Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Klimawirkung der Veranstaltung: Klimaschutzmaßnahmen

Es werden Potentiale ermittelt, wo im Rahmen der Veranstaltung Treibhausgasemissionen eingespart werden können, und als konkrete Reduktionsziele formuliert.

Der WWF und Netzwerkpartner*innen haben in einem Wettbewerb 15 Beispiele international agierender Unternehmen aus der Praxis zusammengetragen, die Klimamanagement entlang ihrer Wertschöpfungskette umgesetzt haben. Veranstalter*innen sind zwar nicht unter den Beispielen aufgelistet, aber die Einführung zu Klimamanagement im Betrieb und den Scope Dimensionen des GHG-Protokolls ist sehr verständlich aufbereitet worden. In der Sammlung werden zudem allgemeine Handlungsempfehlungen gegeben.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Ausstellende & Konzept: Partner*innenverträge

Die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien mit Partner*innen ist vertraglich geregelt.

Der Artist Rider ist Teil des Vertrags zwischen Künstler*innen und Veranstalter*innen, in dem im Rahmen einer ressourcenschonenden Veranstaltung ebenfalls Nachhaltigkeit als Leitbild verankert sein kann. Paradigm Agency (zuvor Coda) und die gemeinnützige Organisation „A Greener Festival“ haben gemeinsam einen Green Artist Rider entwickelt, der als Vorlage genutzt werden kann. Die aktuelle Version des Riders von 2019 ist unter Angabe einer Mailadresse auf der folgenden Website downloadbar: https://www.agreenerfestival.com/green-artist-rider/

Es werden u.a. die Themen Transfer, Bewirtung und Beschaffung von neuem Equipment behandelt. Unter dem folgenden Link findest du Hintergrundinformationen zur Entstehung des Green Artist Riders 

Im deutschsprachigen Raum ist das „Green Touring Network“ Ansprechpartner*in mit Expertise für die Planung und Durchführung nachhaltigerer Touren. 

Bei der Organisation, Programmplanung und (Vorab-)Kommunikation mit Ausstellenden und anderen Partner*innen der Veranstaltung sollte Nachhaltigkeit gleich mitbedacht werden: 

  • Handelt es sich bei der Vertragspartner*in um ein (junges) Unternehmen oder bspw. einen gemeinnützigen Verein?  

Aussteller*innen können unterschiedlich bepreist werden, um die vorhandenen finanziellen Ressourcen von Standbetreiber*innen zu berücksichtigen. 

  • Welches Produkt/ welche Dienstleistung bietet die Vertragspartner*in konkret an?  

Vorher klar abzusprechen, welche Dienstleistung z.B. an einem Stand angeboten wird, ermöglicht Veranstalter*innen vorab bzgl. vorhandener Nachhaltigkeitsziele der Veranstaltung nachzusteuern und nicht am Veranstaltungstag mit umweltschädlichen Give-Aways überrascht zu werden.  

  • Welche Standfläche wird von Aussteller*innen in qm benötigt? Welcher Stromanschluss und welches zusätzliche Mobiliar wird benötigt? 

Viele Veranstaltungen fragen nach dem benötigten Stromanschluss. Es kann allerdings auch sinnvoll sein, mit Standbetreiber*innen ins Detail zu gehen und konkret die Geräte abzufragen, die z.B. mit Strom versorgt werden sollen. Bei der Planung alternativer Energiekonzepte helfen diese Informationen beim bedarfsgerechten Einsatz von Energie.  

  • Sollen Aussteller*innen verpflichtet werden, eine Pauschale zu entrichten, um z.B. ihre Anreise standardmäßig zu kompensieren und die nachhaltige Umsetzung der Veranstaltung zu gewährleisten?  

Um ggf. Mehrkosten für Reinigungsmaßnahmen aufzufangen oder die Kompensation von Emissionen zu finanzieren, können Aussteller*innen dazu verpflichtet werden, eine Umweltpauschale zu entrichten 

  • Gibt es Möglichkeiten für Austeller*innen, sich über ein anderes Format als einen Infostand zu präsentieren? Welches Format möchte die Aussteller*in in welchem Umfang wahrnehmen? 

An Infoständen werden in vielen Fällen vor allem bedruckte Flyer verteilt. Dabei ist diese Art der Informationsweitergabe nicht immer der effektivste oder spannendste Weg, um sich als Organisation auf einer Veranstaltung vorzustellen. Mitmachaktionen, die sogar mehrfach auf Veranstaltungen aufgebaut werden können, können ggf. ressourcensparender sein und einen langanhaltenderen Effekt bei Besucher*innen haben.  

  • Gibt es eine Eventapp oder Onlineangebote, in denen sich Aussteller*innen präsentieren können? In welchem Umfang und was genau möchte die Aussteller*in über die Kanäle kommunizieren? 

Digitalisierte Kommunikation kann auf der einen Seite helfen, den Einsatz gedruckter Informationsmaterialien zu reduzieren, auf der anderen Seite bieten z.B. Eventapps die Möglichkeit, viele Teilnehmer*innen auf dezentralen Veranstaltungen gleichzeitig z.B. zu Abläufen, dem Programmangebot aber auch zu Sturmwarnungen zu informieren. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Zugänglichkeit der Veranstaltung: Soziale Aspekte & Inklusion

Menschen mit geringem Einkommen wird die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht.

Tickets sind für viele Veranstaltungen eine der wichtigsten Einnahmequellen. Damit der Preis einer Veranstaltung kein Ausschlusskriterium für bestimmte Einkommensgruppen ist, staffeln viele Veranstalter*innen ihre Ticketpreise in einem Rahmen, der ökonomisch vertretbar ist.   

Ermäßigte Ticketpreise gelten bereits in vielen Fällen für: 

  • Kinder, 
  • Schüler*innen, 
  • Student*innen, 
  • Auszubildende, 
  • Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJ- oder FÖJler*innen,   
  • Schwerbehinderte und Begleitpersonen, 
  • Senior*innen, 
  • Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger*innen, 
  • Empfänger*innen von Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz,  

sofern ein Nachweis vorgelegt werden kann.  

Tickets können auch zeitlich im Preis gestaffelt werden. Sog. „Early Bird Tickets“ werden günstiger ausgegeben als die Tickets, die erst kurz vor der Veranstaltung verkauft werden. Zudem sind für mehrtägige Veranstaltungen Tickets günstiger, die nur für einen Teil der Veranstaltungstage gelten.  

Um Menschen mit geringerem Einkommen, den Zugang zu Veranstaltungen zu ermöglichen, können Veranstaltungsgäste gebeten werden, einen höheren Betrag für das eigene Ticket zu bezahlen. Mit dem zusätzlichen Geld können dann Tickets finanziert werden, die z. B. kostenlos an Menschen verlost werden. 

„Pay What You Want“ ist ein Preismodell, in dem Veranstaltungsgäste selbst entscheiden, wie viel sie für eine Leistung bezahlen möchten. Das Bezahlmodell kann auf unterschiedliche Bereiche einer Veranstaltung angewendet werden: Eintritt, Merchandise, Essen und Getränke oder Gage für Künstler*innen.  

Wissenschaftlich wird der Frage nachgegangen, ob Menschen das Preismodell ausnutzen. Das scheint nicht der Fall zu sein. Es gibt Kontexte (z.B. öffentlich gefördert und gemeinnützig), in denen Veranstalter*innen gern „Spendenempfehlungen“ aussprechen. Hierbei ist es möglich, transparent zu machen, welche Kosten der Veranstaltung mit welchem Spendenbetrag gedeckt werden können und so z.B. den Eintrittspreis zu staffeln. Häufig ähnelt die Idee in diesem beschriebenen Fall allerdings eher einem „Pay What You Can“-Modell, um auch einkommensschwächeren Personengruppen den Zugang zu einer Veranstaltung zu ermöglichen. 

Die Bedingungen unter denen Menschen mehr oder weniger in einem „Pay What You Want“-Modell ausgeben möchten, sind jedoch noch unklar. Es ist z.B. noch nicht abschließend geklärt, ob es eine Preisempfehlung geben sollte und wenn ja, wie hoch diese sein sollte. Die Autor*innen Trabold und Weaver raten z.B. davon ab, ein Geschäftsmodell auf „Pay What You Want“ aufzubauen, da das finanzielle Verlustrisiko zu hoch ist, wenn kostendeckend gewirtschaftet werden muss. Sie stellen abgewandelte Formen des Bezahlmodells vor, die risikoärmer sind wie „Pay What Is Fair“ oder „Pay What You Think It’s Worth“. Die psychologische Barriere nichts zu bezahlen, wird damit erhöht. Kombiniert mit festgelegten Preisen, haben die Modelle das Potential, Aufmerksamkeit zu erregen. 

Die Initiative Kulturleben ermöglicht es Menschen an Kulturveranstaltungen teilzunehmen, die nicht genügend Geld haben, sich selbst eine Eintrittskarte zu kaufen. Unter den Kulturpartner*innen, die Tickets zur Verfügung stellen, sind z.B. das ELBJAZZ Festival, Kampnagel, das Reeperbahn Festival und viele Museen, Theater und Musikhäuser. 

Veranstalter*innen und Kulturinstitutionen können den Hamburger Kulturschlüssel mit freien Tickets für Veranstaltungen unterstützen. In dem Projekt werden sog. Kulturgenießer*innen und Kulturbegleiter*innen zusammengebracht. Kulturgenießer*innen sind Menschen, die aufgrund einer Behinderung, ihres Alters, ihrer Herkunft oder ihres Einkommens benachteiligt sind, eine Veranstaltung nicht alleine wahrnehmen oder sich den Eintritt nicht leisten können. Kulturbegleiter*innen ermöglichen, dass die Veranstaltung von Genießer*innen wirklich besucht werden kann. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Programmempfehlung: Ausstellende & Konzept

Im Veranstaltungsprogramm wird nachhaltige Entwicklung thematisiert.

Wenn das Ziel einer Veranstaltung Nachhaltigkeit ist, dann sollten die Besucher*innen davon auch etwas mit nach Hause nehmen können. Viele Menschen wissen, dass sie sich nachhaltiger verhalten sollten, aber im Alltag klappt es häufig nicht, wirklich etwas zu verändern. Auf einer Veranstaltung kann mit unterschiedlichen Aktionen ein positiver Einfluss auf das alltägliche Verhalten der Gäste ausgeübt werden 

In dem Buch „Psychologie im Umweltschutz“ von Karen Hamann und Kolleg*innen werden sechs Bereiche vorgestellt, die sich auf umweltrelevantes Verhalten auswirken können. Dazu zählen:  

  1. die persönliche ökologische Norm, 
  2. soziale Normen, 
  3. die tatsächlichen Vorteile und Kosten eines Verhaltens,  
  4. die Intention für eine Verhaltensweise, 
  5. Routinen,  
  6. und Emotionen. 

Alle Aspekte können in Veranstaltungsaktivitäten angesprochen werden, um Menschen zu ermutigen, ihr Alltagsverhalten nachhaltiger zu gestalten – einzeln, aber am besten in Kombination! In dem verlinkten Buch werden viele Beispiele gegeben. 

 

DIE PERSÖNLICHE VERHALTENSNORM ANSPRECHEN 

Viele Veranstalter*innen versuchen vor allem die persönliche ökologische Norm zu ändern, indem sie den Gästen viele Informationen anbieten. Das sorgt zwar schon dafür, dass Menschen z.B. besser über ein Problem Bescheid wissen und u.U. auch Verantwortung dafür übernehmen möchten, ein Umweltproblem zu lösen. Aber allein reicht das nicht aus! Um auch die sog. Selbstwirksamkeit von Veranstaltungsgästen zu fördern – d.h. das ernsthafte Gefühl mit den eigenen Taten auch wirklich etwas bewirken zu können – ist es sinnvoll, Menschen neben den Problemen auch Lösungen zu kommunizieren, die sie tatsächlich umsetzen können.  

 

SOZIALE NORMEN NUTZEN 

Ein Beispiel, in dem die Wirkweise von sozialen Normen ausgenutzt würde, könnte das folgende sein: Veranstaltungsgästen könnte beim Kauf ihres Tickets kommuniziert werden, dass sich bereits 68% derjenigen, die ein Ticket erworben haben, sich auch verpflichtet haben, klimaneutral anzureisen. Das zeigt Veranstaltungsgästen, dass sich die Mehrheit bereits für die klimaneutrale Anreise entschieden hat, sodass der Druck für die Einzelperson erhöht wird, die eigene Anreise ebenfalls zu kompensieren.  

 

UMWELTFREUNDLICHES VERHALTEN VEREINFACHEN 

Wenn z.B. genügend Abfalleimer auf dem Gelände aufgestellt werden, in denen Abfall sortenrein getrennt werden kann, und diese gut erreichbar sind, dann werden die tatsächlichen Hürden für ein Verhalten reduziert. Dann fällt es vielen Menschen auch tatsächlich leichter, Abfall in einem Mülleimer zu entsorgen.  

 

SICH VERPFLICHTEN, ETWAS ZU ÄNDERN 

Um ein neues Verhalten im Alltag umzusetzen, kann es hilfreich sein, mit sich selbst einen „Vertrag“ oder eine Absichtserklärung aufzusetzen, in der sich Menschen konkret verpflichten, sich anders zu verhalten. In einer kreativen Variante an einem Infostand oder im Rahmen einer Mitmachaktion könnten Menschen auch auf einer Veranstaltung eine solche Selbstverpflichtung abschließen, z.B. in der darauffolgenden Woche, etwas zu tun, zu dem sie auf der Veranstaltung inspiriert wurden – wie ausschließlich vegetarisch zu kochen.  

 

EMOTIONEN ANSPRECHEN 

Im Rahmen einer kurzweiligen Veranstaltung kann es sehr schwierig werden, umweltverträgliche Routinen bei den Besuchenden zu etablieren. Die Faustregel ist hier, dass Menschen ungefähr drei Wochen brauchen, um eine neue Routine für sich zu etablieren. Im Gegensatz dazu bieten Veranstaltungen aber die Gelegenheit, um intensiv mit den Emotionen der Veranstaltungsgäste zu arbeiten. Denn Veranstaltungen sind erinnerungswürdige Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben. Durch welche besonders beeindruckenden Installationen, die Emotionen der Veranstaltungsgäste angesprochen werden können, bleibt Veranstalter*innen in kreativem Auftrag überlassen!  

Das ZDF-Magazin „aspekte on Tour“ hat im Juli 2020 eine Sendung zum Thema „Green Art“ veröffentlicht. Darin geht es u.a. um „Environmental Art“, in der Künstler*innen umstrittene Kunstwerke schaffen und dabei selbst schädliche Umweltauswirkungen verursachen durch z.B. das Transportieren von Gletschereis nach Paris oder interkontinentale Flugreisen zum Zweck der Dokumentation von Waldbränden. Der Beitrag beleuchtet das Für und Wider dieser und anderer Projekte. Es geht zudem um Nachhaltigkeitsbestrebungen der Festivalszene, das Green Touring Network und „Green Filming“.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Abfallkonzept

Für die Veranstaltung gibt es ein Abfallkonzept.

Die Abfallhierarchie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz angelegt und fördert den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

An erster Stelle der Abfallhierarchie steht, dass Abfälle vermieden werden sollen. Daher ist es sinnvoll, bereits in der Veranstaltungsplanung auf abfallintensive Aktivitäten zu achten und diese ggf. neu zu planen, um eine wesentliche Menge zu vermeiden z.B. durch den Einsatz von Mehrwegsystemen. Die Abfälle, die unvermeidbar sind, sollten im besten Fall nicht wirklich zu Abfall werden, sondern unmittelbar auf der nächsten Veranstaltung wiederverwendet oder dazu aufbereitet werden können. Dazu zählen z.B. Banner, die mehrjährig verwendet werden können, wenn sie dementsprechend (ohne Datumsangaben und ähnliches) bedruckt sind. Wenn Restmüll, Altpapier, Verpackungsabfälle und Bioabfälle während der Veranstaltungstage gut getrennt werden, können diese Abfälle – neben allen anderen Fraktionen, die anfallen – durch die lokalen und regionalen Abfallentsorger fachgerecht recycelt oder energetisch verwertet werden.

Abfallverwertung kann nur funktionieren, wenn Abfälle gut getrennt werden. Um die Abfalltrennung zu gewährleisten, hat sich bewährt, Abfallstationen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, gut erreichbar und in ausreichender Menge aufzustellen. Die Abfallstationen können Informationen zu den klassisch anfallenden Fraktionen bieten, um die Fehlwurfquote zu reduzieren.

Die Fehlwurfrate ist ein Indikator, mit dem die Qualität des gesammelten Abfalls ermittelt werden kann. Der lokale Abfallentsorger oder private Abfallentsorgungsunternehmen sind die wichtigsten Ansprechpartner bei der Planung des Abfallmanagements einer Veranstaltung.

Cradle to Cradle steht für ein Kreislaufkonzept, in dem es keinen Abfall gibt. Produkte werden so designt, dass bereits vor der Produktion klar ist, was aus dem Produkt werden wird, wenn es entsorgt wird. Dabei können Produkte entweder in einem technischen oder in einem ökologischen Kreislauf geführt werden. Alle Produkte, die ökologisch abbaubar sind und keine gesundheitsschädigenden Chemikalien im Abbauprozess freisetzen, werden im ökologischen Kreislauf geführt. Alle Produkte, die nicht abbaubare Elemente enthalten wie Metalle oder Kunststoffe, werden in technischen Kreisläufen gehalten. Der Einsatz von Kunststoff wird bei Cradle to Cradle nicht vermieden, sondern gefördert, wenn die eingesetzten Kunststoffe frei von gesundheitsschädigenden Chemikalien sind. Produkte können nach dem Cradle to Cradle Konzept zertifiziert werden.  

Es gibt einige Cradle to Cradle zertifizierte Produkte, die im Veranstaltungskontext verwendet werden können. Es gibt schadstoffabsorbierende Teppiche und Wandfarben für den Messebau, Klopapier, Reinigungsmittel für das Aufräumen nach der Veranstaltung, Bücher oder Trinkflaschen als Gastgeschenke, und z.B. sind Kleidungsstücke von Trigema zertifiziert!  

Entsorgt werden wiederverwendbare Produkte am besten über die Hersteller*in, um sicherzustellen, dass die Materialien vollständig im Kreislauf geführt werden können. Die meisten Verpackungsmaterialien, die nach Cradle to Cradle Prinzipien hergestellt worden sind, werden ansonsten als Papier, im dualen System oder im ungünstigsten Fall als Restmüll entsorgt. Im Bioabfall können Cradle to Cradle Verpackungen meistens nicht entsorgt werden, da die Kompostierung der Verpackung länger dauert als es in vielen Abfallverwertungsanlagen vorgesehen ist. 

Zigarettenfilter werden nach dem Rauchen häufig auf der Straße anstatt im Mülleimer entsorgt und zumindest von rauchenden Veranstaltungsbesucher*innen nicht unbedingt als störend wahrgenommen. Anders ist das für Nicht-Raucher*innen; sie empfinden den Abfall durch Zigaretten eher als unangenehm. Weitere Informationen zur Wahrnehmung von Zigaretten und Co. dazu hat eine niederländische Initiative in ihrem Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen zusammengetragen.

Zigarettenfilter aus Cellulose-Acetat stellen zudem ein ökologisches Problem dar. Diese sind nur schlecht biologisch abbaubar, angereichert mit giftigen und umweltschädlichen Stoffen können sie Wasser und Boden verunreinigen, und Vögel können die Zigaretten mit echter Nahrung verwechseln. Um die negativen Umweltauswirkungen gering zu halten, ist es daher sinnvoll, Zigarettenstummel im Rahmen von Veranstaltungsaktivitäten zu sammeln und so die Verwertung zu ermöglichen.  

Auf dem Veranstaltungsgelände sollten genügend Möglichkeiten bereitstehen, um Zigaretten zu entsorgen. Darüber hinaus können interaktive und witzige Installationen, an denen z.B. sichtbar gemacht werden kann, wie viele Zigaretten bereits gesammelt wurden, umgesetzt und in das Kommunikationskonzept der Veranstaltung eingebunden werden. Des Weiteren gibt es tragbare Aschenbecher, die Besucher*innen in der Hosentasche mitnehmen können und so ihre Zigaretten entsorgen können. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

An- und Abreise der Besuchenden: Klimaschutzmaßnahmen

Veranstaltungsgästen wird der Zugang zu Live-Streams oder Videoaufzeichnung der Veranstaltung angeboten, um eine präsenzlose Teilnahme zu ermöglichen.

United We Stream ist ein Projekt der Hamburger Clubszene vertreten durch das Clubkombinat in Partnerschaft mit ARTE Concerts und NJOY. Die Plattform bietet Übertragungen von Live-Musik und Performances und dient als Plattform für clubkulturelle Themen.

Eine weitere Plattform, die als Antwort der Kulturbranche auf klassische Streamingportale entwickelt wurde, heißt dringeblieben. Die Plattform wurde von Kulturschaffenden für Künstler*innen, Musiker*innen und Co. geschaffen. Es gibt eine einfach verwendbare Chatfunktion und für Veranstalter*innen die Möglichkeit, Tickets zu verkaufen.

Um auch während Corona Begegnung zu ermöglichen, sind digitale Veranstaltungen nicht mehr aus dem Alltag vieler Menschen wegzudenken. Die Bandbreite an Onlineplattformen für digitale Events, Messen und Videokonferenzen ist umfangreich. Bei der Planung einer Veranstaltung sollte nicht lediglich versucht werden, das „alte“ Event einfach in eine digitale Version zu übersetzen, denn digitale Räume funktionieren „anders“.

In digitalen Räumen kann es herausfordernd sein, in ein spontanes Gespräch zu kommen. Mit der Plattform Wonder können sich Veranstaltungsgäste wie in einem echten Raum von einem zum anderen Tisch bewegen und sich zu bestehenden Gesprächsgruppen dazu begeben. Im Retro-Look erfüllt auch Gather – ebenfalls eine online verfügbare Software – diese Aufgabe!

Die An- und Abreise von Veranstaltungsgästen stellt den klimarelevantesten Bereich einer Veranstaltung dar, da hier die meisten indirekten Treibhausgasemissionen aller Veranstaltungsaktivitäten entstehen. Die Nutzung von Livestreaming und virtuellen Veranstaltungen kann dazu beitragen, dass eben jener Bereich verringert wird. Auf der anderen Seite benötigen digitale Events und z.B. Livestreams deutlich mehr Strom am Veranstaltungsort selbst und bei den „Gästen“ zu Hause.  

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es kaum Veranstaltungen, die vergleichende Ökobilanzen veröffentlichen, in denen Livestreaming mit einer Veranstaltung vor Ort verglichen wird. Erste Ergebnisse zeigen, dass Videokonferenzen für Meetings – selbst unter Berücksichtigung der Ressourcen, die für Technik benötigt werden – weitaus energiesparender sind als Menschen an einem Ort zu versammeln. Felix Sühlmann-Faul beschreibt in seinem Blogbeitrag, dass die Art der Nutzung entscheidend ist, ob ein digitales Angebot wirklich „nachhaltiger“ ist als ein analoges Format. Dazu zieht er allerdings das alltägliche Videostreaming (und nicht den Livestream) als Referenz heran. In dem folgenden Blogbeitrag fragt der Autor, ob Livestreaming nachhaltig ist und bewertet dabei allerdings vor allem die Wirtschaftlichkeit von Livestreaming für die Musikbranche, ohne auf Umweltkennzahlen Bezug zu nehmen. 

Grundsätzlich bietet sich das Angebot von Live-Streams vor allem bei Konferenzen und anderen „geschäftlichen“ Veranstaltungen oder bei frontal gestalteten Bildungsangeboten an. Durch die Corona-Pandemie haben allerdings viele Veranstalter*innen bereits Erfahrungen mit Livestreaming gemacht. Wichtig ist: den Live-Stream mit genügend Menschen gut vorzubereiten, eine stabile Internetverbindung zu nutzen, einen vorhandenen Live-Chat souverän zu moderieren und das Konzept des Live-Streams so zu gestalten, dass es nicht lediglich das Live-Event kopiert, sondern dem neuen Format mit den Zuschauer*innen zu Hause gerecht wird. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Programmempfehlung: Ausstellende & Konzept

Es werden Maßnahmen ergriffen, um im Veranstaltungsprogramm oder beim Booking gesellschaftliche Diversität abzubilden.

Noch viel zu selten wird auf Bühnen, in Podiumsdiskussionen oder an Redner*innenpulten gesellschaftliche Vielfalt sichtbar. Es kann herausfordernd sein, Expert*innen verschiedener geschlechtlicher Identitäten, mit Behinderungen oder Migrationsgeschichte zu finden, die zu dem vorgesehenen Thema sprechen möchten oder können.  

Aber die Suche ist machbar und wichtig, und Diversität unter den eingeladenen Referent*innen ermöglicht inspirierende Gespräche und Programminhalte. Ramp-Up.me hat eine große Anzahl an Portalen zusammengetragen, auf denen potenzielle Gäste angeschrieben werden können. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Reinigung der Veranstaltungsstätte umweltfreundlich zu gestalten.

Nach Veranstaltungen wird aufgeräumt und das in unterschiedlichem Maß. Bei einer Open Air-Veranstaltung mit vielen Menschen, wird die Innenstadt mit Kehrfahrzeugen gereinigt; bei Veranstaltungen, die drinnen stattgefunden haben, wird Geschirr gespült, gewischt und Müll entsorgt.  

Wenn das Reinigen der Veranstaltungsstätte von externen Dienstleister*innen übernommen wird, lohnt es sich nachzufragen, ob die verwendeten Reinigungsmittel umweltschonend (z.B. biologisch abbaubar) sind und auf den hohen Materialverbrauch durch Einwegputzutensilien verzichtet wird. Reinigungsmittel können aggressive Inhaltsstoffen enthalten, die die Atemwege schädigen können, daher ist es wichtig, dass die Reinigungskräfte ausreichend geschützt sind. 

Die Broschüre des Umweltbundesamtes gibt Auskunft über zu vermeidende Reinigungsmittel sowie Tipps zu ressourcenschonenden Reinigungstechniken, die von externen Unternehmen und dem eigenen Team angewandt werden können. 

Das Robert-Koch-Institut gibt Hinweise zur Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen: „Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird auch in der jetzigen COVID-Pandemie nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl. […] Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können.“

Der sparsame Einsatz von Desinfektionsmitteln ist ressourcenschonend. Gleichzeitig sollten umweltfreundliche, d.h. biologisch abbaubare und vegane Reinigungsmittel, verwendet werden, um möglichst ressourcenschonend zu reinigen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gesundheit & Sicherheit: Soziale Aspekte & Inklusion

Es werden Maßnahmen ergriffen, um negativen gesundheitlichen Folgen durch die Veranstaltung vorzubeugen.

Eine hohe Geräuschbelastung kann langfristig das Hörvermögen der Veranstaltungsbesucher*innen schädigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Voraus Gäste darauf hinzuweisen, hinreichend Gehörschutz zur Veranstaltung mitzubringen und auch zu verwenden. Zudem kannst du als Veranstalterin Gehörschutz während der Veranstaltungsaktivitäten anbieten (z.B. zum Selbstkostenpreis). Auf vielen Veranstaltungen wird so auch für Kinder angepasster Kapselgehörschutz verliehen.  

Neben dem Schutz vor akuter Geräuschbelastung können auf Veranstaltungen Zonen eingerichtet werden, in denen die Belastung insgesamt reduziert ist. Dort können z.B. schallisolierende Boden-, Wand- oder Deckenmaterialien eingesetzt werden. 

Es ist in einer Krise wie der Corona-Pandemie nicht leicht, Risiken und Unsicherheit zu kommunizieren, denn Menschen nehmen abhängig von ihrem Vorwissen, ihren Emotionen und äußeren Faktoren Risiken unterschiedlich wahr. Aufklärungsarbeit und die Weitergabe von Informationen sind in jedem Fall wichtig, jedoch gilt es Informationen angemessen auszubalancieren: Zum einen über die Gefahren aufzuklären, um unvorsichtiges Verhalten zu verhindern, und zum anderen über getroffene Präventionsmaßnahmen zu berichten, um Ängste zu reduzieren.  

Kommunikation bei einer Veranstaltung über die geplanten Maßnahmen und das verbleibende und nicht vermeidbare Infektionsrisiko sollte gut geplant und von allen Beteiligten einheitlich getragen werden, sodass Veranstaltungsgäste den getroffenen Präventionsmaßnahmen vertrauen und sich gemeinsam so verhalten können, dass das Infektionsrisiko minimiert wird. Die Kommunikation dabei sehr offen, transparent und widerspruchsfrei zu gestalten, ist wichtig. Das Informationsportal „Zusammen gegen Corona“ ist ein gutes Beispiel und dient als Orientierungshilfe, wie Fragen rund um Corona beantwortet werden können. Auch Unsicherheit und „Restrisiko“ zu thematisieren, ist sinnvoll, denn erst die Kombination vieler unterschiedlicher, auch unvollkommener, Maßnahmen wirkt effektiv als Infektionsschutz.  

Dass Maske, Hände waschen und Co. zusammen effektiv wirken, ist ein wichtiger Baustein bei der Aufforderung an Gäste, sich an die Regeln zu halten! Veranstalter*innen sollten prüfen, ob darüber hinaus ein umfangreiches Informationsangebot, ein FAQ oder das Hygienekonzept zur Veranstaltungsstätte und/oder dem Ablauf der Veranstaltung öffentlich bereitgestellt werden kann. Die angekündigten Maßnahmen sollten dann auch in jedem Fall umgesetzt werden. Es kann zudem sinnvoll sein, Zielgruppen unterschiedlich anzusprechen, wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. 

Die Hamburger Sozialbehörde hat unter dem folgenden Link tabellarisch auf zwei Seiten zusammengefasst, wie Jugendliche nach dem Jugendschutzgesetz im Rahmen von Veranstaltungen geschützt werden müssen. Veranstalter*innen tragen grundsätzlich die Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche sich zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr an einer Veranstaltung teilnehmen. 

Das dritte Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen lautet „Gesundes Leben für alle“. Obwohl auf den ersten Blick die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit etwas nebeneinanderstehen, wird auf den zweiten Blick recht deutlich, warum der Schutz von Natur und Umwelt und das Wohlergehen von Menschen miteinander einhergehen. Hier ein paar Anhaltspunkte wie sich die Gesundheit der Mitarbeiter*innen und Gäste und der schonende Umgang mit Ressourcen auch in der Veranstaltungsplanung berühren können:  

Medial wird regelmäßig aufgegriffen, dass auch in Hamburg die Feinstaubbelastung und die Luftgüte durch motorisierten Straßenverkehr und z.B. Emissionen von Containerschiffen im Hafen häufig schlecht ist. Neben dem unangenehmen Rauch oder Geruch, können Schadstoffe in der Luft langfristig u.a. Atemwegserkranken begünstigen. In der Veranstaltungsplanung kann die Luftgüte vor Ort z.B. bei Open-Air-Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielen! Gleichzeitig unterstützen Veranstaltungen die Verbesserung der Luftqualität, wenn die Gäste mit Fahrrad, Bahn oder Bus anreisen! 

Auch die Luftqualität in Innenräumen wird untersucht. Zum einen kann in Innenräumen durch verbaute Materialien, viele Menschen oder Emittenten wie Drucker eine schlechtere Luftqualität bestehen als draußen an einer viel befahrenen Straße. Dazu kommt, dass sich Menschen bei schlechter Innenraumluft (z.B. bei zu hoher CO2-Konzentration) nur noch schlecht konzentrieren können, was Veranstaltungsgäste selbst bei einer spannenden Podiumsdiskussion träge werden lässt. Wie sorgst du als Veranstalter*in dafür, dass die Luftgüte auch in Innenräumen stetig gut bleibt? 

Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit und Bluthochdruck können u.a. mit Ernährungsverhalten zusammenhängen. Nicht selten „gönnen“ sich Menschen auf Veranstaltungen „mal etwas“ wie die Bratwurst mit Pommes oder frittiertes Gebäck mit Zucker. Auf der einen Seite ist es das, worauf sich Veranstaltungsgäste in vielen Fällen freuen, auf der anderen Seite können Veranstalter*innen initiieren, dass auf ihren Veranstaltungen Lebensmittel angeboten werden, die lecker schmecken und trotzdem nicht ausschließlich aus Zucker, Salz und Fett bestehen.  

Bewegungsmangel ist ein weiteres Problem, das z.B. Rückenschmerzen begünstigt. Neben sehr „laufintensiven“ Veranstaltungen wie Messen oder Festivals gibt es auch viele Veranstaltungen, auf denen Gäste acht Stunden am Stück sitzen. Wie können hier in der Pause Impulse gegeben werden, um Seminarteilnehmer*innen in Bewegung zu bringen?  

Obwohl die Gesamtzahl der Raucher*innen stetig sinkt, gehört Rauchen auf vielen Veranstaltungen dazu. Veranstalter*innen sollten berücksichtigen, wie der Abfall, der durch Zigaretten entsteht, auf dem Veranstaltungsgelände gehandhabt werden soll und wie sichergestellt wird, dass Nichtraucher*innen und z.B. Kinder oder Jugendliche nicht passiv Zigarettenrauch ausgesetzt werden.  

Alkohol ist häufig ein bedeutender Grund, warum Menschen z.B. einen Club oder einen Weihnachtsmarkt besuchen. Wie trittst du als Veranstalter*in für den maßvollen Umgang mit Alkohol und Drogen ein? Welche Kommunikationsmaßnahmen setzt ihr vor Ort um? 

Neben den Nährwerten der Lebensmittel müssen bei der Gesundheitsförderung durch Ernährung regelmäßig auch um Lebensmittelskandale thematisiert werden: Bakterien an Lebensmitteln, Medikamentenrückstände, die in Fleisch nachgewiesen werden, usw. – Caterer und Foodtrucks müssen Hygienevorschriften folgen, was auch von Veranstalter*innen (stichprobenartig) kontrolliert werden sollte.  

Mit dem Klimawandel werden Hitzewellen und starke Sturmereignisse wahrscheinlicher, was auch Auswirkungen auf die Veranstaltungsplanung hat. Veranstaltungsgäste müssen im Falle eines Sturms vor auftretenden Gefahren durch herumfliegende Bauteile geschützt und im Notfall gewarnt werden können. Bei Hitzewellen sollte gewährleistet sein, dass Menschen Zugang zu Trinkwasser und Sonnenschutz haben. Welche Informationen werden im Voraus an Veranstaltungsgäste gegeben, um bei heißen Temperaturen Kreislaufkollapse zu verhindern? Gibt es  

Zu den Unterzielen des dritten Nachhaltigkeitsziels zählt auch die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Rahmen von Veranstaltungen können zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen erfolgen, sodass Menschen selbst in Feierlaune an Verhütung denken und sich schützen! 

Gesundheit darf nicht ohne psychische Gesundheit gedacht werden. Hier können die Mitarbeiter*innen in der Veranstaltungsorganisation in den Fokus genommen werden. Um das Gelingen der Veranstaltung zu gewährleisten sind die Organisator*innen am Veranstaltungstag für alle Angelegenheiten abrufbar. In einzelnen Situationen oder am Veranstaltungstag kann Stress helfen, um schnell Entscheidungen zu treffen oder handlungsfähig zu sein. Wenn Stress allerdings sowohl in der Vor- und Nachbereitung und/oder im Team und im Arbeitsalltag immer präsent ist, kann das langfristig negative Folgen für die Mitarbeiter*innen haben. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Tagungsmaterial: Beschaffung, Material & Abfallmanagement

Die Namensschilder der Gäste werden nach der Veranstaltung eingesammelt und wiederverwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die (angrenzenden) Naturräume der Veranstaltungsstätte zu schützen.

Im Rahmen eines nachhaltigeren Events empfehlen wir dir, auf den Einsatz von Feuerwerk und Skybeamern zu verzichten. Lichtinstallationen können beeindrucken, Lichtverschmutzung und die fehlende Dunkelheit in der Nacht, sind allerdings ein ernsthaftes ökologisches Problem. Der Tag-Nacht-Rhythmus vieler Tiere wird durch die zunehmende Beleuchtung in Städten gestört und viele nachtaktive Insekten sind bereits ausgestorben, was wiederum Auswirkungen auf Vögel und andere Fraßfeinde hat. Dabei kann zu viel Licht auf unterschiedliche Weise wirken: Manche Insekten werden bei zu viel Licht nicht aktiv, andere werden von Lichtquellen angezogen und verbrennen oder werden von lebenserhaltenden Aufgaben abgehalten. Weiterführende Informationen zum Thema Lichtverschmutzung und Insekten stellt der NABU bereit.

Feuerwerk hat ebenfalls sehr weitreichende negative Umweltauswirkungen, die im Veranstaltungskontext verhindert werden sollten. Die Geräuschbelastung bei einem Feuerwerk setzt Tiere einer lebensbedrohlichen Situation aus, Vögel können z.B. im Rauch die Orientierung verlieren. Utopia hat Gründe gesammelt, die gegen den Einsatz von Feuerwerk z.B. an Silvester sprechen. 

Der Einsatz von Licht wird auf Veranstaltungen, die abends und nachts stattfinden, nicht vollständig zu reduzieren sein. Die Initiative gegen Lichtverschmutzung gibt Tipps dazu, die Beleuchtung einer Veranstaltung umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Die Initiative empfiehlt, Licht effizient an den zu beleuchtenden Ort zu lenken, die verwendete Lichtmenge so weit wie möglich zu reduzieren und warmweißes Licht mit einem geringen Blauanteil zu verwenden. Des Weiteren wird empfohlen, effiziente LED-Leuchtmitteln, die langlebig und gut in ihrer Leuchtleistung steuerbar sind, einzusetzen. 

In Hamburg brüten jährlich ungefähr 160 schützenswerte Vogelarten mit über 400 000 Brutpaaren. Viele dieser Vögel, die durch Veranstaltungen nicht gestört werden sollten, damit sie die Brut nicht aufgeben, brüten im Frühjahr und Sommer. Insbesondere in Vogelschutzgebieten und Naturschutzgebieten ist eine Lärmbelästigung von April bis Ende Juli in diesen teilweise auch in einem Umkreis um die Gebiete verboten. Genauere Informationen stehen dazu in den jeweiligen Schutzgebietsverordnungen. Bei und nach Auswahl des Veranstaltungsortes sollten die vorkommenden Vogelarten berücksichtigt werden. Der Arbeitskreis Vogelschutzwarte Hamburg bietet Informationen zu Vogelarten in Hamburg. 

WARUM IST WILDPINKELN EIN PROBLEM? 

Wildpinkeln sorgt nicht nur für unangenehme Gerüche und hinterlässt gelbe Flecken an Hausfassaden, sondern ist auch für Naturräume in der Nähe von Veranstaltungsstätten ein Problem. Die mit dem Urin ausgeschiedenen Nährstoffe führen zu einem Überangebot an Nährstoffen im Boden, sodass dieser „überdüngt“ wird. Empfindliche und einzigartige Naturräume sind häufig diejenigen, die durchschnittlich eher einen geringen Nährstoffeintrag haben, sodass sich die indirekte Düngung unvorteilhaft auswirkt. Um Reinigungskosten zu sparen, Naturräume zu schonen und soziale Aspekte zu berücksichtigen, ist es empfehlenswert Wildpinkeln unter Veranstaltungsgästen aktiv zu reduzieren.  

 

WILDPINKELN VERHINDERN MIT SPEZIALLACK 

Auf der Reeperbahn und in St. Pauli führt Wildpinkeln zu hohen Reinigungskosten. 2015 wurden deshalb Wände, die häufig von Wildpinklern angesteuert werden, mit superhydrophobem Lack versiegelt. Wenn nun jemand gegen die Wand pinkelt, wird die Person mit seinem eigenen Urin bespritzt. Mehr Informationen zu der Initiative „St. Pauli pinkelt zurück“ gibt es hier: https://reeperbahn.de/st-pauli-pinkelt-zurueck/. Der Lack ist jedoch sehr teuer und führt dazu, dass die Bausubstanz dahinter luftdicht versiegelt wird, sodass Schäden entstehen können. 

 

PINKELBEETE UND CO. 

In einem Interview mit Deutschlandfunk Nova erklärt Natalie Eßig, Professorin für Baukonstruktion und Bauklimatik, dass Wildpinkeln in vielen Fällen nicht einfach durch mehr Toilettenwägen oder mobilen Toilettenkabinen verhindert werden könne. In München werden deshalb zwei Lösungen im städtischen Raum erprobt, die das Pinkeln „draußen“ weiterhin ermöglichen, und schädliches Wildpinkeln trotzdem verhindern sollen: mobile Toiletten, die aussehen wie Pflanzenkübel, und Pinkelbeete. U.a. stellt Uritrottoir diese mobilen Urinale getarnt als Pflanzenkübel her. Für Open Air-Veranstaltungen gibt es zusätzlich Uritonnoir, ein Trockenurinal, das als Plastiktrichter, in einem Strohballen versenkt wird.  

 

„SPENDE DEIN P(HOSPHOR)!“ 

Selbst wenn Wildpinkeln nur selten vollständig verhindert werden kann, ist es förderlich, wenn die sanitäre Infrastruktur z.B. auf einer Open Air-Veranstaltung so ausgelegt ist, dass Toiletten schnell erreichbar und ausreichend vorhanden sind. Goldeimer zeigt zudem, wie gelungene Nachhaltigkeitskommunikation aussehen kann, um Wildpinkeln aktiv zu verhindern. Mit der „P-Bank von Goldeimer werden Veranstaltungsgäste gebeten, das ausgeschiedene Phosphor im Urin „zu spenden“, das bereits jetzt ein knapper Nährstoff in der modernen Landwirtschaft ist. Finizio hat ebenfalls ein Pilotprojekt initiiert, um den Inhalt aus Trockentoiletten zu Dünger zu verarbeiten, der anschließend in der Landwirtschaft eingesetzt werden soll. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Büro & Planung

Eigene Lagerräume werden nach Nachhaltigkeitskriterien organisiert.

Inventarisierung von vorhandenen Materialbeständen ist wichtig, um Ressourcen zu schonen, indem Vorhandenes wiederverwendet wird, anstatt Neues einzukaufen. Je nach dem, wie umfangreich ein zu überblickendes Lager einer Veranstalter*in oder eines Unternehmens ist, können bereits einfache Tabellen helfen, den Überblick zu behalten. Die Tabellen sollten verständlich sein; sie sollten Daten zu Lagerbeständen und dessen Qualität so einfach wie möglich und gleichzeitig so umfassend wie nötig dokumentieren.

Sinnvoll ist es, wenn eine Datenbank mit Informationen zu eingelagerten Gegenständen oder Materialien erweitert werden kann. Wenn Lagerbestände aufgrund verschiedener Einlagerungszeiten und Schnittstellen so komplex werden, dass sie nicht mehr manuell verwaltet werden können, kann eine software-gestützte Datenbank aufgesetzt werden. Ob die Unterstützung der Lagerverwaltung über eine Software erfolgen sollte, muss jedes Unternehmen anhand ihres Bedarfs abwägen.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Catering: Gastronomie

Bei der Zusammenstellung des Lebensmittelangebots werden kulturelle Aspekte und Verträglichkeiten berücksichtigt.

  • Glutenhaltiges Getreide (z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel sowie daraus hergestellte Erzeugnisse) 
  • Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse 
    Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose) 
  • Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamia- oder Queenslandnüsse sowie daraus gewonnene Erzeugnisse) 
  • Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Schwefeldioxid und Sulphite 
  • Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse 
  • Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse  

Nicht nur Lebensmittelunverträglichkeiten haben einen Einfluss darauf, was Menschen auf Veranstaltungen essen können und wollen. Auch Religionszugehörigkeit kann mit Lebensmittelvorschriften zusammenhängen genauso wie persönliche Lebensstile wie ein vegetarisches Essverhalten. Auf Varianten am Rand des Spektrums einzugehen wie bspw. Rohkostveganismus oder besondere Diäten, kann herausfordernd sein und muss im Einzelfall von Veranstalter*innen anhand des vorhandenen Budgets abgewogen werden. Nichtsdestotrotz kann das Veranstaltungscatering so vielseitig passend und nachhaltig gestaltet sein, dass die Mehrheit der Gäste angesprochen wird. Wenn es möglich ist und es die Größe der Veranstaltung anbietet, können Essgewohnheiten bei Gästen abgefragt werden. Dann können aktiv passende Lebensmittelangebote geschaffen und gleichzeitig Reste minimiert werden. 

 

FLEISCH UND FISCH 

In vielen Religionen sind Fleischsorten von bestimmten Tierarten nicht oder nur aus bestimmten Schlachtungen erlaubt, genauso wie Fisch und Meeresfrüchte nur teilweise oder gar nicht erlaubt sein können. Ein vegetarisches oder veganes Catering hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen ist es umweltverträglicher, auf tierische Lebensmittel zu verzichten, und zum anderen muss man bei der Zubereitung und Auswahl pflanzlicher Speisen weniger in Bezug auf soziokulturelle Aspekte beachten. Gemüse und Obstsorten sind in nahezu allen Religionen und Diäten erlaubt. Vorsicht ist geboten bei tierischen Zusätzen wie Gelatine, die nicht vegetarisch sind, aber in „vegetarisch“ scheinenden Produkten verarbeitet sind – wie z.B. in geklärten Fruchtsäften! 

  

ZUBEREITUNGSWEISEN  

Mit der Einhaltung von religiösen Essensvorschriften gehen häufig auch verpflichtende Zubereitungsweisen einher. Hier kommt es ganz darauf an, wie das Publikum der Veranstaltung zusammengesetzt ist und wie die Lebensmittelversorgung insgesamt gestaltet wird: Je unterschiedlicher die Caterer sind, die in Foodtrucks oder Buffetts sowieso Unterschiedliches anbieten, je eher lohnt es sich für Veranstalter*innen bei gewisser Nachfrage z.B. auch streng koschere oder halal Lebensmittel bei Caterern anzufragen.  

  

ALKOHOL  

Der Konsum von Alkohol spielt auf vielen Veranstaltungen eine große Rolle, aber ist in manchen Diäten oder Religionen nicht erlaubt. Gibt es genügend nicht alkoholische Getränke im Angebot? Wird auf Zubereitungsweisen verzichtet, in denen mit Alkohol gekocht wird? 

  

MILCHPRODUKTE UND LAKTOSE 

Obwohl Milchprodukte grundsätzlich in vielen Ernährungsweisen erlaubt sind, ist Laktoseintoleranz eine Lebensmittelunverträglichkeit, die es sich lohnt einzuplanen, da viele Veranstaltungsgäste davon betroffen sein können.  

  

KENNZEICHNUNG 

Lebensmittel und Zutaten zu kennzeichnen, ermöglicht, dass Veranstaltungsgäste gut darüber informiert werden, was sie essen können und was nicht. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Kommunikation mit Partner*innen: Kommunikation

Alle Partner*innen (z.B. Dienstleistende, Sponsor*innen, Mitarbeitende, Behörden etc.) erhalten die Möglichkeit für Feedback und Anregungen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Veranstaltung.

Wenn etwas in der Veranstaltungsplanung schiefläuft, ist das unangenehm mit kleinen oder großen Konsequenzen. Häufig kommt als erstes der Ärger hoch, und man fragt sich, wer an dem Problem schuld ist, das nun zu lösen ist, anstatt es einfach zu lösen. Doch damit schafft sich ein Team nur ein weiteres Problem: Nämlich die Angst, Fehler zu machen, die wie in einer selbsterfüllenden Prophezeiung dazu führt, dass tatsächlich mehr Fehler gemacht werden. Einen konstruktiven Umgang mit Fehlern zu finden, ohne sie zu ignorieren, erfordert das Mitmachen aller Mitarbeitenden und eine bestimmte Art und Weise miteinander zu kommunizieren. In dem hier verlinkten Blogbeitrag gibt der Autor einen Einstieg in das Projekt „Fehlerkultur etablieren“.

Um das Feedback von Besucher*innen zu einer Veranstaltung einzuholen, können passend zur Veranstaltungsart interaktive Formate direkt vor Ort genutzt oder im Nachklang Fragen an die Besucher*innen verschickt werden. Eine Frage, die häufig an Besucher*innen gestellt wird, um die generelle Zufriedenheit zu ermitteln, lautet: „Würdet ihr die Veranstaltung weiterempfehlen?“ Um die Veranstaltung mit konkreten Vorschlägen und Wünschen der Besucher*innen zu verbessern, reicht diese eine Frage zwar nicht aus. Sie kann den Veranstalter*innen aber einen ersten Einblick über den generellen Erfolg der Veranstaltung geben.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Mobilität & Transport: Klimaschutzmaßnahmen

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die mobilitätsbezogenen Emissionen der Veranstaltenden und Mitarbeitenden zu reduzieren.

Neben der An- und Abreise von Besucher*innen verursacht auch die Veranstaltungsorganisation selbst Emissionen, die im Rahmen der nachhaltigen Veranstaltungsplanung reduziert werden können. Hierfür könnt ihr euch unter anderem folgende Fragen stellen

  • Kommen die meisten Menschen in eurem Team mit dem Fahrrad zur Arbeit?  
  • Verzichtet ihr auf Flugreisen und reist vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln? 
  • Wenn Autos genutzt werden, sind diese dann elektrisch betrieben? 
  • Leiht ihr euch vor allem elektrische Fahrzeuge, um Transportfahrten zu realisieren? 
  • Besteht euer eigener Fuhrpark aus Elektrofahrzeugen? 
  • Nutzt ihr Sharing-Angebote im Bereich Mobilität? 
  • Sind eure Transportfahrten voll ausgelastet? 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Energieversorgung

Strombedarfe von Verbrauchern (Bühne, Gastrostände, etc.) werden vorab eruiert und die Anschlüsse und Mengen entsprechend bereitgestellt.

Die Planung von Energieverbräuchen vor Ort ist wichtig, um nicht übermäßig viel Leistung vorzuhalten bzw. aktiv Energieverbräuche steuern zu können. Darüber hinaus ermöglicht die konkrete Planung von absoluten Strombedarfen die Versorgung mit vor Ort erzeugten erneuerbaren Energien z.B. durch Photovoltaik. Das FUTUR 2 FESTIVAL zieht z.B. Energieberater*innen hinzu, um das Energiekonzept auf erneuerbaren Energien zu realisieren.  

Die 21 englischsprachigen Fact Sheets von Powerful Thinking geben eine gute Orientierung zu energiebezogenen Themen für nachhaltige Open-Air-Veranstaltungen und Festivals. Darunter Nr. 3 „Using Hybrid Power at Events“, Nr. 5 „Biofuels for Festivals“, Nr. 17 „What to Ask Your Energy Supplier“, Nr. 20 „Measuring Generator Loads Resource Pack“ und Nr. 21 „Advanced Power Monitoring Resource Pack“ mit einer Vorlage zur Sammlung aller Daten rund um die Energieverbräuche der Veranstaltung.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Langfristige Planungen mit Partner*innen erhöhen die Effizienz.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Standortwahl: Veranstaltungsstätte

Für die Auswahl des Veranstaltungsortes werden alle sieben Hamburger Bezirke in Betracht gezogen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Tagungsmaterial: Beschaffung, Material & Abfallmanagement

Tagungsmaterialien werden nachhaltig hergestellt (siehe auch “Druckprodukte”) und sparsam verwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Ausstellende & Konzept: Partner*innenverträge: Dienstleistungsmanagement

Bei der Vergabe von Aufträgen werden nachhaltige Unternehmen bevorzugt.

Um eine Veranstaltung nachhaltig durchzuführen, braucht es nicht nur das Veranstaltungsteam selbst, sondern auch die Gäste und vor allem Dienstleister*innen, die alle direkt dazu beitragen, ob eine Veranstaltung in der Bilanz Ressourcen schont.  

  • Ist die Dienstleistung selbst ressourcenschonend oder bietet einen sozialen Mehrwert für die Veranstaltung? 
  • Kommen Dienstleister*innen aus der Freien und Hansestadt Hamburg bzw. aus der Metropolregion? 
  • Sind Dienstleister*innen Teil der UmweltPartnerschaft Hamburg? 
  • Sind Dienstleister*innen nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Verfolgen Dienstleister*innen selbst eine Nachhaltigkeitsagenda?
     
    • Nehmen Dienstleister*innen z.B. Verpackungen zurück und kümmern sich um die fachgerechte Entsorgung? 
    • Transportieren Dienstleister*innen ihre Produkte umweltfreundlich z.B. mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen? 
    • Verarbeiten Dienstleister*innen selbst vor allem ökologisch produzierte Lebensmittel oder als ressourcenschonend zertifizierte Materialien wie Holz oder Textilien? 
  • Identifizieren sich Dienstleister*innen mit der nachhaltigen Umsetzung der Veranstaltung?  
  • Verpflichten sich Dienstleister*innen einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Veranstaltung zu leisten?

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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