Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Verpackungsabfall: Gastronomie

Es werden Maßnahmen beim Speisen- und Getränkeangebot ergriffen, um Abfall durch Geschirr und Verpackungen zu reduzieren.

Selbst wenn Einweggeschirr auf Veranstaltungen aus Pappe oder kompostierbaren Kunststoffen hergestellt worden ist, wird der damit entstandene Abfall normalerweise im Restmüll entsorgt. Durch die Speisereste, die z.B. an Pappe kleben bleiben – wie in einem Pizzakarton – lässt sich das Material nicht mehr sortieren und auch nicht mehr gut recyceln.

Anstatt klassischem Plastikgeschirr haben viele Standbetreiber*innen auf kompostierbare Kunststoffe umgestellt. Prinzipiell ist die Kompostierung von biologisch abbaubarem Plastik möglich, dauert aber länger als bei herkömmlichen Bioabfall. In den meisten Kompostierungsanlagen wird das Einweggeschirr daher nach der regulären Kompostierungszeit abgesiebt und (ebenfalls) als Restabfall verbrannt.

Hersteller*innen von kompostierbaren Gefäßen und Besteck empfehlen deshalb am ehesten, den Abfall über die Wertstoffsammlung, d.h. über den „gelben Sack“ zu entsorgen. Aber auch hier sorgen die Speisereste dafür, dass das Material nicht mehr gut sortiert und recycelt werden kann und dann am ehesten in der thermischen Verwertung landet, d.h. verbrannt wird.

Vor allem mit dem erhöhten Infektionsschutz auf Veranstaltungen wird der Einsatz von Einweggeschirr attraktiv. Im Grundsatz bleibt aber das Prinzip nach wie vor, dass jeder Abfall, der nicht unbedingt notwendig wird, vermieden werden sollte.

Das ist leicht zu realisieren, wenn Schälchen, in denen Lebensmittel ausgegeben werden essbar sind.

Es gibt auch kompostierbares Einweggeschirr, das zwar grundsätzlich kompostierbar ist, aber häufig in den vorhandenen Müllverwertungsanlagen aufgrund anhaftender Speisereste oder wegen der verlängerten Kompostierungsdauer nicht recycelt werden kann und letztlich verbrannt wird. Die gleiche Herausforderung bei der Verwertung trifft auf Teller und Besteck aus Karton zu.

Das bedeutet für Veranstalter*innen, dass die Verwertung der ausgegebenen Materialien in jedem Fall mitgedacht werden sollte, bevor sie beschafft werden. Daher gibt es auch Einweg-Systeme, die die Entsorgung gleich “mitliefern”, wie Ökodishes.

Die ETH Zürich hat sich hier unterschiedliche Materialien näher angeschaut. Das Ergebnis der Recherche ist, dass unter den Einwegmaterialien unbeschichteter Karton in der Ökobilanz die beste Wahl ist. Wenn der Karton auch zur Ausgabe von Flüssigkeiten geeignet sein soll, dann sollte die Beschichtung aus Stärke (PLA) sein. Im Vergleich zu mehrfach eingesetztem Geschirr schneiden Einwegmaterialien in ihrer Ökobilanz trotzdem schlechter ab.

Auf den Seiten 11 bis 18 werden beinahe alle relevanten Verpackungsmaterialien, die potentiell für Veranstalter*innen infrage kommen, verglichen. Sobald das „Wunschmaterial“ für die Ausgabe von Lebensmittel feststeht, lohnt es sich einen Blick in die Tabelle zu werfen, um die dazu passende Bewertung des Materials nachzuschauen.

Mehrwegsysteme wie ReCup sind auch unter Corona-Bedingungen einsetzbar und eine sinnvolle Lösung. Der benutzte Kaffeebecher kann verschmutzt und kontaktlos z.B. über einen Behälter vor der Theke zurückgegeben werden, sodass ein neuer mit dem Heißgetränk ausgegeben werden kann.

Essbares Geschirr ist vermutlich einer der spannendsten Wege, um Abfall durch Verpackungsmüll zu vermeiden. Waffeln, in der Eiskugeln ausgegeben werden, werden ja bereits nahezu in jedem Eisladen angeboten. In anderen Formen sind Waffeln auch für anderes Fastfood geeignet.  

Tutaka hat darüber hinaus essbares Geschirr und Besteck mit ausführlichen Beschreibungen zusammengestellt: https://tutaka.com/marktplatz/gastronomie/. Darunter finden sich essbare Löffel mit unterschiedlichen Geschmäckern, Teller und Besteck aus Weizenkleie und essbare Schalen, die im Geschmack Brot ähneln.   

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Konsumverhalten: Gastronomie

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln zu fördern.

Viele Festivals machen es vor und bieten auf ihren Veranstaltungen nur noch vegetarische bzw. vegane Produkte an, um so den nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln zu fördern. Dazu gehören z.B. das Way out Festival in Göteborg, und auch das Melt! Festival fordert von gastronomischen Ständen vor allem vegetarische und vegane Speisen! 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Emissionsarme Zubereitung - Freiraum: Gastronomie

Die Zubereitung und Kühlung von Speisen und Getränken erfolgt emissionsarm.

Von der Herstellung, über die Nutzung bis zur Entsorgung eines Kühlschranks entstehen die meisten Umweltauswirkungen während der Nutzung durch den Stromverbrauch des Geräts. Das Öko-Institut in Freiburg hat in der Kampagne EcoTopTen unterschiedliche Kühlgeräte für den Einsatz in der Gastronomie oder im Einzelhandel in ihrer Ökobilanz verglichen und die Ergebnisse auf dieser Website zusammengetragen: https://www.ecotopten.de/professioneller-einkauf/kuehl-und-gefriergeraete 

Generell ist ein Kühlgerät stromsparender, wenn das Gerät eine geschlossene Tür hat und eine hohe Energieeffizienzklasse hat. Zudem ist es sinnvoll, auf den Einsatz eines klimafreundlichen Kältemittels zu achten wie R290, R600a oder R744, um andere Umweltauswirkungen des Geräts gering zu halten.  

Im Veranstaltungsbetrieb kann es schwierig sein, immer auf das Schließen eines Kühlgeräts zu achten. Das Öko-Institut bewertet aus diesem Grund positiv an Kühlgeräten, wenn diese ein akustisches oder visuelles Warnsignal geben, sobald die Temperatur zu hoch ist oder die Tür zu lang geöffnet ist. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Catering: Gastronomie

Bei der Zusammenstellung des Lebensmittelangebots werden kulturelle Aspekte und Verträglichkeiten berücksichtigt.

  • Glutenhaltiges Getreide (z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel sowie daraus hergestellte Erzeugnisse) 
  • Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse 
    Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose) 
  • Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamia- oder Queenslandnüsse sowie daraus gewonnene Erzeugnisse) 
  • Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Schwefeldioxid und Sulphite 
  • Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse  

Nicht nur Lebensmittelunverträglichkeiten haben einen Einfluss darauf, was Menschen auf Veranstaltungen essen können und wollen. Auch Religionszugehörigkeit kann mit Lebensmittelvorschriften zusammenhängen genauso wie persönliche Lebensstile wie ein vegetarisches Essverhalten. Auf Varianten am Rand des Spektrums einzugehen wie bspw. Rohkostveganismus oder besondere Diäten, kann herausfordernd sein und muss im Einzelfall von Veranstalter*innen anhand des vorhandenen Budgets abgewogen werden. Nichtsdestotrotz kann das Veranstaltungscatering so vielseitig passend und nachhaltig gestaltet sein, dass die Mehrheit der Gäste angesprochen wird. Wenn es möglich ist und es die Größe der Veranstaltung anbietet, können Essgewohnheiten bei Gästen abgefragt werden. Dann können aktiv passende Lebensmittelangebote geschaffen und gleichzeitig Reste minimiert werden. 

 

FLEISCH UND FISCH 

In vielen Religionen sind Fleischsorten von bestimmten Tierarten nicht oder nur aus bestimmten Schlachtungen erlaubt, genauso wie Fisch und Meeresfrüchte nur teilweise oder gar nicht erlaubt sein können. Ein vegetarisches oder veganes Catering hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen ist es umweltverträglicher, auf tierische Lebensmittel zu verzichten, und zum anderen muss man bei der Zubereitung und Auswahl pflanzlicher Speisen weniger in Bezug auf soziokulturelle Aspekte beachten. Gemüse und Obstsorten sind in nahezu allen Religionen und Diäten erlaubt. Vorsicht ist geboten bei tierischen Zusätzen wie Gelatine, die nicht vegetarisch sind, aber in „vegetarisch“ scheinenden Produkten verarbeitet sind – wie z.B. in geklärten Fruchtsäften! 

  

ZUBEREITUNGSWEISEN  

Mit der Einhaltung von religiösen Essensvorschriften gehen häufig auch verpflichtende Zubereitungsweisen einher. Hier kommt es ganz darauf an, wie das Publikum der Veranstaltung zusammengesetzt ist und wie die Lebensmittelversorgung insgesamt gestaltet wird: Je unterschiedlicher die Caterer sind, die in Foodtrucks oder Buffetts sowieso Unterschiedliches anbieten, je eher lohnt es sich für Veranstalter*innen bei gewisser Nachfrage z.B. auch streng koschere oder halal Lebensmittel bei Caterern anzufragen.  

  

ALKOHOL  

Der Konsum von Alkohol spielt auf vielen Veranstaltungen eine große Rolle, aber ist in manchen Diäten oder Religionen nicht erlaubt. Gibt es genügend nicht alkoholische Getränke im Angebot? Wird auf Zubereitungsweisen verzichtet, in denen mit Alkohol gekocht wird? 

  

MILCHPRODUKTE UND LAKTOSE 

Obwohl Milchprodukte grundsätzlich in vielen Ernährungsweisen erlaubt sind, ist Laktoseintoleranz eine Lebensmittelunverträglichkeit, die es sich lohnt einzuplanen, da viele Veranstaltungsgäste davon betroffen sein können.  

  

KENNZEICHNUNG 

Lebensmittel und Zutaten zu kennzeichnen, ermöglicht, dass Veranstaltungsgäste gut darüber informiert werden, was sie essen können und was nicht. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Lebensmittelabfälle: Gastronomie

Lebensmittelabfälle werden vermieden.

Lebensmittelreste können bereits durch gute Planung vermieden werden, wenn z.B. die Essgewohnheiten der Gäste vorab abgefragt werden oder statt des „Sicherheitszuschlag“ von meistens 30% ein deutlich geringer Zuschlag im Einkauf eingeplant wird.  

Für den Fall, dass voraussichtlich doch Lebensmittelreste anfallen werden, lohnt es sich, im Voraus mit lokalen Initiativen zu sprechen, die Lebensmittel weiterverwenden können. Es gibt eine lokale Foodsharing Gruppe in Hamburg, in der noch genießbare Lebensmittel an Interessierte weitergegeben oder in sog. „Fairteilern“ an geschützten Orten in der Stadt zum Mitnehmen platziert werden. Für Gastronomiebetriebe, die regelmäßig Lebensmittel übrighaben, gibt es die Möglichkeit, sich in der App „Too Good To Go“ zu registrieren und Gerichte und Lebensmittel dort zur Abgabe zu inserieren.

Es ist zudem möglich, mit Organisationen zu sprechen, die gemeinnützig Lebensmittel an Menschen weitergeben wie z.B. Tafeln. Jedoch ist es empfehlenswert, im Voraus vorhandene Bedarfe abzusprechen, um keine Lebensmittel zu spenden, die womöglich nicht gebraucht werden. Rechtlich ist bei der Weitergabe von Lebensmitteln als Spende – genauso wie im Verkauf – vor allem auf die Einhaltung der Hygienevorschriften zu achten. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Catering: Gastronomie

Speisen und Getränke werden unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten eingekauft.

Für die Getränkeversorgung einer Veranstaltung ist es möglich, ausschließlich Biere, Limonaden und Co. zu verkaufen, die direkt aus Hamburg kommen! Lokale Getränke aus Hamburg gibt es u.a. hier verlinkt. Darunter Wermut, Cider, Bier(e), Vodka, Gin, Mineralwasser, Limonaden, Cola, Mate und Co. Hier geht es zu einer Liste mit lokalen alkoholfreien Alternativen!

Saisonkalender sind ein hilfreiches Instrument, um nachzusehen, welche Gemüse- und Obstsorten regional verfügbar sind, ohne dass in ihrer Produktion vermeidbare Emissionen durch Kühlung und Transport entstehen. An dieser Stelle gibt es einen Saisonkalender, der regelmäßig aktualisiert wird: https://utopia.de/ratgeber/saisonkalender-fuer-gemuese-obst/

Die jahreszeitlich vorbestimmten Temperaturen und Niederschläge geben vor, welche Obst- und Gemüsesorten wann angebaut und geerntet werden können. Am besten ist es, regional Produkte der Saison zu kaufen, die im Freiland angebaut werden. Nach der Erntesaison gibt es zudem Produkte, die kühl eingelagert werden können und dann noch eine gewisse Zeit zur Verfügung stehen. Wenn Lebensmittel allerdings zu lang eingelagert werden, dann übersteigt der Energiebedarf der Kühlung die Emissionen, die bei importierter Ware entstehen würden. Dass Lebensmittel aus einem Kühlhaus bereitgestellt werden, ist in vielen Saisonkalender gekennzeichnet.  

Es gibt auch Kulturen, die in Gewächshäusern gezogen werden. Die Initiative Global 2000 schreibt in einem Onlineartikel, dass Obst und Gemüse aus Gewächshäusern oder unter Folientunneln als saisonal gelten, wenn keine zusätzliche Energie z.B. zur Beheizung eingesetzt werden muss. 

Eine einheitliche Definition für den Begriff „regional“ gibt es nicht. Häufig werden Regionen anhand eines landschaftlich einheitlichen Gebiets und/oder anhand von administrativen Grenzen festgelegt. Bei Produkten wie Obst und Gemüse sollte für Konsument*innen klar identifizierbar sein, von woher sie stammen, wenn sie als regional bezeichnet werden. Bei verarbeiteten Produkten mit teilweise komplexen Produktionswegen zählt auch, ob die Vorprodukte aus einem eindeutig benennbaren geographischen Gebiet kommen. Für weitere Informationen zum Begriff Regionalität hat der Bundestag eine kleine wissenschaftliche Ausarbeitung in Auftrag gegeben.  

Die Metropolregion Hamburg kann als wirtschaftlich bedeutende Region verstanden werden, die sich in einem Umkreis von 100 Kilometern um die Freie und Hansestadt Hamburg erstreckt. 

Für die Versorgung einer Veranstaltung mit regionalen Lebensmitteln und Dienstleistungen wie Caterern sowie Blumenschmuck gibt es folgende Anlaufstellen.  

Die Regionalwert AG Hamburg ist eine Aktiengesellschaft, die in regionale Betriebe investiert und die Partnerbetriebe dann zu sozialen und ökologischen Standards verpflichtet. Unter den Partnerbetrieben sind Bauernhöfe, Direktvermarkter*innen, Lebensmittelhändler*innen, Lebensmittelhandwerker*innen und Dienstleister*innen wie z.B. Caterer. „Region“ bedeutet hier Metropolregion Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins.   

Diese Initiative ist ein Zusammenschluss aus Gärtner*innen, Florist*innen und Fachhändler*innen, die sich in Norddeutschland für die Erhaltung regionaler Blumen- und Zierpflanzenproduktion einsetzen.  

Eine hilfreiche Anlaufstelle für regionale Dienstleister*innen bietet die UmweltPartnerschaft Hamburg. Zu diesem Netzwerk zählen Betriebe, die sich selbst zu betrieblichem Umweltschutz verpflichtet haben und ihren Unternehmenssitz in Hamburg haben.  

Die Initiative Öko-Regionalinitiative Nord e.V. ist ein Netzwerk aus Landwirt*innen, die Lebensmittel ökologisch produzieren. 

Eine Initiative aus Landwirt*innen, Gärtner*innen, Lebensmittelhandwerker*innen, -vermarkter*innen, Köch*innen und Gastronomen, die sich für die Herstellung und Verarbeitung hochwertiger regionaler Lebensmittel einsetzen. 

Es gibt unterschiedliche Kategorien, um zu bewerten, ob ein Lebensmittel nachhaltig ist oder nicht. Die Anzahl unterschiedlicher Siegel für die Umwelt- und Sozialverträglichkeit von Lebensmitteln bildet diese Vielfalt möglicher Kriterien für nachhaltigen Konsum ab. Es ist nicht immer möglich “auf alles” zu achten, sodass in vielen Fällen auch bei der Wahl des Caterings zwischen unterschiedlichen Aspekten abgewogen werden muss. 

Klar ist: Ökologisch am wirkungsvollsten zur Reduktion von Treibhausgasen einer Veranstaltung ist der Verzicht auf tierische Lebensmittel. Ob regional und/oder biologisch produzierte Lebensmittel für eine Veranstaltung “besser” sind, hängt stark von der Jahreszeit, von den Anbaupraktiken der Landwirt*innen und vom Transport der Lebensmittel ab.   

Lebensmittel, die ökologisch produziert wurden, gelten als umweltverträglicher als solche, die in konventioneller Landwirtschaft hergestellt wurden. Wenn allerdings eine lokale Produzentin aufgrund innovativer Anbaupraktiken Kooperationspartner*in einer Veranstaltung ist, ihr Betrieb aber z.B. nicht bio-zertifiziert ist, ist es legitim im Rahmen der Veranstaltungsorganisation lokales (und saisonales) Catering zu priorisieren.   

Einen knackigen Vergleich ökologischer und regionaler (konventioneller) Landwirtschaft hat das Wissenschaftsmagazin Quarks in dem folgenden Blogbeitrag gemacht. Das Fazit: Im Zweifel regional und saisonal kaufen, anstatt “Bio”.  

Wenn das Catering einer Veranstaltung nicht ausschließlich vegan sein soll, können tierische Produkte trotzdem aus artgerechter Tierhaltung beschafft werden. Auf die Beschaffung von kritischen Lebensmitteln (z.B. Produkte von bedrohten Tierarten) sollte allerdings in jedem Fall verzichtet werden. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Reinigung: Gastronomie

Spülmobile und Spülmaschinen werden mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln betrieben und sind an feste Abwassersysteme angeschlossen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Catering: Gastronomie

Die unbedenkliche, artgerechte Herkunft von angebotenen tierischen Produkten, wie Fleisch und Fisch, kann garantiert werden.

Greenpeace hat einen Einkaufsratgeber für Fischprodukte herausgegeben. In dem Ratgeber werden unterschiedliche Fischarten danach bewertet, ob diese vor dem Hintergrund der weltweiten Überfischung konsumiert werden dürfen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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