in Projekte zu investieren, als Senken (d.h. als natürliche Speicher) für Treibhausgase schaffen, um die Emissionen auszugleichen. Es gibt Unternehmen, die sich auf Klimaneutralität im Veranstaltungsbereich spezialisiert haben, Beratung anbieten und sogar eigene Kompensationsprojekte entwickeln. Für den Fall, dass du als Veranstalter*in die Emissionen gut einschätzen kannst, ist es auch möglich selbstständig nach lokalen Kompensationsprojekten zu suchen, die du unterstützen möchtest. Das Gütesiegel Gold Standard bietet darüber hinaus eine umfangreiche Datenbank zu Projekten weltweit aus dem Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz und zertifiziert wirkungsvolle Kompensationsprojekte. Die Verwaltungsbehörden der Freien Hansestadt Hamburg kompensieren ihre Flugreisen z. B. über das Projekt MoorFutures und unterstützen damit die Wiedervernässung von Mooren in Norddeutschland.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Energieversorgung

Strombedarfe von Verbrauchern (Bühne, Gastrostände, etc.) werden vorab eruiert und die Anschlüsse und Mengen entsprechend bereitgestellt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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