Maßnahmen für Nachhaltige Veranstaltungen

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Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Die Namensschilder der Gäste werden nach der Veranstaltung eingesammelt und wiederverwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Unternehmenskultur

In der Zusammenstellung des Teams wird gesellschaftliche Vielfalt berücksichtigt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Soziale Aspekte & Inklusion: Anti-Diskriminierung

Im Rahmen der Veranstaltung werden anti-diskriminierende Maßnahmen umgesetzt.

Durch Hygieneregeln setzen sich Veranstalter*innen intensiv mit dem Raum auseinander, der in einer Veranstaltungsstätte vorhanden ist. Physische Barrieren abzubauen, um Menschen den Zugang zu Veranstaltungen zu ermöglichen, ist nach wie vor wichtig – unabhängig davon ob Veranstaltungen unter strengen Hygienevorschriften stattfinden oder nicht.

Zusätzlich zu physischer Barrierefreiheit sollten soziale und ökonomische Aspekte mitbedacht werden: Zuerst spielen nach wie vor Ticketpreise und das Programm eine wesentliche Rolle, um sozioökonomische Ausgrenzung zu verhindern. Von den finanziellen Möglichkeiten hängt auch ab, ob Gäste Mittel leisten können, um sich und andere vor einer Infektion mit Corona zu schützen. Veranstalter*innen können dementsprechend z.B. Behelfsmasken und Desinfektionsmittel kostenfrei oder zum Selbstkostenpreis bereitstellen.

Mit Corona ist es nun behördlich gefordert, angeben zu können, wie viele Menschen und wer genau eine Veranstaltung besucht hat – auch bei ansonsten frei zugänglichen Veranstaltungen. Menschen, die diese Informationen nicht angeben wollen oder können, werden ausgeschlossen. Kreative Konzepte zu entwickeln, um z.B. öffentliche Plätze nicht komplett abzusperren oder nur teilweise Reservierungen einzufordern, könnte helfen, um diese Formen der Ausgrenzung zu reduzieren.

Wie Menschen trotz Abstandsregeln zusammengebracht werden können, haben wir als Green Events Hamburg bei Heike Gronholz, Geschäftsführerin der altonale GmbH, nachgefragt. Hier kommt ihr zum Blogbeitrag über die altonale kurz&schmerzlos wie sie 2020 durchgeführt wurde!

Ramp-Up.me ist ein Projekt, das sich für die Barrierefreiheit von Veranstaltungen einsetzt. Auf der Website werden die Aspekte Veranstaltungsort, Programm und Kommunikation behandelt. Es geht z. B. um Dolmetschen, divers besetzte Podien und barrierefreie Orte in der Umgebung des Veranstaltungsortes. 

In der Initiative barrierefrei feiern bündeln Kulturschaffende mit und ohne Behinderungen ihr Wissen zu barrierefreien Veranstaltungen. Sie beraten Veranstalter*innen. 

Im Fachportal der Aktion Mensch zu barrierefreien Veranstaltungen werden die folgenden drei Bereiche identifiziert, um den Zugang zu einer Veranstaltung wirklich allen zu ermöglichen: Es benötigt räumliche, sprachlich-kommunikative und technische Barrierefreiheit. Für alle Bereiche werden umfangreiche Tipplisten zur Verfügung gestellt.  

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat unter folgendem Link eine Checkliste bereitgestellt, was es bei der Planung von barrierefreien Veranstaltungen zu beachten gibt.

Es ist ein Problem, wenn Menschen sich unwohl oder nicht sicher fühlen, sanitäre Anlagen auf einer Veranstaltung zu benutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, genügend Toiletten bereitzustellen, die unabhängig der geschlechtlichen Identität genutzt werden können. Gleichzeitig sollte die räumliche Planung von sanitären Anlagen berücksichtigen, dass keine sexuelle Belästigung oder Diskriminierung stattfinden kann. Eine gute Lösung ist, möglichst viele Toilettenkabinen aufzustellen, die von allen Gästen genutzt werden können und insgesamt auf den rücksichtsvollen Umgang miteinander in sanitären Anlagen zu achten. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Soziale Aspekte & Inklusion: Einbeziehung von Anwohner*innen

Anwohner*innen werden an den Veranstaltungsaktivitäten beteiligt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Unternehmenskultur

Anti-Diskriminierung ist im Arbeitsalltag der Organisation integriert.

Eine unverbindlich kommentierte Liste zu barrierefreier Software, die vor allem im Arbeitsalltag benötigt wird, findet ihr unter diesem Link.

Der folgende Blogbeitrag im Magazin „Die Neue Norm“ behandelt ebenfalls das Arbeiten im digitalen Homeoffice und benennt dort auch Beispiele guter Praxis in der Welt der barrierefreien digitalen Tools. Beispielsweise werden Skype, Microsoft Teams, und Zoom als barrierefrei wahrgenommen, während Jitsi nicht immer eine gute Bildqualität ermöglicht, die für gehörlose Menschen besonders wichtig ist. In dem Blogbeitrag werden auch gute Erfahrung mit Big Blue Button als Videokonferenzsoftware geteilt.

Die Begriffe Pink/Purplewashing sind eine Anlehnung an Green und Whitewashing. Wer Pink/purplewashing betreibt identifiziert sich aus Marketinggründen mit der LGBTQIA* Community bzw. Feminismus, ohne wirklich Maßnahmen zur Repräsentation aller Menschen auf der Veranstaltung oder im Veranstaltungsteam umzusetzen.  

Pinkwashing beschreibt eben jene Kommunikationsmaßnahmen, die mehr Engagement für die LGBTQIA* Bewegung vermitteln als ein Unternehmen tatsächlich betreibt – egal ob unbeabsichtigt oder strategisch. Auch beim Purplewashing wird aus Marketinggründen der Einsatz eines Unternehmens für mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen hervorgehoben, auch wenn diese nicht wirklich gelebt wird.  

Ein guter Ansatz, um Green-, Purple- oder Pinkwashing zu verhindern, ist transparent und offen darüber zu kommunizieren, was wirkungsvoll für mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern und gegen diskriminierende Strukturen im Rahmen der Veranstaltung und im eigenen Team getan wird. Sich diskriminierenden Strukturen bewusst zu werden, ist dafür ein erster Schritt.  

Die Werteorientierung als Baustein der Unternehmensstrategie festzuschreiben, führt langfristig zu mehr Vertrauen und Identifikation mit der Organisation, insbesondere auch bei den Arbeitnehmenden und Helfer*innen. Gerade Ansätze für mehr Diversität und gegen Diskriminierung sind nicht sofort messbar. Sie erzielen langfristig Ergebnisse, deshalb kann hier nicht das Setzen von Indikatoren (KPI) der Schlüssel zu Erfolgsmessung sein. Wenn nur Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Zahlen stimmen, führt das zu weniger Vertrauen und einer verpassten Chance gesamtgesellschaftlicher Wirksamkeit.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Abfallkonzept

Für die Veranstaltung gibt es ein Abfallkonzept.

Die Abfallhierarchie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz angelegt und fördert den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

An erster Stelle der Abfallhierarchie steht, dass Abfälle vermieden werden sollen. Daher ist es sinnvoll, bereits in der Veranstaltungsplanung auf abfallintensive Aktivitäten zu achten und diese ggf. neu zu planen, um eine wesentliche Menge zu vermeiden z.B. durch den Einsatz von Mehrwegsystemen. Die Abfälle, die unvermeidbar sind, sollten im besten Fall nicht wirklich zu Abfall werden, sondern unmittelbar auf der nächsten Veranstaltung wiederverwendet oder dazu aufbereitet werden können. Dazu zählen z.B. Banner, die mehrjährig verwendet werden können, wenn sie dementsprechend (ohne Datumsangaben und ähnliches) bedruckt sind. Wenn Restmüll, Altpapier, Verpackungsabfälle und Bioabfälle während der Veranstaltungstage gut getrennt werden, können diese Abfälle – neben allen anderen Fraktionen, die anfallen – durch die lokalen und regionalen Abfallentsorger fachgerecht recycelt oder energetisch verwertet werden.

Abfallverwertung kann nur funktionieren, wenn Abfälle gut getrennt werden. Um die Abfalltrennung zu gewährleisten, hat sich bewährt, Abfallstationen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, gut erreichbar und in ausreichender Menge aufzustellen. Die Abfallstationen können Informationen zu den klassisch anfallenden Fraktionen bieten, um die Fehlwurfquote zu reduzieren.

Die Fehlwurfrate ist ein Indikator, mit dem die Qualität des gesammelten Abfalls ermittelt werden kann. Der lokale Abfallentsorger oder private Abfallentsorgungsunternehmen sind die wichtigsten Ansprechpartner bei der Planung des Abfallmanagements einer Veranstaltung.

Cradle to Cradle steht für ein Kreislaufkonzept, in dem es keinen Abfall gibt. Produkte werden so designt, dass bereits vor der Produktion klar ist, was aus dem Produkt werden wird, wenn es entsorgt wird. Dabei können Produkte entweder in einem technischen oder in einem ökologischen Kreislauf geführt werden. Alle Produkte, die ökologisch abbaubar sind und keine gesundheitsschädigenden Chemikalien im Abbauprozess freisetzen, werden im ökologischen Kreislauf geführt. Alle Produkte, die nicht abbaubare Elemente enthalten wie Metalle oder Kunststoffe, werden in technischen Kreisläufen gehalten. Der Einsatz von Kunststoff wird bei Cradle to Cradle nicht vermieden, sondern gefördert, wenn die eingesetzten Kunststoffe frei von gesundheitsschädigenden Chemikalien sind. Produkte können nach dem Cradle to Cradle Konzept zertifiziert werden.  

Es gibt einige Cradle to Cradle zertifizierte Produkte, die im Veranstaltungskontext verwendet werden können. Es gibt schadstoffabsorbierende Teppiche und Wandfarben für den Messebau, Klopapier, Reinigungsmittel für das Aufräumen nach der Veranstaltung, Bücher oder Trinkflaschen als Gastgeschenke, und z.B. sind Kleidungsstücke von Trigema zertifiziert!  

Entsorgt werden wiederverwendbare Produkte am besten über die Hersteller*in, um sicherzustellen, dass die Materialien vollständig im Kreislauf geführt werden können. Die meisten Verpackungsmaterialien, die nach Cradle to Cradle Prinzipien hergestellt worden sind, werden ansonsten als Papier, im dualen System oder im ungünstigsten Fall als Restmüll entsorgt. Im Bioabfall können Cradle to Cradle Verpackungen meistens nicht entsorgt werden, da die Kompostierung der Verpackung länger dauert als es in vielen Abfallverwertungsanlagen vorgesehen ist. 

Zigarettenfilter werden nach dem Rauchen häufig auf der Straße anstatt im Mülleimer entsorgt und zumindest von rauchenden Veranstaltungsbesucher*innen nicht unbedingt als störend wahrgenommen. Anders ist das für Nicht-Raucher*innen; sie empfinden den Abfall durch Zigaretten eher als unangenehm. Weitere Informationen zur Wahrnehmung von Zigaretten und Co. dazu hat eine niederländische Initiative in ihrem Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen zusammengetragen.

Zigarettenfilter aus Cellulose-Acetat stellen zudem ein ökologisches Problem dar. Diese sind nur schlecht biologisch abbaubar, angereichert mit giftigen und umweltschädlichen Stoffen können sie Wasser und Boden verunreinigen, und Vögel können die Zigaretten mit echter Nahrung verwechseln. Um die negativen Umweltauswirkungen gering zu halten, ist es daher sinnvoll, Zigarettenstummel im Rahmen von Veranstaltungsaktivitäten zu sammeln und so die Verwertung zu ermöglichen.  

Auf dem Veranstaltungsgelände sollten genügend Möglichkeiten bereitstehen, um Zigaretten zu entsorgen. Darüber hinaus können interaktive und witzige Installationen, an denen z.B. sichtbar gemacht werden kann, wie viele Zigaretten bereits gesammelt wurden, umgesetzt und in das Kommunikationskonzept der Veranstaltung eingebunden werden. Des Weiteren gibt es tragbare Aschenbecher, die Besucher*innen in der Hosentasche mitnehmen können und so ihre Zigaretten entsorgen können. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Ausstellende & Konzept: Beauftragung und Partner*innenverträge

Anreizsysteme fördern nachhaltiges Verhalten von Ausstellenden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Mitarbeitenden-Management

Ehrenamtliche Helfer*innen werden ins Team und die Veranstaltungsorganisation eingebunden.

Auf vielen Veranstaltungen werden ehrenamtliche Helfer*innen eingesetzt, um die Umsetzung der Veranstaltung zu ermöglichen. Um dem Großteil der Erwartungen aller Beteiligten gerecht zu werden, benötigt es eine transparente Kommunikation und Ansprechpartner*innen, zudem sollten die folgenden Fragen im Voraus geklärt werden:

  • Für welche Aufgaben tragen Helfer*innen die Verantwortung?
  • Wann und wo werden Helfer*innen eingesetzt?
  • Welches Wissen und welches Material benötigen Helfer*innen?
  • Haben Helfer*innen eine Ansprechpartner*in bei Fragen?
  • Wie werden die Helfer*innen motiviert?
  • Was kann im „schlimmsten Fall“ passieren, wenn Helfer*innen ausfallen?
  • Wie wird die Zusammenarbeit mit den Helfer*innen evaluiert?

Helfer*innen sind häufig Veranstaltungsbesucher*innen, die im Gegenzug für ihre Unterstützung vergünstigten oder kostenlosen Eintritt erhalten und z.B. für besondere Nachhaltigkeitsthemen eingesetzt werden können: beispielsweise, indem sie Abfall auf dem Gelände einsammeln und andere Besucher*innen für die Vermeidung von Abfall sensibilisieren. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Naturschutz

Die Veranstaltungsstätte setzt Biodiversitätsmaßnahmen um.

Die Gärten und die Bepflanzung einer Veranstaltungsstätte im urbanen Raum sind bei vielen Events zentrale Gestaltungselemente. Dabei könnt ihr selbst bzw. die Betreiber*innen einer Veranstaltungsstätte bei der Geländegestaltung auf Merkmale achten, die mehr Artenvielfalt in der Stadt ermöglichen 

Die Loki-Schmidt-Stiftung hat das Projekt “Kooperation Natur” initiiert, in dem Unternehmen (auch Betreiber*innen von Veranstaltungsstätten) unterstützt werden, die Flächen auf dem eigenen Gelände in biodiverse Naturräume umzuwandeln bzw. sdtische Artenvielfalt zu fördern. 

Der NABU Hamburg hat einen Blogbeitrag zu “Naturnahen Gärten” veröffentlicht, in dem ihr Hintergrundinformationen zur Förderung von Artenvielfalt in städtischen Gärten erhaltet. 

Die folgenden Fragen sollen euch helfen, bei Betreiber*innen einer Veranstaltungsstätte nachfragen zu können, inwiefern auf den Erhalt der Biodiversität vor Ort geachtet wird.  

  • Ist die Veranstaltungsstätte überhaupt bepflanzt?  
  • Ist die Veranstaltungsstätte vor allem mit heimischen Arten bepflanzt? 
  • Werden Wiesen und Grünflächen eher selten gemäht? 
  • Verzichten die Betreiber*innen der Veranstaltungsstätte auf den Einsatz von Pestiziden und Düngern oder begrenzen diesen? 
  • Wurden Pflanzenarten und Bäume ausgewählt, die potenziell dem sich verändernden Klima (d.h. längeren Trockenphase) standhalten können oder besonders geeignet für die Belastung in Städten (d.h. Luftverschmutzung) sind? 
  • Verfügt die extern betriebene Veranstaltungsstätte über professionell und effektiv angelegte Nisthilfen, Steinmauern, Insektenhotels etc.? 
  • Haben die Betreiber*innen der Veranstaltungsstätte z.B. Wildgärten angelegt oder lassen bewusst Bereiche „unaufgeräumt“? 
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Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Dienstleistungsmanagement

Die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien mit Partner*innen ist vertraglich geregelt.

Auf Grundlage unterschiedlicher Verträge, die bereits von Hamburger Veranstalter*innen eingesetzt werden, um Nachhaltigkeitskriterien festzuhalten, haben wir ein PDF erstellt, in dem ihr euch für mögliche Absprachen mit Partner*innen inspirieren lassen könnt.

Eine nachhaltige Veranstaltung hört nicht bei euch auf, auch die Dienstleister*innen, wie z.B. der gastronomische Standbetreiber, müssen mit ins Boot geholt werden. Dafür ist eine transparente und verständliche Kommunikation der Nachhaltigkeitsmaßnahmen für die Dienstleistenden sinnvoll. Ein (freiwilliger) Zusatzvertrag kann Vertrauen auf beiden Seiten schaffen und gleichzeitig die Maßnahmen erläutern. 

Um Dienstleister*innen aktiv in das Nachhaltigkeitskonzept einzubeziehen und sie zu einem Beitrag zur Erreichung der festgelegten Nachhaltigkeitsziele zu verpflichten, schließt z.B. die altonale GmbH einen Zusatzvertrag „Nachhaltigkeit“ mit ihren Dienstleister*innen ab. Darin wird in ungefähr 100 Wörtern gerahmt, welchen Anteil Dienstleistungen an den gesamten Emissionen der Veranstaltung ausmachen und welcher Zweck mit dem Zusatzvertrag angestrebt wird. Danach werden stichpunktartig die verbindlich umzusetzenden Nachhaltigkeitsmaßnahmen für Standbetreiber*innen aufgelistet, sowie die freiwilligen Maßnahmen, die von der Veranstalter*in begrüßt würden. Die umzusetzenden Maßnahmen sind sehr konkret formuliert wie z.B. der komplette Verzicht auf Plastiktüten an Ständen oder die sortenreine Trennung von Abfall. Des Weiteren könnte z.B. festgelegt werden, welche Quoten an regionalen, saisonalen und biologisch produzierten Lebensmitteln an Foodtrucks erfüllt werden sollen oder welche Einwegmaterialien eingesetzt werden, wenn Mehrwegsysteme nicht einsetzbar sind. 

Das Reeperbahn Festival hängt an Verträge mit Dienstleister*innen ebenfalls einen Nachhaltigkeitspassus an, sodass Vertragspartner*innen des Festivals eine Absichtserklärung mit ca. 200 Wörtern unterschreiben, in der vor allem auf den Verzicht von Einwegmaterialien und die bevorzugte Nutzung von Ökostrom hingewiesen wird.  

Beim WAKE UP Festival wird von allen Ausstellenden eine Umweltpauschale erhoben, um die durch die An- und Abreise emittierten Treibhausgase zu kompensieren und z.B., um für die Reinigung der Veranstaltungsstätte aufkommen zu können. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Kommunikation: Kommunikation mit Gästen

Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen werden an Gäste kommuniziert; Gäste werden zum Mitmachen aufgefordert.

In dem zweiseitigen Fact Sheet von Powerful Thinking, einem Think Tank, der die Versorgung von Festivals mit erneuerbaren Energien vorantreiben will, sind die folgenden Beispiele genannt, wie Veranstalter*innen das Thema Energieverbrauch an Gäste kommunizieren können: Solarbetriebene Open-Air-Kinos, fahrradbetriebene Bühnen und Smoothie-Stationen, Kunstinstallationen, die Energie zum Thema machen so wie das Electric Hotel des Atelier Fleiter. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Soziale Aspekte & Inklusion: Zugänglichkeit der Veranstaltung

Das Online-Angebot der Veranstaltung ist barrierefrei gestaltet und ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderung die präsenzlose Teilnahme an der Veranstaltung.

Eine sehr gute Einführung in die Umsetzung von Barrierefreiheit auf digitalen Veranstaltungen bietet der Blog von Domingos de Oliveira.

Neben zahlreichen Handlungsempfehlungen, macht der Autor deutlich, dass die eingesetzte Software die folgenden Funktionen und Attribute haben sollte:

  • Tastatur-bedienbar
  • Screenreader-kompatibel
  • wesentliche Funktionen Im Browser ausführbar
  • kein Flash erforderlich
  • Kernfunktionen leicht erkenn- und bedienbar
  • bei Gebärdensprache, Leichter Sprache oder Untertitelung: ein separat zuschaltbares, in Größe und Position veränderbares Fenster
  • native Smartphone-App

Für Webseiten, auf denen live gestreamt wird, gelten dieselben technischen Voraussetzungen.

Aktuell verändert sich der Funktionsumfang von Videokonferenz- und Kommunikationssoftware sehr schnell. Eine allgemein gültige Aussage zu barrierefreien Tools ist deshalb schwierig zu treffen.

Grundsätzlich sollte eingesetzte Software umfassend getestet und frühzeitig an die Veranstaltungsgäste kommuniziert werden, sodass alle Beteiligten genügend Vorbereitungszeit haben, sich mit dem Tool vertraut zu machen. Eine gute Vorbereitung ermöglicht auch ganz konkret bei einzelnen Personen abzufragen, ob z.B. Präsentationen vorab zur Verfügung gestellt werden müssen oder Informationen in Leichter Sprache verfügbar sein sollen usw.

Generell ermöglichen Chats eine Alternative zur Kommunikation über Video, was mehr Menschen den Zugang zur einer interaktiven Kommunikation ermöglicht, wenn z.B. die Anzahl der zu sehenden Videos überfordernd ist.

Eine unverbindlich kommentierte Liste zu barrierefreier Software, die vor allem im Arbeitsalltag benötigt wird, findet ihr unter diesem Link. Dieser Blogbeitrag im Magazin „Die Neue Norm“ behandelt ebenfalls das Arbeiten im digitalen Homeoffice, benennt dort aber Beispiele guter Praxis in der Welt der barrierefreien digitalen Tools, die auch für Veranstaltungen relevant sein könnten. Beispielsweise werden Skype, Microsoft Teams, und Zoom als barrierefrei wahrgenommen, während Jitsi nicht immer eine gute Bildqualität ermöglicht, die für gehörlose Menschen besonders wichtig ist. In dem Blogbeitrag werden auch gute Erfahrung mit Big Blue Button als Videokonferenzsoftware geteilt.

Auf dem Blog „Netz barrierefrei“ werden GoToMeeting, WebEx oder Adobe Connect nicht als barrierefrei wahrgenommen. Für den Bereich Ticketing ist unter den bekannten Anbieter*innen keine echte barrierefreie Lösung benannt worden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Es werden Maßnahmen von den Veranstaltenden ergriffen, um Give-Aways und Werbematerialien ressourcenschonend einzusetzen.

Im Rahmen einer nachhaltigen Veranstaltung sollte auf das Steigenlassen von Luftballons verzichtet werden. Luftballons steigen zwar zunächst in den Himmel auf, sinken allerdings wieder zu Boden, sobald das Helium entwichen ist. In den meisten Fällen landen diese dann als Abfall in der Natur oder in Gewässern, wo sie u.U. von Tieren gefressen werden, die Ballons mit Nahrung verwechseln.  

Kunststoffballons sind wie jede andere Art Plastik ein Problem in der Natur und haben eine negative Umweltwirkung, wenn sie in die Nahrungskette gelangen und sich Schadstoffe in Lebewesen ansammeln. Es gibt zwar Ballons aus abbaubaren Materialien wie Naturkautschuk. Allerdings sind auch kompostierbare Materialien meistens eher schlecht von Mikroorganismen abbaubar und so kann der Abbauprozess in der Natur trotzdem mehrere Jahre dauern.  

Weiterführende Informationen zu Luftballons in der Umwelt hat die Aktionsgemeinschaft Artenschutz zusammengetragen. Jan Andries van Franeker von der Wageningen Universität hat die schädlichen Auswirkungen von Luftballons für die Natur in einem deutschsprachigen Dossier zusammengefasst.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Die Organisation ist nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert.

P-D-C-A steht für Plan-Do-Check-Act und ist eine typische und bekannte Vorgehensweise im Projektmanagement. Sie ist geeignet, um sich im Unternehmen oder der Planung einer Veranstaltung stetig in kleinen oder großen Schritten zu verbessern und kann sehr umfassend angewendet werden. Vereinfacht funktioniert es so: Zuerst braucht es einen Plan, dann wird der Plan im Kleinen ausprobiert, getestet und verbessert. Wenn alles funktioniert, wird die Aktivität im Großen umgesetzt und schließlich erneut überarbeitet.

Auch der Kaizen-Ansatz orientiert sich an den genannten vier Schritten. Die aus Japan stammende Unternehmensphilosophie steht ebenfalls für die stetige Verbesserung in kleinen Schritten.

Umweltmanagementsysteme werden von Unternehmen eingerichtet, die sicherstellen möchten, dass sich das eigene Unternehmen stetig in seiner Umweltverträglichkeit verbessert. Wenn Unternehmen sich z.B. nach EMAS zertifizieren lassen, dann sind sie verpflichtet, bestimmte Umweltkennzahlen zu erheben und dafür zu sorgen, schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren. In Hamburg können sich Unternehmen im Rahmen des Ökoprofit-Programms mit der Einrichtung von einem eigenen Umweltmanagementsystem auseinandersetzen und werden beim Zertifizierungsprozess professionell unterstützt. Veranstalter*innen können für ihr Unternehmen oder für die durchgeführte Veranstaltung ein Umweltmanagementsystem einrichten: Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist z.B. EMAS-zertifiziert.

Industriestandards oder sog. ISO-Normen umfassen weltweit anerkannte Anforderungen für fast alles. Industriestandards sind keine Gesetze, werden aber häufig als sog. anerkannte Regeln der Technik in Gesetzen genannt.

Für Veranstalter*innen und Unternehmen der Veranstaltungsbranche sind relevante Industriestandards in der Tatenbank verlinkt. Dazu zählen z.B. ISO 14001 für die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems oder ISO 20121 für Nachhaltiges Eventmanagement. Bei Dienstleister*innen kann die Einhaltung bestimmter ISO-Normen Aufschluss über die Standardisierung von Arbeitsabläufen geben, in denen z.B. die Umweltverträglichkeit verbessert werden soll.

In der Veranstaltungstechnik oder bei Sicherheitsdienstleistungen gibt das Zertifikat ISO 9001 beispielsweise an, dass Unternehmen u.a. rechtliche und behördliche Anforderungen an ihre Dienstleistungen und Produkte erfüllen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Ausstellende & Konzept: Programmempfehlung

Lokale Initiativen und gemeinnützige Organisationen können sich den Gästen der Veranstaltung präsentieren. Diese orientieren sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen/ Agenda 2030, sind anti-diskriminierend gestaltet und stärken gesellschaftliche Vielfalt.

Die häufigste Form Kooperationspartner*innen oder assoziierte zivilgesellschaftliche Initiativen auf einer Veranstaltung vorzustellen, ist der Infostand.  

Wenn es Infostände gibt, ist es wichtig, diese konzeptionell im Veranstaltungsprogramm einzubetten, sodass sie nicht lediglich als Lückenfüller dienen und tatsächlich relevant für Besucher*innen der Veranstaltung sind. Das Verteilen von Informationsmaterialien ist die einfachste Form der Öffentlichkeitsarbeit, die an einem Infostand geschehen kann. Mitmach-Aktionen zu planen, ist zwar aufwendiger, kann aber effektiver sein, um bei den Gästen einer Veranstaltung im Gedächtnis zu bleiben. Das lunatic Festival in Lüneburg stellt z.B. zahlreiche Initiativen auf dem Festivalgelände auf der “Spielwiese” vor. Auf der Spielwiese bietet jede Initiative eine Mitmach-Aktion an, die etwas mit dem Festivalthema zu tun hat, Flyern ist hier nicht erlaubt! 

Viele unterschiedliche Infostände können das Veranstaltungsgelände bereichern und ein umfassendes Informationsangebot für Gäste bereitstellen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Aufwand und Mehrwert sich die Waage halten. Der Aufwand im Vorfeld der Veranstaltung umfasst, alle Organisationen, die einen Infostand haben sollen, auf dem Gelände der Veranstaltung zu verorten und den Rahmen des Infostandes angemessen an die Betreiber*innen der Infostände zu kommunizieren. Bereits mit einer geringen Anzahl an Infoständen lohnt es sich, Anfragen und Ansprechpartner*innen systematisch abzulegen, um den Überblick zu behalten. Die Betreuung der Infostände sollte vor und während der Veranstaltung (und im besten Fall auch zur Evaluation nach Veranstaltungsende) gewährleistet sein, sodass Partner*innen wissen, an wen sie sich bei Fragen wenden können.

An Infoständen wird häufig Informationsmaterial aus Papier ausgehändigt, das in vielen Fällen ungelesen im nächsten Papierkorb entsorgt wird. Um auf Veranstaltungen unnötigen Papierverbrauch zu vermeiden, können Veranstalter*innen den Betreiber*innen der Infostände empfehlen, auf Informationsmaterial aus Papier zu verzichten. Stattdessen können an allen Infoständen z.B. QR-Codes bereitgehalten werden, sodass interessierte Besucher*innen Informationskanäle direkt online abonnieren können.  

Neben Flyern werden an Infoständen auch häufig Give-Aways, also Werbeartikel und -geschenke, ausgehändigt. Veranstalter*innen können festlegen, welche Give-Aways angemessen zur Ressourcenschonung einer Veranstaltung beitragen können, oder auf welche besser verzichtet wird. So können, im Gegensatz zu den klassischen Plastikkugelschreiber, wiederverwendbare Taschenaschenbecher auf einer Open Air-Veranstaltung oder regionales Bio-Obst einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit einer Veranstaltung leisten. Auch in unserem Infoportal findet ihr Unternehmen, die ressourcenschonende Give-Aways and Merchandise anbieten. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gastronomie: Verpackungsabfall

Es werden Maßnahmen beim Speisen- und Getränkeangebot ergriffen, um Abfall durch Geschirr und Verpackungen zu reduzieren.

Selbst wenn Einweggeschirr auf Veranstaltungen aus Pappe oder kompostierbaren Kunststoffen hergestellt worden ist, wird der damit entstandene Abfall normalerweise im Restmüll entsorgt. Durch die Speisereste, die z.B. an Pappe kleben bleiben – wie in einem Pizzakarton – lässt sich das Material nicht mehr sortieren und auch nicht mehr gut recyceln.

Anstatt klassischem Plastikgeschirr haben viele Standbetreiber*innen auf kompostierbare Kunststoffe umgestellt. Prinzipiell ist die Kompostierung von biologisch abbaubarem Plastik möglich, dauert aber länger als bei herkömmlichen Bioabfall. In den meisten Kompostierungsanlagen wird das Einweggeschirr daher nach der regulären Kompostierungszeit abgesiebt und (ebenfalls) als Restabfall verbrannt.

Hersteller*innen von kompostierbaren Gefäßen und Besteck empfehlen deshalb am ehesten, den Abfall über die Wertstoffsammlung, d.h. über den „gelben Sack“ zu entsorgen. Aber auch hier sorgen die Speisereste dafür, dass das Material nicht mehr gut sortiert und recycelt werden kann und dann am ehesten in der thermischen Verwertung landet, d.h. verbrannt wird.

Vor allem mit dem erhöhten Infektionsschutz auf Veranstaltungen wird der Einsatz von Einweggeschirr attraktiv. Im Grundsatz bleibt aber das Prinzip nach wie vor, dass jeder Abfall, der nicht unbedingt notwendig wird, vermieden werden sollte.

Das ist leicht zu realisieren, wenn Schälchen, in denen Lebensmittel ausgegeben werden essbar sind.

Es gibt auch kompostierbares Einweggeschirr, das zwar grundsätzlich kompostierbar ist, aber häufig in den vorhandenen Müllverwertungsanlagen aufgrund anhaftender Speisereste oder wegen der verlängerten Kompostierungsdauer nicht recycelt werden kann und letztlich verbrannt wird. Die gleiche Herausforderung bei der Verwertung trifft auf Teller und Besteck aus Karton zu.

Das bedeutet für Veranstalter*innen, dass die Verwertung der ausgegebenen Materialien in jedem Fall mitgedacht werden sollte, bevor sie beschafft werden. Daher gibt es auch Einweg-Systeme, die die Entsorgung gleich “mitliefern”, wie Ökodishes.

Die ETH Zürich hat sich hier unterschiedliche Materialien näher angeschaut. Das Ergebnis der Recherche ist, dass unter den Einwegmaterialien unbeschichteter Karton in der Ökobilanz die beste Wahl ist. Wenn der Karton auch zur Ausgabe von Flüssigkeiten geeignet sein soll, dann sollte die Beschichtung aus Stärke (PLA) sein. Im Vergleich zu mehrfach eingesetztem Geschirr schneiden Einwegmaterialien in ihrer Ökobilanz trotzdem schlechter ab.

Auf den Seiten 11 bis 18 werden beinahe alle relevanten Verpackungsmaterialien, die potentiell für Veranstalter*innen infrage kommen, verglichen. Sobald das „Wunschmaterial“ für die Ausgabe von Lebensmittel feststeht, lohnt es sich einen Blick in die Tabelle zu werfen, um die dazu passende Bewertung des Materials nachzuschauen.

Mehrwegsysteme wie ReCup sind auch unter Corona-Bedingungen einsetzbar und eine sinnvolle Lösung. Der benutzte Kaffeebecher kann verschmutzt und kontaktlos z.B. über einen Behälter vor der Theke zurückgegeben werden, sodass ein neuer mit dem Heißgetränk ausgegeben werden kann.

Essbares Geschirr ist vermutlich einer der spannendsten Wege, um Abfall durch Verpackungsmüll zu vermeiden. Waffeln, in der Eiskugeln ausgegeben werden, werden ja bereits nahezu in jedem Eisladen angeboten. In anderen Formen sind Waffeln auch für anderes Fastfood geeignet.  

Tutaka hat darüber hinaus essbares Geschirr und Besteck mit ausführlichen Beschreibungen zusammengestellt: https://tutaka.com/marktplatz/gastronomie/. Darunter finden sich essbare Löffel mit unterschiedlichen Geschmäckern, Teller und Besteck aus Weizenkleie und essbare Schalen, die im Geschmack Brot ähneln.   

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Ausstattung & Dekoration

Für die Veranstaltung beschaffte Banner und Planen werden ressourcenschonend hergestellt und können wiederverwendet werden.

Bei der Auswahl von Druckereien und der Gestaltung eurer Banner sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Bezieht die Druckerei Ökostrom? 
  • Kompensiert die Druckerei unvermeidbare Treibhausgasemissionen? 
  • Ist die Druckerei nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Wird PVC-freies Material für die Banner verwendet? 
  • Kann das Material der Banner recycelt werden? 
  • Werden lösungsmittelfreie Farben eingesetzt? 
  • Wird der Einsatz von Lösungsmitteln im Druckprozess reduziert? 
  • Sind die Druckfarben vegan und auf Pflanzenölbasis? 
  • Sind die Druckfarben frei von Schwermetallen?  
  • Handelt es sich um eine regionale Druckerei oder werden die Banner klimaneutral per Post versendet? 
  • Ist das Banner so designt, dass es mehrjährig verwendet werden kann? 
  • Habt ihr den Bedarf an Banner so kalkuliert, dass ihr nicht mehr Banner bestellt als ihr zur Ausstattung des Veranstaltungsgeländes benötigt? 

Mehrjährig verwendbare Banner klingen ja in der Theorie ganz sinnvoll, aber praktisch gibt es auf Festivals oder Konzerten häufig Informationen, die unbedingt kommuniziert werden müssen, die aber auch nur in einem bestimmten Jahr genau so gültig sind. BagUp ist Kooperationspartner des FKP Scorpio und upcycelt alte Festivalplanen zu Taschen. Die Taschen werden von gesellschaftlich benachteiligten Menschen genäht.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Kommunikation: Kommunikation mit Partner*innen

Kooperationspartner*innen der Veranstaltung werden dazu aufgefordert, während der Veranstaltung und darüber hinaus über eigene Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu informieren.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gastronomie: Reinigung

Spülmobile und Spülmaschinen werden mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln betrieben und sind an feste Abwassersysteme angeschlossen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Ausstellende & Konzept, Unternehmensführung & Organisationskultur: Beauftragung und Partner*innenverträge, Dienstleistungsmanagement

Bei der Vergabe von Aufträgen werden nachhaltige Unternehmen bevorzugt.

Um eine Veranstaltung nachhaltig durchzuführen, braucht es nicht nur das Veranstaltungsteam selbst, sondern auch die Gäste und vor allem Dienstleister*innen, die alle direkt dazu beitragen, ob eine Veranstaltung in der Bilanz Ressourcen schont.  

  • Ist die Dienstleistung selbst ressourcenschonend oder bietet einen sozialen Mehrwert für die Veranstaltung? 
  • Kommen Dienstleister*innen aus der Freien und Hansestadt Hamburg bzw. aus der Metropolregion? 
  • Sind Dienstleister*innen Teil der UmweltPartnerschaft Hamburg? 
  • Sind Dienstleister*innen nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Verfolgen Dienstleister*innen selbst eine Nachhaltigkeitsagenda?
     
    • Nehmen Dienstleister*innen z.B. Verpackungen zurück und kümmern sich um die fachgerechte Entsorgung? 
    • Transportieren Dienstleister*innen ihre Produkte umweltfreundlich z.B. mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen? 
    • Verarbeiten Dienstleister*innen selbst vor allem ökologisch produzierte Lebensmittel oder als ressourcenschonend zertifizierte Materialien wie Holz oder Textilien? 
  • Identifizieren sich Dienstleister*innen mit der nachhaltigen Umsetzung der Veranstaltung?  
  • Verpflichten sich Dienstleister*innen einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Veranstaltung zu leisten?

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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