Maßnahmen für Nachhaltige Veranstaltungen

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Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Druckprodukte

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Einsatz von Druckprodukten zu reduzieren.

Wenn eine Veranstaltung im digitalen Raum stattfindet, dann ist es sinnvoll, wenn auch das Gästemanagement digital abläuft. Und auch für Veranstaltungen, die vor Ort stattfinden, spart eine Software zur potentiellen Kontaktrückverfolgung zeitliche und organisatorische Ressourcen.

Das digitalisierte Teilnehmendenmanagement sorgt für den einfachen Überblick, wer wann vor Ort ist. Zudem wird die Löschung personenbezogener Daten erleichtert, ohne Ordner mit Dokumenten vernichten zu müssen. Darüber hinaus ist die Weitergabe von Informationen zum Veranstaltungsablauf, zu Infektionsschutzmaßnahmen und die Absage einer Veranstaltung leichter an registrierte Gäste zu kommunizieren, als wenn sie anonym Tickets erworben haben.

Hygiene Ranger ist eine App, die die Gästeerfassung datenschutzkonform unterstützen kann.

In der Tatenbank sind unter „Ticketing“ Anbieter*innen von umweltschonenden und/oder lokalen Ticketlösungen und Softwares zum Teilnehmendenmanagement zusammengestellt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Für die Veranstaltung beschaffte Banner und Planen werden ressourcenschonend hergestellt und können wiederverwendet werden.

Bei der Auswahl von Druckereien und der Gestaltung eurer Banner sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Bezieht die Druckerei Ökostrom? 
  • Kompensiert die Druckerei unvermeidbare Treibhausgasemissionen? 
  • Ist die Druckerei nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Wird PVC-freies Material für die Banner verwendet? 
  • Kann das Material der Banner recycelt werden? 
  • Werden lösungsmittelfreie Farben eingesetzt? 
  • Wird der Einsatz von Lösungsmitteln im Druckprozess reduziert? 
  • Sind die Druckfarben vegan und auf Pflanzenölbasis? 
  • Sind die Druckfarben frei von Schwermetallen?  
  • Handelt es sich um eine regionale Druckerei oder werden die Banner klimaneutral per Post versendet? 
  • Ist das Banner so designt, dass es mehrjährig verwendet werden kann? 
  • Habt ihr den Bedarf an Bannern so kalkuliert, dass ihr nicht mehr Banner bestellt als ihr zur Ausstattung des Veranstaltungsgeländes benötigt? 

Mehrjährig verwendbare Banner klingen ja in der Theorie ganz sinnvoll, aber praktisch gibt es auf Festivals oder Konzerten häufig Informationen, die unbedingt kommuniziert werden müssen, die aber auch nur in einem bestimmten Jahr genau so gültig sind. BagUp ist Kooperationspartner des FKP Scorpio und upcycelt alte Festivalplanen zu Taschen. Die Taschen werden von gesellschaftlich benachteiligten Menschen genäht.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Die Ausstattung (Möbel, Geschirr, Veranstaltungstechnik, Tischdecken etc.) wird nach Nachhaltigkeitsaspekten beschafft.

Für die öffentliche Hand hat sich die Hansestadt Hamburg bereits dazu entschlossen, umweltverträglich zu beschaffen. Grundlage ist § 3 b Hamburgisches Vergabegesetz (HmbVgG). Die Vergabekriterien sind im „Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung der Freien und Hansestadt Hamburg“ – im sog. Umweltleitfaden – praxisnah beschrieben und anhand verschiedener Produktgruppen konkretisiert worden. Der Leitfaden ist unter dem folgenden Link abrufbar: https://www.hamburg.de/umweltvertraegliche-beschaffung/. Veranstalter*innen, die über öffentliche Ausschreibungen beschaffen müssen, finden hier Formulierungshilfen. Der Leitfaden enthält zudem eine Negativliste mit Produkten, die die Hansestadt nicht mehr kauft.  

Das Umweltbundesamt stellt auf der Website www.beschaffung-info.de ein umfangreiches Informationsportal zur umweltverträglichen Beschaffung zur Verfügung. Die Autor*innen betonen, dass das Ziel, umweltverträglich zu beschaffen, klar und verbindlich formuliert werden muss, sodass es bei jeder Entscheidung, Produkte neu zu beschaffen, einbezogen werden kann. Unter „Lebenszykluskostenanalysen“ stehen im Infoportal des Umweltbundesamtes Vorlagen zur Verfügung, mit denen unterschiedliche Produkte im Hinblick auf die gesamte Nutzungsdauer in ihren Kosten verglichen werden können. Denn: Häufig spricht das Argument der zu hohen Anschaffungskosten gegen ein Produkt, das aber unter Umständen durch eine verlängerte Nutzungsdauer langfristig kostengünstiger ist. 

Auf der Website Siegelklarheit werden Produktsiegel bzgl. ihrer angewendeten Nachhaltigkeitskriterien verglichen und bewertet. Das Informationsportal ist gefördert von der Bundesregierung und im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aufgesetzt worden. Es werden Siegel in den folgenden Produktgruppen verglichen: Textilien, Papier, Laptops und Co., Holz, Lebensmittel, Wasch- und Reinigungsmittel, Natursteine, Leder und Mobiltelefone. 

Es gibt unterschiedliche Siegel, die auch im Veranstaltungskontext angewendet werden können. Grundsätzlich gilt, dass nicht jedes Siegel einen hohen Nachhaltigkeitsanspruch hat. Im Zweifel gilt allerdings auch, dass ein Produkt mit einem Siegel eher umweltfreundlicher oder sozial verträglicher hergestellt worden ist als ein vergleichbares Produkt der gleichen Produktgruppe ohne Siegel. 

Im Messebereich ist das Leihen von Mobiliar, Geschirr und Pflanzen gängig, um Veranstaltungen zu organisieren und auszustatten. Auch aus Perspektive der Umweltverträglichkeit ist das Leihen von Veranstaltungsequipment, das nur über einen bestimmten Zeitraum benötigt wird, besser, als Material zu kaufen, das ggf. nicht direkt wiederverwendet wird und über viel längere Zeiträume eingelagert werden muss. 

Dabei sollten lokale oder regionale Ausstatter bevorzugt werden. (Hier eine Auswahl in Hamburg.) Der Transport von Materialien zum Veranstaltungsort ist nämlich eine Quelle an Treibhausgasemissionen, die berücksichtigt werden sollte, wenn es um die Ökobilanz aller Veranstaltungsaktivitäten geht. 

Herkömmliche Kunststoffe aus Erdöl haben in Sachen Nachhaltigkeit einen schlechten Ruf, daher werden immer mehr Produkte aus “Bioplastik” angeboten. (Der Marktanteil weltweit beträgt jedoch nur ca. 1%.) Der Begriff wird unterschiedlich ausgelegt: Häufig werden Kunststoffe als Biokunststoff, Bioplastik oder bio-basierter Kunststoff bezeichnet, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe produziert werden. Eine biologische Abbaubarkeit muss nicht unbedingt gegeben sein. Eine andere Definition bezieht sich gerade auf die biologische Abbaubarkeit, aber nicht auf die Rohstoffe – d.h. auch Kunststoffe aus Erdöl können als “Bioplastik” bezeichnet werden, wenn sie biologisch abbaubar sind. Demnach kann ein Biokunststoff biobasiert und gleichzeitig biologisch abbaubar, biobasiert und nicht biologisch abbaubar oder aber erdölbasiert und biologisch abbaubar sein.

Der am häufigsten verwendete Biokunststoff ist PLA (kurz für Polylactid), also Milchsäure. Dieser Stoff wird aus Stärke gewonnen und basiert auf nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr, Mais oder Kartoffeln. Doch auch „nachwachsende Rohstoffe“ sind keine unbegrenzt vorhandene Ressource: ihre Erzeugung verbraucht Böden, Dünger und häufig Pestizide. Es besteht die Gefahr, dass nachwachsende Rohstoffe in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelherstellung treten. Zudem ist eine beträchtliche Menge an Energie notwendig, um Bioplastikprodukte herzustellen. Diese geht genauso wie bei der Verbrennung auch bei der Verrottung vollständig „verloren“.

Der BUND bemängelt außerdem, die Vorstellung, man könne Bioplastik einfach wegwerfen, weil es ja verrotten würde, fördere die Wegwerfkultur. Dabei zersetzen sich biologisch abbaubare Kunststoffe jedoch nur unter optimalen Bedingungen – das heißt bei der richtigen Temperatur und entsprechender Rottezeit. Diese ist weder im Kompostierwerk noch in der Natur gegeben. Darüber hinaus können aufgrund ihrer chemischen Struktur nicht alle Biokunststoffe recycelt werden. In der Praxis werden sie deshalb aussortiert und landen letzendlich im Restmüll.

Kann es also überhaupt wirklich nachhaltigen Biokunststoff geben? Das Umweltbundesamt schreibt, dass ein wirklich nachhaltiger Biokunststoff folgende Eigenschaften aufweisen müsste, um herkömmlichen Kunststoffen nachweislich ökologisch überlegen zu sein:

  • Die Rohstoffe müssen aus nachhaltiger, ökologischer Landwirtschaft stammen
  • Es sollten vermehrt Reststoffe aus der landwirtschaftlichen und Nahrungsmittelproduktion eingesetzt werden
  • Die Produkte sollten mehrfach verwendbar sein
  • Am Ende des Produktlebenszyklus sollte eine hochwertige stoffliche oder energetische Verwertung stattfinden

Das Umweltbundesamt resümiert, dass Bioplastik nicht nachhaltiger ist als herkömmlicher Kunststoff. Die Umweltauswirkungen sind nicht wesentlich besser, sondern verschoben: “Während konventionelle fossilbasierte Kunststoffe mehr klimawirksames CO2 freisetzen, äußert sich der ökologische Fußabdruck biobasierter Kunststoffe in einem höheren Versauerungs- und Eutrophierungspotential sowie einem gewissen Flächenbedarf.” Deshalb sollte bei der Beschaffung immer geprüft werden, ob es nicht Alternativen aus nachhaltigeren Materialien als Kunststoff gibt. Zudem sollten Mehrwegprodukte Einwegprodukten immer vorgezogen werden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Holzmaterial für fliegende Bauten am Veranstaltungsort ist ressourcenschonend in zertifizierter Forstwirtschaft produziert und wird sparsam eingesetzt.

Greenpeace Schweiz hat einen Ratgeber zum Thema Holz herausgegeben. Dort werden unterschiedliche Holzarten danach bewertet, ob diese grundsätzlich aus ökologischen (und sozialen) Gesichtspunkten verwendet werden sollten.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Abfallkonzept

Für die Veranstaltung gibt es ein Abfallkonzept.

Die Abfallhierarchie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz angelegt und fördert den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. An erster Stelle der Abfallhierarchie steht, dass Abfälle vermieden werden sollen. Daher ist es sinnvoll, bereits in der Veranstaltungsplanung abfallintensive Aktivitäten wenn möglich zu vermeiden. Dies kann durch eine Reduktion der eingesetzten Materialien geschehen (z.B. Fingerfood servieren, um auf Verpackungen und/oder Einweggeschirr zu verzichten oder die Anzahl an gedruckten Flyern zu reduzieren) oder durch den Einsatz von mehrfach wiederverwendbaren Materialien (wie z.B. Mehrweggeschirr oder mehrjährig einsetzbaren Banner).

Die Abfälle, die unvermeidbar sind, sollten im besten Fall recycelt oder kompostiert werden können. Dafür müssen z.B. Altpapier, Verpackungsabfälle und Bioabfälle möglichst sortenrein getrennt werden. Der Entsorgungspartner kann schon bei der Veranstaltungsplanung konsultiert werden, um das Abfallmanagement zu optimieren.

Abfallverwertung kann nur funktionieren, wenn Abfälle gut getrennt werden. Um die Abfalltrennung zu gewährleisten, hat sich bewährt, Abfallstationen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände gut erreichbar und in ausreichender Menge aufzustellen. Die Abfallstationen können Informationen zu den klassisch anfallenden Fraktionen bieten, um die Fehlwurfquote zu reduzieren.

Die Fehlwurfquote ist ein Indikator, mit dem die Qualität des gesammelten Abfalls ermittelt werden kann. Der lokale Abfallentsorger oder private Abfallentsorgungsunternehmen sind die wichtigsten Ansprechpartner bei der Planung des Abfallmanagements einer Veranstaltung.

Cradle to Cradle steht für ein Kreislaufkonzept, in dem es keinen Abfall gibt. Produkte werden so designt, dass bereits vor der Produktion klar ist, was aus dem Produkt werden wird, wenn es entsorgt wird. Dabei können Produkte entweder in einem technischen oder in einem ökologischen Kreislauf geführt werden. Alle Produkte, die ökologisch abbaubar sind und keine gesundheitsschädigenden Chemikalien im Abbauprozess freisetzen, werden im ökologischen Kreislauf geführt. Alle Produkte, die nicht abbaubare Elemente enthalten wie Metalle oder Kunststoffe, werden in technischen Kreisläufen gehalten. Der Einsatz von Kunststoff wird bei Cradle to Cradle nicht vermieden, sondern gefördert, wenn die eingesetzten Kunststoffe frei von gesundheitsschädigenden Chemikalien sind. Produkte können nach dem Cradle to Cradle Konzept zertifiziert werden.  

Es gibt einige Cradle to Cradle zertifizierte Produkte, die im Veranstaltungskontext verwendet werden können. Es gibt schadstoffabsorbierende Teppiche und Wandfarben für den Messebau, Klopapier, Reinigungsmittel für das Aufräumen nach der Veranstaltung, Bücher oder Trinkflaschen als Gastgeschenke, und z.B. sind Kleidungsstücke von Trigema zertifiziert!  

Entsorgt werden wiederverwendbare Produkte am besten über die Hersteller*in, um sicherzustellen, dass die Materialien vollständig im Kreislauf geführt werden können. Die meisten Verpackungsmaterialien, die nach Cradle to Cradle Prinzipien hergestellt worden sind, werden ansonsten als Papier, im dualen System oder im ungünstigsten Fall als Restmüll entsorgt. Im Bioabfall können Cradle to Cradle Verpackungen meistens nicht entsorgt werden, da die Kompostierung der Verpackung länger dauert als es in vielen Abfallverwertungsanlagen vorgesehen ist. 

Zigarettenfilter werden nach dem Rauchen häufig auf der Straße anstatt im Mülleimer entsorgt und zumindest von rauchenden Veranstaltungsbesucher*innen nicht unbedingt als störend wahrgenommen. Anders ist das für Nicht-Raucher*innen; sie empfinden den Abfall durch Zigaretten eher als unangenehm. Weitere Informationen zur Wahrnehmung von Zigaretten und Co. dazu hat eine niederländische Initiative in ihrem Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen zusammengetragen.

Zigarettenfilter aus Cellulose-Acetat stellen zudem ein ökologisches Problem dar. Diese sind nur schlecht biologisch abbaubar, angereichert mit giftigen und umweltschädlichen Stoffen können sie Wasser und Boden verunreinigen, und Vögel können die Zigaretten mit echter Nahrung verwechseln. Um die negativen Umweltauswirkungen gering zu halten, ist es daher sinnvoll, Zigarettenstummel im Rahmen von Veranstaltungsaktivitäten zu sammeln und so die Verwertung zu ermöglichen.  

Auf dem Veranstaltungsgelände sollten genügend Möglichkeiten bereitstehen, um Zigaretten zu entsorgen. Darüber hinaus können interaktive und witzige Installationen, an denen z.B. sichtbar gemacht werden kann, wie viele Zigaretten bereits gesammelt wurden, umgesetzt und in das Kommunikationskonzept der Veranstaltung eingebunden werden. Des Weiteren gibt es tragbare Aschenbecher, die Besucher*innen in der Hosentasche mitnehmen können und so ihre Zigaretten entsorgen können. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Kleidung

Merchandise, Arbeitskleidung und Team-Shirts werden nachhaltig produziert.

Textilien für Merchandise oder Teambekleidung scheinen zwar in vielen Fällen kostengünstig zu sein, die Produktion von besonders günstigen Produkten ist allerdings häufig umweltschädlich und missachtet Sozialstandards. Bei der Beschaffung von Textilien ist es aus diesem Grund sinnvoll, auf Umwelt- und Sozialstandards (wie Fairtrade, GOTS, Blauer Engel, bluesign, Grüner Knopf, IVN oder OekoTex Made in Green) zu achten. Siegel können einen Hinweis darauf geben, ob Textilien mit umweltverträglichen Farbstoffen gefärbt wurden und die Materialien z.B. recycelt werden können. Zudem wird bei der Herstellung von Textilien in fairem Handel darauf geachtet, dass Mitarbeiter*innen in den Betrieben weltweit gerecht bezahlt werden. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Druckprodukte

Für die Veranstaltung beschaffte Druckprodukte werden ressourcenschonend hergestellt und sparsam eingesetzt.

  • Bezieht die Druckerei Ökostrom? 
  • Kompensiert die Druckerei unvermeidbare Treibhausgasemissionen? 
  • Ist die Druckerei nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Wird ausschließlich zertifiziertes Recyclingpapier verwendet? 
  • Werden lösungsmittelfreie Farben eingesetzt? 
  • Wird der Einsatz von Lösungsmitteln im Druckprozess reduziert? 
  • Sind die Druckfarben vegan und auf Pflanzenölbasis? 
  • Sind die Druckfarben frei von Schwermetallen?  
  • Ist die Druckerei regional oder werden die Druckprodukte klimaneutral per Post versendet? 
  • Habt ihr für die Veranstaltung euren Bedarf an Druckprodukten angemessen kalkuliert? 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Abfallvermeidung

Es werden Maßnahmen ergriffen, um Verpackungsabfall zu vermeiden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Blumenschmuck wird umweltschonend und sparsam eingesetzt und stammt aus nachhaltiger Produktion.

Blumenschmuck ist dann „nachhaltig“, wenn die Schnittblumen aus ökologischer Produktion stammen, regional oder fair gehandelt wurden und saisonal sind. Fachhändler*innen, die zu regional verfügbaren Zierpflanzen beraten, sind über die Initiative Nordfreun.de ermittelbar. Der Saisonkalender für Schnittblumen ist hier verlinkt.  

Der Einsatz von Blumenschmuck kann in der Veranstaltungsplanung zusätzlich so durchdacht werden, dass auch nur die Orte geschmückt werden, die für Veranstaltungsgäste präsent sind, sodass nicht unnötig Blumen gekauft werden müssen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit Pflanzen für Veranstaltungen im Kübel zu leihen. In der Tatenbank sind Fachhändler*innen verlinkt, die Veranstaltungen mit Pflanzen ausstatten können. 

Eine tabellarische Übersicht saisonaler Schnittblumen hat Die Verbraucher Initiative e.V. erstellt, in der für jeden Monat aufgelistet ist, welche Schnittblumen aus Deutschland aus dem Freiland-Anbau oder aus dem Gewächshaus verfügbar sind.  

Neben der Saisonalität spielt auch die ökologische Produktion der Schnittblumen eine Rolle und dass die Pflanzen z.B. fair gehandelt worden sind. Die Siegel, die für die ökologische Lebensmittelproduktion gelten, werden auch für den Gartenbau verwendet. Für Schnittblumen ist zusätzlich z.B. das Flower Label Program oder das Fairtrade-Siegel ein hilfreiches Siegel, um zu prüfen, dass in der Produktion soziale Standards eingehalten werden. 

Die Regionalinitiative Nordfreun.de (https://nordfreun.de/) ist ein Zusammenschluss aus Gärtner*innen, Florist*innen und Fachhändler*innen, die sich in Norddeutschland für die Erhaltung regionaler Blumen- und Zierpflanzenproduktion einsetzen. Fachhändler*innen beraten, welche Schnittblumen regional, saisonal und aus ökologischer Produktion stammen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Es werden Maßnahmen von den Veranstaltenden ergriffen, um Give-Aways und Werbematerialien ressourcenschonend einzusetzen.

Im Rahmen einer nachhaltigen Veranstaltung sollte auf das Steigenlassen von Luftballons verzichtet werden. Luftballons steigen zwar zunächst in den Himmel auf, sinken allerdings wieder zu Boden, sobald das Helium entwichen ist. In den meisten Fällen landen diese dann als Abfall in der Natur oder in Gewässern, wo sie u.U. von Tieren gefressen werden, die Ballons mit Nahrung verwechseln.  

Kunststoffballons sind wie jede andere Art Plastik ein Problem in der Natur und haben eine negative Umweltwirkung, wenn sie in die Nahrungskette gelangen und sich Schadstoffe in Lebewesen ansammeln. Es gibt zwar Ballons aus abbaubaren Materialien wie Naturkautschuk. Allerdings sind auch kompostierbare Materialien meistens eher schlecht von Mikroorganismen abbaubar und so kann der Abbauprozess in der Natur trotzdem mehrere Jahre dauern.  

Weiterführende Informationen zu Luftballons in der Umwelt hat die Aktionsgemeinschaft Artenschutz zusammengetragen. Jan Andries van Franeker von der Wageningen Universität hat die schädlichen Auswirkungen von Luftballons für die Natur in einem deutschsprachigen Dossier zusammengefasst.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Tagungsmaterialien werden nachhaltig hergestellt (siehe auch „Druckprodukte“) und sparsam verwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Abstandhalter, Bodenmarkierungen, Spuck- und Trennschütze und andere Ausstattung zur Erfüllung der Corona-Auflagen sind ressourcenschonend hergestellt und nach Nachhaltigkeitsaspekten beschafft.

Es gibt Seifen, die ressourcenschonend hergestellt werden, vegan und biologisch abbaubar sind und gleichzeitig die benötigte Reinigungsfunktion umfassend erfüllen. Um Wasser zu sparen, sollten in allen sanitären Einrichtungen wassersparende Hähne eingebaut sein. Desinfektionsmittel werden zur Handhygiene normalerweise nicht zusätzlich benötigt, aber selbst für Desinfektionsmittel gibt es umweltverträgliche Alternativen: Es gibt z.B. Desinfektionsmittel, das auf Basis pflanzlichen Ethanols hergestellt wird.

Um Abstände zwischen Veranstaltungsgästen sicherzustellen, braucht es Abstandsmarken und ggf. weiteres Material. Statt einmalig verwendbaren Materialien wie Absperrband aus Kunststoff, können auch Taue, Kordeln oder biologisch abbaubare Absperrbänder eingesetzt werden. Wenn Abstandsmarken dauerhaft auf dem Boden markiert werden sollen, können vegane Aufkleber beschafft werden, die in nachhaltigen Druckverfahren hergestellt werden. Große Abstandshalter, die als Abstandsmarkierung zwischen Menschen gestellt werden können, können z.B. aus FSC-zertifiziertem Karton hergestellt oder aus natürlichen Dekomaterialien wie z.B. Topfpflanzen bestehen.

FFP2-Masken schützen zwar vor dem SARS-CoV-2 Virus, aber sie sind ein Problem für die Umwelt. Da die Masken für den optimalen Infektionsschutz nur bis zu maximal 8 Stunden getragen werden sollten, entsteht nach Berechnungen des Hamburger Umweltinstituts allein in Deutschland jährlich ein Bedarf von rund zwölf Milliarden Masken. Das entspricht etwa 1,1 Millionen Tonnen zusätzlichen Mülls oder sieben Prozent des anfallenden Hausmülls.

Um diesem Problem zu begegnen, haben Studierende der Leuphana-Universität Lüneburg Mehrwegmasken entwickelt, die biologisch abbaubar sind, und die trotzdem vor dem Coronavirus schützen. Der NDR berichtet hier über das Projekt.

Wer eine nachhaltigere Version der “herkömmlichen” FFP2-Masken sucht, kann diese bei memo bestellen. Die dort angebotenen Masken sind in Italien gefertigt und entsprechen dem vorgeschriebenen EU-Standard EN149:2001+A1:2009. Die Maske ist zwar ein Einmal-Produkt, muss aber nicht nach jedem kurzen Tragen ausgewechselt werden. In der Produktbeschreibung ist nachzulesen, unter welchen Umständen man die Maske ohne Bedenken wiederverwenden kann, und wann sie entsorgt werden sollte.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Die Namensschilder der Gäste werden nach der Veranstaltung eingesammelt und wiederverwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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