Maßnahmen für Nachhaltige Veranstaltungen

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Unsere Maßnahmen und Exkurse sind in folgende Handlungsfelder eingeteilt:

Illustrationen: Lena Schaffer

Hier findet ihr alle Maßnahmen aus unserer Checkliste für nachhaltige Veranstaltungen – inklusive Exkurse mit weiterführenden Links zusätzlichen Informationen. Nutzt die Filter, um passende Themen für euch zu finden!

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Unternehmensführung & Organisationskultur: Büro & Planung

Eigene Lagerräume werden nach Nachhaltigkeitskriterien organisiert.

Inventarisierung von vorhandenen Materialbeständen ist wichtig, um Ressourcen zu schonen, indem Vorhandenes wiederverwendet wird, anstatt Neues einzukaufen. Je nach dem, wie umfangreich ein zu überblickendes Lager einer Veranstalter*in oder eines Unternehmens ist, können bereits einfache Tabellen helfen, den Überblick zu behalten. Die Tabellen sollten verständlich sein; sie sollten Daten zu Lagerbeständen und dessen Qualität so einfach wie möglich und gleichzeitig so umfassend wie nötig dokumentieren.

Sinnvoll ist es, wenn eine Datenbank mit Informationen zu eingelagerten Gegenständen oder Materialien erweitert werden kann. Wenn Lagerbestände aufgrund verschiedener Einlagerungszeiten und Schnittstellen so komplex werden, dass sie nicht mehr manuell verwaltet werden können, kann eine software-gestützte Datenbank aufgesetzt werden. Ob die Unterstützung der Lagerverwaltung über eine Software erfolgen sollte, muss jedes Unternehmen anhand ihres Bedarfs abwägen.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Gastronomie: Reinigung

Spülmobile und Spülmaschinen werden mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln betrieben und sind an feste Abwassersysteme angeschlossen.

Spülstraßen können in unterschiedlichem Umfang auf Veranstaltungen eingesetzt werden. Im kleinen Format kann eine Spülstraße aus einem Abfalleimer, einem Spülbecken, einem Becken mit klarem Wasser und einer Stelle zum Abtropfen bestehen. Wenn Veranstaltungsgäste ihr Geschirr selbst abspülen, unterstützt ein klares Kommunikationskonzept die Nutzung dieser Spülstraße.

Eine weitere (kleinräumige) Möglichkeit ist es, eine Küche am Veranstaltungsort mit (Industrie-)Geschirrspüler zu nutzen, das spart im Vergleich zum Selbstspülen ordentlich Energie! Wenn Mehrweggeschirr in größerem Umfang eingesetzt wird, kann auch ein Spülmobil gemietet werden, in dem ein Geschirrspüler verbaut ist.

Die kleineren Geschirrmobile, die in Hamburger Raum verfügbar sind, sind für Veranstaltungen mit bis zu 180 Gästen geeignet. Das Geschirrmobil muss an die Strom-, Frischwasser- und Abwasserversorgung angeschlossen werden. Es gibt darüber hinaus Dienstleister*innen, die auch große mobile Spülcontainer für Veranstaltung mit mehreren Tausend Gästen bereitstellen können.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Klimaschutzmaßnahmen: Energie, Energieversorgung

Als Eventstrom wird zertifizierter Öko-Strom bezogen.

Strom für Veranstaltungen sollte nach Möglichkeit von regionalen Ökostrom-Anbieter*innen bezogen werden. (Vertrauenswürdige Ökostrom-Label stellt Pascal Tsachouridis von Naturstrom im Futur 2 NachhaltigkeitsTalk zum Thema Energie vor.) Bei Veranstaltungen in festen Spielstätten sollte also auf jeden Fall geklärt werden, ob bereits Ökostrom bezogen wird oder ein Wechsel zu einem entsprechenden Anbieter vorgenommen werden kann.

Auch auf Hamburger Freiflächen, die für Veranstaltungen temporär mit Strom versorgt werden sollen, können Veranstalter*innen regionalen Ökostrom für die Laufzeit ihres Events beziehen, indem sie das “Eventstrom”-Modell von Hamburg Energie nutzen. Einzige Voraussetzung ist ein Anschluss an das Stromnetz und die Beauftragung eines von fünf auf Veranstaltungsstrom spezialisierten Partnern (Hanse Baustrom, Elektro Zacher, Raimer Schmidt, Otto Busch, Stromversorgung Garbers).

Ergänzend können Veranstalter*innen ihren eigenen Ökostrom herstellen, z.B. durch mobile Photovoltaikanlagen auf dem Veranstaltungsgelände. Einige Veranstaltungen schaffen es sogar, ihren gesamten Energiebedarf aus eigenen Quellen decken. Entscheidend ist hierbei, den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen und zu planen – dabei ist zu beachten, dass die Kennzeichnung von elektrischen Betriebsmitteln nicht deren eigentlichem Stromverbrauch entsprechen muss, sondern dass dieser deutlich niedriger liegen kann. Wenn der Strom auf dem Veranstaltungsgelände nachhaltig hergestellt wird, lohnt es sich auf jeden Fall, dies für die Gäste sichtbar zu machen.

Wenn euer Event mit konventionellem Strom betrieben werden muss, weil am Veranstaltungsort kein Ökostrom bezogen oder selbst hergestellt werden kann, besteht die Möglichkeit, den Stromverbrauch mit dem Kompensationsmodell „Ausgeglichen! durch NATURSTROM“ des Anbieters Naturstrom auszugleichen: Basierend auf dem tatsächlichen Stromverbrauch zahlen die Veranstalter*innen eine Gebühr an Naturstrom. Der Betrag wird in den Ausbau von erneuerbaren Energien, z.B. den Bau von Photovoltaikanlagen, investiert und die Veranstalter*in erhält ein Kompensationszertifikat und Kommunikationsmaterialien.

Als erneuerbare Energien oder regenerative Energien werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Zu erneuerbaren Energien werden Bioenergie (Biomassepotenzial), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie gezählt.

Erneuerbare Energien sind jedoch nicht automatisch umweltfreundlich! Gerade die Energiegewinnung aus Biomasse, z.B. Holz, ist für den Klimaschutz höchst problematisch. Werden für die Energiegewinnung aus Biomasse nicht Beiprodukte der Papier- oder Holzproduktion genutzt, sondern lebende Wälder abgeholzt, wie es derzeit leider die weltweite Entwicklung ist, ist dies aus mehreren Gründen höchst problematisch:

  • Bäume binden CO2. Werden sie abgeholzt, können sie diese wichtige Aufgabe nicht mehr übernehmen.
  • Die Nutzung von Holz zur Energiegewinnung ist ineffizient. Nur ca. die Hälfte des Holzes eines gefällten Baums wird letztendlich zur Energiegewinnung genutzt – die andere Hälfte geht beim Fällen und der Verarbeitung zu Biomasse verloren.
  • Bei der Verbrennung von Holz wird mehr CO2 freigesetzt als bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Durchschnittlich erzeugt jede durch die Verbrennung von Holz erzeugte Kilowattstunde 2-3 Mal so viel CO2 wie eine durch fossile Brennstoffe gewonnene Kilowattstunde.

In manchen Ländern gibt es auch Bestrebungen, Palmöl oder Sojaöl anstatt fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung zu nutzen. Der Anbau von Ölpalmen und Sojabohnen gefährdet jedoch tropische Wälder, die besonders viel CO2 binden.

Aus diesen Gründen ist es so wichtig, beim Bezug von Ökostrom auf die richtigen Siegel zu achten. (Vertrauenswürdige Ökostrom-Label stellt Pascal Tsachouridis von Naturstrom im Futur 2 NachhaltigkeitsTalk zum Thema Energie vor.)

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Mitarbeitenden-Management

Die Mitarbeitenden arbeiten gemäß des Arbeitsschutzgesetzes und werden über außerordentliche Belastungen informiert.

Tipp 1: Wenn viele Menschen gemeinsam in einem Raum arbeiten, können räumliche Veränderungen helfen, um Lärm zu reduzieren wie z.B. schallabsorbierende Raumteiler aufzustellen, Pflanzen zu verteilen oder auch Schränke neu zu arrangieren.

Tipp 2: Technische Geräte wie Telefone und Drucker können ständig Geräusche erzeugen und stören. Diese können in Räumen untergebracht werden, wo niemand konzentriert arbeiten muss.

Tipp 3: Gemeinsam eingerichtete Ruhezeiten können helfen, dass alle Mitarbeitenden Rücksicht aufeinander nehmen.

Menschen verbringen ca. 90% ihrer Zeit in Innenräumen. Über die Luftqualität in Innenräumen machen sich allerdings nur wenige Menschen Gedanken. Dabei kann die Konzentrationsfähigkeit in Räumen mit „schlechter“ Luft gering sein und die Produktivität beeinflussen: ein zu hoher Kohlenstoffdioxidgehalt kann z.B. schlechte Luftqualität bedeuten. Draußen liegt der Wert bei ca. 400 ppm, in Innenräumen wird ab ca. 1000 ppm nur noch eine moderate Luftqualität gemessen. CO2-Sensoren mit LED-Anzeige können dabei helfen, die Luftqualität sichtbar zu machen und einen Anreiz bieten, kontinuierlich für bessere Luftqualität im Büro zu sorgen. Das Angebot von Luftqualitätssensoren ist umfangreich, der Preis kann zwischen 80 und 200€ liegen.  

Arbeitsschutzrechtliche Anliegen fallen vor allem in den technischen Bereichen einer Veranstaltung an wie Messebau, Veranstaltungstechnik und Logistik. Aber auch für Menschen, die viel am Computer arbeiten, gelten arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen.   

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt in dem verlinkten Onlinebeitrag, dass gesetzlich festgelegter Arbeitsschutz der Unfallvermeidung und zum Schutz der Gesundheit aller Arbeitnehmer*innen dient. Teilbereiche des Arbeitsschutzes stellen z.B. die Sicherheit der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes dar und behandeln, wie Mitarbeiter*innen vor den negativen Auswirkungen durch Lärm und Vibration und künstliche optische Strahlung geschützt werden müssen. Darüber hinaus gibt es die Verordnung zur Lastenhandhabung. 

Arbeitsschutz liegt in der Verantwortung der Arbeitgeber*in. Grundsätzlich gilt somit bei arbeitsschutzrechtlichen Fragen, dass die Gefahr durch die Arbeitsgeber*in beurteilt werden muss und darauf aufbauend entsprechende Schutzmaßnahmen durch die Arbeitgeber*in umgesetzt werden müssen.  

Die (aller)meisten Arbeitnehmer*innen der Veranstaltungsbranche dürfen gesetzlich maximal 48 Stunden pro Woche bzw. maximal 8 Stunden pro Tag arbeiten – mit Ausnahmen, die längere Arbeitszeiten kurzfristig erlauben. Bei einer täglichen Arbeitszeit zwischen sechs und acht Stunden müssen mindestens 30 Minuten Pause und bei über neun Stunden Arbeitszeit 45 Minuten Pause gemacht werden. Länger als sechs Stunden ohne Pause dürfen Arbeitnehmer*innen nicht arbeiten.  

Im Arbeitszeitgesetz steht eindeutig beschrieben, wie viel Arbeitnehmer*innen arbeiten dürfen, auf wie viele Pausen Arbeitnehmer*innen Anspruch haben und wann welche Ausnahmen gemacht werden dürfen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine leicht verständliche Broschüre zum Arbeitszeitgesetz veröffentlicht. 

Schichtpläne sollten sich grundsätzlich an die gesetzlichen Bestimmungen halten, um Arbeitnehmer*innen hinreichend vor Überlastung zu schützen. Doch in der Realität arbeiten Menschen in der Veranstaltungsbranche nicht immer im gesetzlichen Rahmen und Veranstaltungstage stellen Ausnahmesituationen dar, die häufig mit außerordentlichen Arbeitszeiten einhergehen. Daher sollten gerade Veranstalter*innen im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensorganisation darauf achten, Schichtpläne und Arbeitsverteilung so zu regeln, dass der gesetzliche Rahmen auch in Ausnahmesituationen jederzeit eingehalten werden kann. Es ist z.B. auch nicht erlaubt, strategisch weniger Arbeitskräfte als notwendig einzuplanen, um Kosten zu sparen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Der Veranstaltungsort liegt nicht in landes- oder EU-rechtlich geschützten Gebieten (Naturschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete, Vogelschutzgebiete) oder sensiblen Ökosystemen (Moore, Flussauen).

Auch in Hamburg gibt es geschützte Lebensräume, die durch Veranstaltungen nicht beeinträchtigt werden sollten. Die Stadt Hamburg stellt Karten zur Verfügung, in denen die geschützten Bereiche ausgewiesen sind: https://www.hamburg.de/schutzgebietskarte/.

Ob und inwiefern Veranstaltungen in geschützten Gebieten möglich sind, ist abhängig von Schutzstatus und Art sowie Größe der Veranstaltung selbst. Grundsätzlich sollten alle Veranstalter*innen in der Planungsphase in enger Absprache mit der Umweltbehörde bzw. Bezirksämtern stehen.

Der Deutsche Sportbund stellt ein umfangreiches Informationsportal zu den Themen Sport und Naturschutz bereit. Sportstätten und Wettkämpfe sollen im Einklang mit geschützten Naturräumen angelegt sein und stattfinden können.

In einem Leitfaden werden im vierten Kapitel die Verträglichkeit von (Sport)Events in Natura 2000 Gebieten erörtert, die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat Richtlinie geschützt sind. An vier Fällen wird gezeigt, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden konnten und wann keine Durchführung möglich war. Der Leitfaden enthält viele gut aufbereitete Lösungsbeispiele, in denen die Planung von Veranstaltungen mit dem Schutzgrad des Naturschutzgebietes im Konflikt stand.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Mitarbeitenden-Management

Ehrenamtliche Helfer*innen werden ins Team und die Veranstaltungsorganisation eingebunden.

Auf vielen Veranstaltungen werden ehrenamtliche Helfer*innen eingesetzt, um die Umsetzung der Veranstaltung zu ermöglichen. Um dem Großteil der Erwartungen aller Beteiligten gerecht zu werden, benötigt es eine transparente Kommunikation und Ansprechpartner*innen, zudem sollten die folgenden Fragen im Voraus geklärt werden:

  • Für welche Aufgaben tragen Helfer*innen die Verantwortung?
  • Wann und wo werden Helfer*innen eingesetzt?
  • Welches Wissen und welches Material benötigen Helfer*innen?
  • Haben Helfer*innen eine*n Ansprechpartner*in bei Fragen?
  • Wie werden die Helfer*innen motiviert?
  • Was kann im „schlimmsten Fall“ passieren, wenn Helfer*innen ausfallen?
  • Wie wird die Zusammenarbeit mit den Helfer*innen evaluiert?

Helfer*innen sind häufig Veranstaltungsbesucher*innen, die im Gegenzug für ihre Unterstützung vergünstigten oder kostenlosen Eintritt erhalten und z.B. für besondere Nachhaltigkeitsthemen eingesetzt werden können: beispielsweise, indem sie Abfall auf dem Gelände einsammeln und andere Besucher*innen für die Vermeidung von Abfall sensibilisieren. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Kommunikation: Kommunikation mit Gästen

Gäste werden über kulturelle und kulinarische Aktivitäten am Veranstaltungsort informiert, die aus nachhaltiger Sicht spannend sind.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Soziale Aspekte & Inklusion: Einbeziehung von Anwohner*innen

Anwohner*innen werden an den Veranstaltungsaktivitäten beteiligt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Veranstaltungspartner*innen

Die Organisation kooperiert mit anderen (Veranstaltungs-)Organisationen, um Ressourcen zu schonen.

Der Grad der Kooperation mit anderen Veranstalter*innen kann unterschiedlich ausgestaltet sein und sollte den Bedarfen der Veranstalter*innen je nach Veranstaltungstyp und Flexibilität angepasst werden. Die Kooperation kann materieller, administrativer oder ideeller Art sein. Die Zusammenarbeit kann auch auf einem gemeinsamen Kommunikationskonzept basieren und die Bewerbung der jeweils anderen Veranstaltung einschließen. Ein intensiverer Austausch bzw. eine genaue Abstimmung der Aktivitäten kann notwendig werden, wenn sich Veranstalter*innen verpflichten, gemeinsam ein Projekt z.B. zur Klimaneutralität ihrer Veranstaltungen umzusetzen.

Einen Einstieg in die Zusammenarbeit mit anderen Veranstalter*innen rund um das Thema Nachhaltigkeit bietet unser Netzwerk Green Events Hamburg. Über das Netzwerk ist es möglich, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig mit Wissen über Good Practices zu unterstützen.

Ein weiteres Netzwerk mit Nachhaltigkeitsbezug in Hamburg ist die UmweltPartnerschaft, in der Unternehmen sich verpflichten, kontinuierlich die eigene Umweltverträglichkeit zu verbessern. Über die UmweltPartnerschaft erhalten Unternehmen Beratung und erhöhen die Sichtbarkeit des eigenen Nachhaltigkeitsengagements.

  • Clubkombinat e.V.
    Interessenverband der Hamburger Club-, Party- und Kulturereignisschaffenden
  • Green Events Hamburg
    Netzwerk für Veranstalter*innen, die eine nachhaltige Veranstaltungsbranche fördern
  • Hamburg Convention Bureau
    Marketingorganisation der Hansestadt und Ansprechpartnerin für Veranstaltungsplaner*innen in Hamburg

  • musicHHwomen
    lokales Netzwerk und Plattform für Musikerinnen, Bookerinnen, Labelbetreiberinnen, Musikjournalistinnen, Technikerinnen
  • Gemeinwohlökonomie Hamburg
    lokal aktive Initiative zur Förderung der Gemeinwohlökonomie: einem Wirtschaftssystem, “das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene.”
  • Hamburger Ratschlag 
    zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele in Hamburg einsetzt und Forderung an Politik formuliert
  • Grüner Wirtschaftsrat
    Verband aus Unternehmen, d
    ie sich für eine sozial-ökologische Wirtschaft einsetzen
  • Renn.Nord
    vernetzt Akteur*innen in Hamburg und norddeutschen Bundesländern, um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu fördern
  • NKlub 
    Hamburger Netzwerk mit Menschen aus unterschiedlichen Branchen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen
  • Zukunftsrat
    Netzwerk mit über 100 Vereinen, Initiativen, Kammern, Instituten und Unternehmen in Hamburg, die sich für eine generationengerechte Entwicklung einsetzen 
  • Ökoprofit
    Einsteigerprogramm für die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS 
  • Verbraucherzentralen
    bieten umfassendes Informationsangebot zu Fragen rund um Energie, Umwelt und z. B. Verträgen aus der Perspektive von Gästen, Besucher*innen und Kund*innen

  • Green Music Initiative
    Deutschsprachiges Netzwerk zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche
  • Fairpflichtet
    Nachhaltigkeitskodex für die deutsche Veranstaltungsbranche, zu dem sich Unternehmen und z.B. Dienstleister*innen selbstverpflichten können
  • greenmeetings and events
    greenmeetings and events ist eine jährlich stattfindende Konferenz zu Nachhaltigkeitsthemen in der Eventbranche  
  • Julie’s Bicycle
    gemeinnützige Organisation in London, die die Kreativbranche unterstützt und ermutigt, sich für eine klimagerechte Zukunft einzusetzen
  • Green Operations Group Europe | GO Group
    branchenübergreifende Initiative der Musikfestival- und Eventbranche für grünere Veranstaltungen
  • Positive Impact Events
    gemeinnützige Organisation aus Manchester, die sich für eine nachhaltige Eventbranche einsetzt
  • Sounds of Nature
    Projekt des Bundesamtes für Naturschutz
    , das die Auseinandersetzung von Natur und Umwelt im Kontext von Live-Musik und Events fördert
  • Meeting Experts Green Award
    Award wird an nachhaltige Veranstaltungszentren bzw. an nachhaltige Unternehmen der Veranstaltungsbranche im Rahmen der greenmeetings and events Konferenz verliehen
  • A Greener Festival
    gemeinnütziges Unternehmen, das Veranstaltungen, Festivals und Veranstaltungsorte unterstützt, Umweltbelastungen zu reduzieren; bietet Zertifizierungen und Schulungen an
  • Yourope – The European Festival Association
    Organisation europäischer Festivals, die unterschiedliche Projekte zur Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche initiiert hat
  • Future of Festivals
    Branchentreffen für Veranstalter*innen, Dienstleister*innen, Verbände, Entscheider*innen und Auszubildende aus dem Festivalbereich, Nachhaltigkeitsbezug ist indirekt über die Partner*innen gegeben
  • Sustainable Event Alliance
    Netzwerk aus Veranstalter*innen weltweit, die sich
    als ‘Berufsgilde’ für Praktiker*innen und Expert*innen für Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche verstehen 

Ein mittelgroßer Club verbraucht jährlich so viel Strom wie 33 Haushalte und produziert damit etwa 30 Tonnen CO₂ – und da sind die Emissionen aus Heizungswärme, Abfall, Wasser und Mobilität noch nicht eingerechnet. Das Berliner Projekt Clubtopia will deshalb in der Clubszene auf Nachhaltigkeit aufmerksam machen und ein Umdenken schaffen. Clubtopia ist ein Kooperationsprojekt des BUND Berlin e.V. und des clubliebe e.V. sowie der Clubcommission Berlin und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Seit März 2019 diskutieren Clubbetreibende aus ganz Deutschland am von Clubtopia organisierten „Runden Tisch für eine grüne Clubkultur”. Wichtig ist den Organisator*innen und Teilnehmer*innen dabei, dass sie dem “Graswurzel-Ansatz” folgen – d.h. die Nachhaltigkeitsansprüche, die am runden Tisch formuliert werden, kommen aus der Szene selbst und werden nicht von außen auferlegt. Ziel ist es, gemeinsam einen “Code of Conduct für eine Grüne Clubkultur” zu erarbeiten.

Weitere Angebote von Clubtopia umfassen u.a.:

  • Green Club Training – eine regelmäßige und kostenlose Online-Schulung für Clubmitarbeitende zum Thema klimafreundliche Eventgestaltung
  • Green Club Guide – der „virtuellen Klimaberater” von Clubtopia. In diesem Dokument bekommen Veranstaltende Handlungsempfehlungen und “Best Practice”-Beispiele aufgezeigt. Wie die Clubs die Maßnahmen umsetzen und auf welchen Wegen sie ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, ist jedoch nicht vorgeschrieben und kann von Club zu Club unterschiedlich sein.
  • Energieberatung – eine kostenfreie und persönliche Beratung, wie Clubbetreibende in ihrem Club Strom sparen können, inkl. einem oder mehreren Rundgängen vor Ort und einem individuellen Maßnahmenplan.
  • Future Party Lab – eine Veranstaltungsreihe, in der sich Expert*innen mit engagierten Clubgästen austauschen und gemeinsam Lösungen für nachhaltige Clubnächte entwickeln. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe von einem Ideenwettbewerb.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Standortwahl

Bei der Auswahl der Veranstaltungsstätte fließen Nachhaltigkeitsaspekte ein.

Bei der Auswahl von Veranstaltungsstätten können viele Aspekte beachtet werden, die eine Veranstaltungsstätte nachhaltiger als eine andere machen. Auch Veranstaltungsstätten können basierend auf einem Umweltmanagementsystem (z.B. EMAS) zertifiziert werden, sodass die Betreiber*innen regelmäßig Umweltkennzahlen berichten und ihre Umweltverträglichkeit verbessern. Beispielsweise ist das Bürgerhaus Wilhelmsburg Mitglied des Ökoprofit Clubs, in dem sich Unternehmen mit der Einrichtung eines Umweltmanagementsystems beschäftigen. Auch die Hamburger Markthalle ist seit 2017 dort Mitglied und zertifiziert.  

Das WÄLDERHAUS in Wilhelmsburg wurde ganzheitlich nachhaltig geplant und bietet ein Hotel, ein Restaurant und Tagungsräume an, die vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Zudem gibt es ein paar Hotels in Hamburg, die nach Sozial- und Umweltstandards zertifiziert sind, darunter ist z.B. auch das Scandic Hamburg Emporio, das ein barrierefreies Hotel ist. Im Green Events Dienstleistungsportal findet ihr hier weitere nachhaltige Veranstaltungsstätten. 

Alle öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Theater und z.B. Schulen werden in der Freien und Hansestadt Hamburg mit Öko-Strom versorgt, darunter sind auch Veranstaltungsstätten, die gemietet werden können. 

In der Energiesparverordnung ist festgehalten, welche Anforderungen beheizte und klimatisierte Gebäude erfüllen müssen, die neu gebaut werden. Für den Veranstaltungskontext ist die Verordnung vor allem im Rahmen der genutzten Veranstaltungsstätten interessant: Seit 2007 müssen (mit Ausnahmen) Energieausweise für Gebäude erstellt werden, in denen auch die Energieeffizienzklasse festgehalten ist. Dieser Ausweis muss vorranging bei An- und Verkauf vorgelegt werden, bietet aber auch eine gute Orientierung zum Energieverbrauch des gemieteten Veranstaltungsraumes. Seit 2013 gelten folgende Energieeffizienzklassen: Ein Endenergieverbrauch von unter 30 kWh / (m^2 * a) zählt in die beste Effizienzklasse A+.  

Energieeffizienzklasse (kWh / (m^2 * a)) 

A+       < 30
A         < 50 
B         < 75 
C         < 100 
D         < 130 
E         < 160 
F         < 200 
G         < 250 
H         > 250 

Die Energiesparverordnung wurde 2020 vom Gebäudeenergiegesetz abgelöst, die Energieausweise blieben bestehen. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Unternehmenskultur

Alle Stakeholder (z.B. Dienstleistende, Sponsor*innen, Mitarbeitende, Behörden etc.) erhalten die Möglichkeit für Feedback und Anregungen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Organisation und ihrer Veranstaltung(en).

Feedback im Unternehmen kann zwischen Kolleg*innen oder unterschiedlichen Hierarchie-Stufen ausgetauscht werden und unterschiedliche Themen behandeln wie Projektverläufe, die Umsetzung von Aufgaben oder die persönliche Entwicklung der Teammitglieder. Regelmäßig stattfindende Treffen sind ein erster Schritt, um Feedback zu geben und zu nehmen. Es ist sinnvoll, mit allen Mitarbeiter*innen eine Feedbackroutine zu entwickeln, denn eine offene Gesprächskultur zu etablieren, benötigt mehr als eine Handvoll Tipps. An dieser Stelle geht es zu einem Blogartikel der Neuen Narrative, in dem es um Feedback in selbstorganisierten Teams geht.

Um konstruktiv Feedback zu geben, können die folgenden Tipps helfen:

Für die „feedbackgebende“ Person:  

  • Konstruktives Feedback ist beschreibend. Es umfasst zunächst die Beobachtung einer Situation aus der Ich-Perspektive. Das bedeutet, dass Personen weder beschuldigt noch bewertet werden.  
  • Konstruktives Feedback ist klar und verständlich formuliert.  
  • Konstruktives Feedback ist als Bitte oder Wunsch formuliert.  
  • Konstruktives Feedback wird zeitnah gegeben.  
  • Konstruktives Feedback ist konkret und behandelt einen Sachverhalt, den die sog. „feedbacknehmende“ Person auch verändern kann. 

In einer Situation, in der Feedback gegeben wird, sollte die Person, die Feedback empfängt, zunächst zuhören, ggf. Rückfragen stellen, wenn es Unklarheiten gibt, und sich nicht rechtfertigen, sondern das Gesagte akzeptieren und in Ruhe reflektieren. 

In dem hier verlinkten Blogbeitrag findest du weitere Informationen.

Um konstruktiv mit Konflikten im Unternehmen umzugehen, braucht es mehr als eine Handvoll Tipps: Generell ist es sinnvoll, eine offene Gesprächskultur und gegenseitiges Verständnis in die Unternehmenskultur zu integrieren. Im besten Fall werden so von Teammitgliedern Routinen etabliert, um bestehende Konflikte zu lösen, gewollte und notwendige Diskussionen führen zu können und überflüssige Konflikte zu vermeiden. In dem hier verlinkten Blogbeitrag beschreibt der Autor, was es zu beachten gibt, wenn ein professionelles Konfliktmanagement eingerichtet werden soll.

Entscheidungen gemeinsam zu treffen, kann herausfordernd sein. Radikal neu gedacht wurde Entscheidungsfindung von Premium Cola. Dort wird eine Konsensdemokratie gelebt. Wie dieses Konzept bei Premium funktioniert, erklärt Uwe Lübbermann in diesem Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=KUMJdbw0498.

Der Begriff New Work (deutsch: Neue Arbeit) wurde Ende der 70er Jahre vom österreichisch-amerikanische Sozialphilosoph Prof. Dr. Frithjof Bergmann eingeführt. Er wollte damit einen Gegenentwurf zur vorherrschenden klassischen Form des Kapitalismus entwickeln. Die Werte der Neuen Arbeit definierte er als

  • Selbstständigkeit
  • Freiheit
  • Teilhabe an der Gemeinschaft.

Im Zentrum der ursprünglichen New Work Idee stand also vor allem die persönliche Freiheit von Arbeitnehmer*innen. In der New Work haben Menschen die Möglichkeiten, so zu arbeiten, wie sie wollen und nicht, wie das System es ihnen vorschreibt.

Heute wird der Begriff deutlich weiter gefasst und beschreibt den durch die Digitalisierung, Globalisierung und die Entwicklung Künstlicher Intelligenz hervorgerufenen strukturellen Wandel in unserer Arbeitswelt.

In vielen Bereichen fallen durch die Automatisierung von Prozessen Arbeitsstellen komplett weg. Gleichzeitig ist der Mangel an Fachkräften für Berufe, die es vor einiger Zeit noch gar nicht gab, erheblich. Diese Situation stellt Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen. Nur wer sich mit dem Thema New Work ernsthaft auseinandersetzt, ist langfristig zukunftsfähig. Wie die konkrete Umsetzung aussieht, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab. Denn New Work gibt keine Standardlösungen vor: Jedes Unternehmen hat seine speziellen Bedürfnisse und Herausforderungen, die sich aus seinen Kund*innen, dem Wettbewerb, seinen Produkten oder Dienstleistungen, seinen Mitarbeitenden, Arbeitsprozessen und seinem eigenen Weg in die Zukunft definieren.

Das Magazin “Neue Narrative” ist ein Wirtschaftsmagazin, in dem es um das Neudenken und die Umgestaltung der Arbeitswelt geht. Unter den Angeboten der Redaktion sind u.a. auch ein online verfügbares Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe „aus der Welt der Neuen Arbeit“ erklärt werden.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit:

Es bestehen Sponsorings, die von der nachhaltigen Ausrichtung der Veranstaltung abhängen.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Soziale Aspekte & Inklusion: Gesundheit & Sicherheit

Es werden Maßnahmen ergriffen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern.

Safe Night e.V. ist eine Initiative Hamburger Clubs, die Awareness-Teams einsetzen, um sexualisierter Gewalt im Nachtleben vorzubeugen und Betroffene direkt vor Ort zu unterstützen.  

Während an der Tür Gäste, die sich gewaltvoll verhalten, abgewiesen oder rausgeschmissen werden, wird sich in vielen Clubs bisher nicht um diejenigen gekümmert, die Gewalterfahrungen machen. Sog. Awareness-Teams sorgen dafür, dass Betroffene die Unterstützung bekommen, die in dem Moment wirklich hilft – sei es einen physischen Rückzugsort zu schaffen oder das Taxi nach Hause zu organisieren. Safe Night schult zudem Mitarbeiter*innen z. B. zu Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Fällen mit K.O.-Tropfen. In diesem Artikel gibt eine der Mitgründer*innen von Safe Night – Navina Nicke – Einblicke in ihr Engagement.

Die Kampagne „Luisa ist hier!“ wurde 2016 vom Münsteraner Frauen-Notruf initiiert. Die Idee der Kampagne ist es, dass Betroffene sexueller Belästigung im Club z.B. das Barpersonal niedrigschwellig um Hilfe bitten können, indem sie fragen: „Ist Luisa da?“. Das Personal ist geschult darin, mit dem in der Frage vermittelten Code umzugehen und kann die betroffene Person unterstützen. Hintergrundinformationen der Kampagne sind in dem dazugehörigen Wikipedia-Artikel zu finden. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Tagungsmaterial

Tagungsmaterialien werden nachhaltig hergestellt (siehe auch „Druckprodukte“) und sparsam verwendet.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Veranstaltungsstätte: Ressourcenverbrauch

Am Veranstaltungsort stehen umweltverträgliche Toiletten zur Verfügung.

Die ökologischste Variante ist es, sanitäre Anlagen auf einer Freifläche, auf der eine Veranstaltung stattfindet, an das reguläre Kanalnetz sowie die Abwasserentsorgung anzuschließen. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, gibt es unterschiedliche mobile Lösungen. Komposttoiletten, in denen z.B. Trockenstreu eingesetzt wird (z.B. von Goldeimer, von Finizio, von Ökoje oder von Ecotoiletten) werden immer öfter auf Festivals angewendet, um unangenehme Gerüche auf Toiletten zu neutralisieren. Es gibt aber auch Toilettensysteme, in denen Kot und Urin voneinander getrennt werden, sodass die Geruchsbelästigung direkt verringert wird.  

Auf den Einsatz von chemischen Zusätzen sollte in jedem Fall verzichtet werden, denn hier gibt es Alternativen: Mit dem Blauen Engel werden schadstoffarme und kläranlagenverträgliche Sanitärzusätze für bspw. Campingtoiletten zertifiziert.  

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Nachhaltigkeitsmanagement

Die Organisation ist nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert.

P-D-C-A steht für Plan-Do-Check-Act und ist eine typische und bekannte Vorgehensweise im Projektmanagement. Sie ist geeignet, um sich im Unternehmen oder der Planung einer Veranstaltung stetig in kleinen oder großen Schritten zu verbessern und kann sehr umfassend angewendet werden. Vereinfacht funktioniert es so: Zuerst braucht es einen Plan, dann wird der Plan im Kleinen ausprobiert, getestet und verbessert. Wenn alles funktioniert, wird die Aktivität im Großen umgesetzt und schließlich erneut überarbeitet.

Auch der Kaizen-Ansatz orientiert sich an den genannten vier Schritten. Die aus Japan stammende Unternehmensphilosophie steht ebenfalls für die stetige Verbesserung in kleinen Schritten.

Umweltmanagementsysteme werden von Unternehmen eingerichtet, die sicherstellen möchten, dass sich das eigene Unternehmen stetig in seiner Umweltverträglichkeit verbessert. Wenn Unternehmen sich z.B. nach EMAS zertifizieren lassen, dann sind sie verpflichtet, bestimmte Umweltkennzahlen zu erheben und dafür zu sorgen, schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren. 2012 wurde der Nutzen von EMAS anhand von Umfragen evaluiert. In den Ergebnissen wird u.a. zusammengefasst, wie viele Personenmonate Unternehmen unterschiedlicher Größe durchschnittlich investieren, um EMAS einzuführen.

In Hamburg können sich Unternehmen im Rahmen des Ökoprofit-Programms mit der Einrichtung von einem eigenen Umweltmanagementsystem auseinandersetzen und werden beim Zertifizierungsprozess professionell unterstützt. Des Weiteren gibt es den Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe (QuB) für kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe. Auch in diesem Programm erhalten Unternehmer*innen Unterstützung, um betrieblichen Umweltschutz zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen. Auch Veranstalter*innen können für ihr Unternehmen oder für die durchgeführte Veranstaltung ein Umweltmanagementsystem einrichten: Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist z.B. EMAS-zertifiziert.

Industriestandards oder sog. ISO-Normen umfassen weltweit anerkannte Anforderungen für fast alles. Industriestandards sind keine Gesetze, werden aber häufig als sog. anerkannte Regeln der Technik in Gesetzen genannt.

Für Veranstalter*innen und Unternehmen der Veranstaltungsbranche sind relevante Industriestandards in der Tatenbank verlinkt. Dazu zählen z.B. ISO 14001 für die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems, ISO 26000 für Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, oder ISO 20121 für Nachhaltiges Eventmanagement.

Bei Dienstleister*innen kann die Einhaltung bestimmter ISO-Normen Aufschluss über die Standardisierung von Arbeitsabläufen geben, in denen z.B. die Umweltverträglichkeit verbessert werden soll. In der Veranstaltungstechnik oder bei Sicherheitsdienstleistungen gibt das Zertifikat ISO 9001 beispielsweise an, dass Unternehmen u.a. rechtliche und behördliche Anforderungen an ihre Dienstleistungen und Produkte erfüllen. 

Der Industriestandard ISO 20121 “Event sustainability management systems – Requirements with guidance for use” ist die international gültige Norm zur Umsetzung von nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen in der Veranstaltungsbranche. Wie bei anderen Qualitätsstandards werden Veranstalter*innen bei erfolgreicher Einführung zertifiziert. Auf die Größe oder Art der Veranstaltung kommt es hierbei nicht an: Der Standard ist grundsätzlich für alle Veranstaltungen geeignet und ist gut mit anderen, bereits eingeführten Systemen zu verbinden. Die Vorteile einer Zertifizierung nach ISO für Veranstalter*innen sind a) Anleitung und klare Richtlinien bei der Einführung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und b) internationale Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit in der Kommunikation des eigenen Nachhaltigkeitsengagements. Weitere Informationen findet ihr auch in dieser Broschüre.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Gemeinnützige Partner*innen

Die Organisation arbeitet mit gemeinnützigen Organisationen, Projekten oder Initiativen zusammen.

Manchmal kommt es vor, dass Veranstaltungen mediale Aufmerksamkeit erhalten, weil Künstler*innen auftreten, die umstritten sind, Sponsor*innen beworben werden, deren Unternehmensziele dem Veranstaltungszweck entgegenwirken oder Kooperationspartner*innen sich nicht entschieden für gesellschaftliche Vielfalt und gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzen. 

Wenn die Grundwerte der Veranstaltungsorganisation klar formuliert sind (wie z.B. bei der altonale GmbH), dann können mögliche Kooperationspartner*innen vor dieser konkreten Grundlage kritisch geprüft werden, sobald Zweifel bei der Wertorientierung dieser bestehen. 

Wenn Projekte oder Initiativen anfragen, um z.B. einen Infostand auf der Veranstaltung anzumelden, haben Veranstalter*innen die Möglichkeit, eigene Regeln anzuwenden und dann bestimmte Wertorientierungen oder Nachhaltigkeitsleistungen einzufordern. Es sollte vertraglich festgehalten werden, dass Initiativen von der Veranstaltung ausgeschlossen werden können, wenn sie sich nicht an diese Regeln halten. 

Das Booking ist ein wichtiger Teil in der (politischen) Ausrichtung einer Veranstaltung. Künstler*innen, Referent*innen (oder Gäste) bringen u.U. Perspektiven mit auf die Veranstaltung, die provozieren können. Das Feingefühl der Veranstalter*innen ist hier gefragt: Welche Themen sollen durch wen und wie präsent gemacht und diskutiert werden? Wenn sich Expert*innen in den eigenen Reihen befinden, können diese hilfreiche Einblicke in bestimmte Communities geben. Falls gesellschaftliche Fragen behandelt werden, die außerhalb der Expertise des eigenen Teams liegen, sollten Veranstalter*innen im Vorfeld umfangreich recherchieren und ggf. Expert*innen von außen anfragen.  

Viele rechtsextreme Bewegungen verweben das Thema Naturschutz mit ihren faschistischen Ideen. Die in diesem Kontext aufkommenden Forderungen rechter Organisationen nach z.B. ökologischer Landwirtschaft und dem Ausstieg aus der Atomenergie können auf den ersten Blick ähnlich klingen wie die Forderungen von Umweltschutzprojekten, sind aber stets rassistisch motiviert und zu verurteilen. 

Das Bundesamt für Naturschutz hat ein umfangreiches Dokument herausgegeben, in dem unterschiedliche Autor*innen den Zusammenhang zwischen Rechtsradikalismus und Naturschutz erörtern.  

Die Landeszentrale für Umweltaufklärung in Rheinland-Pfalz hat sog. Argumentationshilfen formuliert, in der auf Aussagen aus rechtsextremen Bewegungen, die sich umweltrelevanten Themen widmen, eingegangen wird.  

Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) wurde gegründet, um über die Verknüpfung zwischen rechten Bewegungen und Natur- und Umweltschutz aufzuklären. 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Druckprodukte

Für die Veranstaltung beschaffte Druckprodukte werden ressourcenschonend hergestellt und sparsam eingesetzt.

  • Bezieht die Druckerei Ökostrom? 
  • Kompensiert die Druckerei unvermeidbare Treibhausgasemissionen? 
  • Ist die Druckerei nach einem Umweltmanagementsystem zertifiziert? 
  • Wird ausschließlich zertifiziertes Recyclingpapier verwendet? 
  • Werden lösungsmittelfreie Farben eingesetzt? 
  • Wird der Einsatz von Lösungsmitteln im Druckprozess reduziert? 
  • Sind die Druckfarben vegan und auf Pflanzenölbasis? 
  • Sind die Druckfarben frei von Schwermetallen?  
  • Ist die Druckerei regional oder werden die Druckprodukte klimaneutral per Post versendet? 
  • Habt ihr für die Veranstaltung euren Bedarf an Druckprodukten angemessen kalkuliert? 

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Unternehmensführung & Organisationskultur: Büro & Planung

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Arbeits- und Büroalltag der Organisation klimafreundlich und ressourcenschonend zu gestalten.

  • Bezieht eure Organisation für die Büroräume zertifizierten Ökostrom?
  • Lüftet ihr effizient und sparsam, d.h. alle halbe Stunde fünf Minuten stoßlüften? 

  • Schaltet ihr alle elektrischen Geräte ab, sobald ihr das Büro verlasst? 

  • Nutzt ihr für die Bürobeleuchtung LEDs? 

  • Verwendet ihr ausschließlich zertifiziertes Recyclingpapier und auch das sparsam? 

  • Sorgt ihr dafür, dass die Innenraumluft konstant gut ist und ihr z.B. Drucker nicht im selben Raum nutzt, in dem ihr auch arbeitet? 

  • Ist die Handseife auf den Toiletten biologisch abbaubar und vegan produziert? 

  • Verwendet ihr zertifiziertes Hygiene- bzw. Klopapier aus recycelten Fasern? 

  • Sind auf den Toiletten wassersparende Wasserhähne installiert?  

  • Nutzt ihr biologisch abbaubare und vegane Reinigungsmittel in der Küche? 

  • Sind eure Bürosnacks und Kaffee fair gehandelt worden? 

  • Esst ihr im Büro gemeinsam vegetarisch oder vegan, regional und saisonal? 

  • Trinkt ihr vor allem Leitungswasser? 

  • Meidet ihr kollektiv Einwegplastik als Verpackungsmaterial? 

  • Repariert ihr eure elektronischen Geräte, bevor ihr neue anschafft? 

  • Schafft ihr ausschließlich zertifizierte Büroausstattung an, die aus ressourcenschonenden Materialien hergestellt worden ist? 

  • Trennt ihr in allen Büros euren Abfall und sorgt für die fachgerechte Entsorgung? 

  • Ist euer Unternehmen oder eure Organisation bei einer nachhaltigen Bank?  

  • Nutzt ihr einen Webhostingservice, der Ökostrom bezieht?

Anlaufstellen für nachhaltige Software und Ökohosting-Anbieter*innen, die Beschaffung von Bürobedarf, IT und Mitarbeiter*innen-Verpflegung sowie weitere Dienstleistungen für den Arbeitsalltag findet ihr übrigens hier in unserer Tatenbank unter „Büroalltag“.

Vielen ist bekannt, dass in den letzten 10 Jahren die “herkömmliche Glühlampe” per EG-Verordnung schrittweise vom Markt genommen wurde. Grund dafür ist, dass sie im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln eine zu geringe Energieeffizienz besitzt. “Herkömmliche Standard-Glühlampen wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Elektroleistung in Licht um. Moderne Energiesparlampen, also effiziente Ausführungen von Kompaktleuchtstoff- und LED-Lampen, haben deutlich weniger Verluste und einen um rund 70 bis 80 Prozent geringeren Stromverbrauch. So lässt sich mit ihnen Energie sparen – bei weitaus höherer Lebensdauer der Lampen”, schreibt etwa das Umweltbundesamt.

Um Energie zu sparen, sollten alle Leuchtmittel, die länger als eine halbe Stunde täglich brennen, ersetzt werden. Ziel ist es, im Privathaushalt aber auch im Büro das nachhaltigste Leuchtmittel für den jeweiligen Verwendungszweck zu wählen:

LED-Lampen

  • Lebensdauer bis zu einem bestimmten Verlust der Leuchtkraft: bis zu 100.000 Stunden (mehr Informationen hier)
  • teilweise dimmbar
  • für alle Bereiche geeignet
  • Energieeinsparung im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe (bei gleicher Helligkeit) bis ~ 85 Prozent.
  • Weiterer Vorteil gegenüber anderen Energiesparlampen: enthalten kein Quecksilber

Kompaktleuchtstofflampen

  • mittlere Lebensdauer*: 6.000 bis 15.000 Stunden je nach Typ brauchen sie zwischen 15 Sekunden und mehreren Minuten, um hell zu werden
  • teilweise dimmbar
  • Vor allem für Räume, die längere Zeit am Stück genutzt werden (z. T. mit Schutzkolben) verwendbar.
  • Energieeinsparung im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe (bei gleicher Helligkeit) bis ~ 80 Prozent.

Halogenglühlampen

  • mittlere Lebensdauer*: 2.000 bis 4.000 Stunden
  • dimmbar
  • geeignet für Flur, Treppenhaus, Bad
  • Energieeinsparung im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe (bei gleicher Helligkeit) nur bis 25 Prozent. Deshalb sind sie nach EG-Verordnung keine Energiesparlampen.

Wer noch die herkömmlichen Glühlampen auf Lager hat, kann diese noch aufbrauchen. Sie eignen sich dann vor allem in Abstellkammern, Lagern und wenig genutzten Neben- oder auch Kellerräumen. Da hier nur kurzzeitig und unregelmäßig Licht eingeschaltet wird, gibt es kaum Auswirkungen auf den Stromverbrauch.

Energiesparlampen sind in der Anschaffung zwar teurer als es herkömmliche Glühlampen waren; die Kosten amortisieren sich aber durch die Einsparung an Energiekosten nach kurzer Zeit. Auf Seite 20 dieser Broschüre macht das Umweltbundesamt eine entsprechende Vergleichsrechnung.

Achtung! LED- und andere Energiesparlampen dürfen nicht über den Restmüll oder Glascontainer entsorgt, sondern müssen bei einer geeigneten Sammelstelle abgegeben werden.

Weitere nützliche Tipps zum Stromsparen mit den richtigen Leuchtmitteln findet ihr hier.

Es gibt zahlreiche Initiativen, die gebrauchte und funktionsfähige Laptops aufbereiten und dafür sorgen, dass sie für den guten Zweck weiterverwendet werden können. Das Projekt Hey Alter! unterstützt mit gespendeten Laptops Schüler*innen, deren Familien kein Geld für die benötigte Ausstattung haben, um am digitalen Unterricht teilnehmen zu können. Der Hamburger Standort des Projekts wird von Mook wat e.V. unterstützt.

Labdoo ist ebenfalls ein gemeinnütziges Projekt, das gebrauchte Laptops, Tablets und Co. für Bildungsprojekte und Schulen weltweit aufbereitet.

Das Sozialunternehmen AfB kauft gebrauchte (Firmen-)Hardware an, repariert und vermarktet sie neu. Das Unternehmen aus Düren, in Nordrhein-Westfalen, beschäftigt selbst in etwa zur Hälfte Menschen mit Behinderung.

Oft wird ein hoher Stromverbrauch im Büro Verbrauchern wie Computern, Kopierern, Druckern oder Kaffeeautomaten zugeschrieben. In der Realität ist jedoch die Beleuchtung mit ca. 35% des Gesamtverbrauchs der größte Stromfresser. Auf effizientere Leuchtmittel umzusteigen, ist ein guter Anfang, aber damit sind die möglichen Stromeinsparungen im Bereich „Beleuchtung am Arbeitsplatz” noch längst nicht ausgeschöpft: mit einem durchdachten Beleuchtungskonzept, welches möglichst viel Tageslicht nutzt, und einer intelligenten Steuerung lässt sich gerade in Büros sehr viel Strom sparen.

Um den Handlungsbedarf realistisch einzuschätzen, ist es ein sinnvoller erster Schritt, sich einen Überblick über den gegenwärtigen Verbrauch zu verschaffen:

  • Wann und wie lange brennen die Lampen?
  • Und wie viel Energie wird nur dafür verbraucht?

In einem zweiten Schritt sollte der tatsächliche Bedarf analysiert werden:

  • Wie viel Licht wird am Arbeitsplatz tatsächlich benötigt?
  • Muss ein Raum großflächig erleuchtet sein?
  • Oder reicht eine punktuelle Beleuchtung am Arbeitsplatz aus?
  • Wo wird eine variable Zusatzbeleuchtung benötigt?

Bezüglich der Mindesthelligkeit, also wie viel Licht am Arbeitsplatz benötigt wird, macht der Gesetzgeber je nach Branche eindeutige Vorgaben – geregelt u. a. durch das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung. Denn: Ist der Arbeitsplatz nicht gut beleuchtet, steigt das Risiko von Unfällen, die Augen ermüden schneller, die Qualität der Arbeit nimmt ab, Fehler häufen sich.

Tageslicht effizient nutzen
Wie viel Tageslicht am Arbeitsplatz ankommt, ist weitgehend abhängig von unveränderlichen Gegebenheiten wie den Raumgrößen und -höhen, den Fensterflächen und der Lage des Büros. Bei Neubau oder Umzug sollte deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Tageslichtverhältnisse im Gebäude gelegt werden und evtl. ein Lichtplaner mit ins Boot geholt werden. Doch auch bei Bestandsgebäuden lassen sich noch viele Faktoren optimieren:

  • Arbeitsplätze möglichst in Fensternähe platzieren
  • auf „Lichtschlucker“ wie Trennwände oder dunkle Möbel, Teppiche und Tapeten verzichten
  • Wände in hellen, lichtreflektierenden Farben gestalten
  • Fensterbänke freihalten von Gegenständen, die den Arbeitsplatz verschatten
  • auf regelmäßige Reinigung der Fenster achten

Beleuchtung nach Bedarf ein- und ausschalten
Lampen sollten nur dann eingeschaltet sein, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Ist das Großraumbüro hell erleuchtet, nur weil ein Mitarbeiter Licht am Arbeitsplatz braucht? Brennt das Licht in Flur, Tiefgarage und Toilette ununterbrochen, obwohl es jeweils nur kurz benötigt wird? Schaltet sich das Licht im Aufzug aus, wenn keiner fährt, oder brennt es 24 Stunden am Tag?
Es gibt viele technische Hilfsmittel zur Lösung dieser Probleme: Zeitschaltuhren, Abschaltautomatiken, Präsenzmelder und sensorgesteuerte Dimmer bei ausreichendem Tageslicht. Hinzu kommen intelligente Lichtsysteme und neuartige Technologien, die beispielsweise den Stromfluss des Leuchtmittels für Nanosekunden unterbrechen und so den Stromverbrauch um bis zu 40% reduzieren.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

Beschaffung, Material & Abfallmanagement: Druckprodukte

Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Einsatz von Druckprodukten zu reduzieren.

Wenn eine Veranstaltung im digitalen Raum stattfindet, dann ist es sinnvoll, wenn auch das Gästemanagement digital abläuft. Und auch für Veranstaltungen, die vor Ort stattfinden, spart eine Software zur potentiellen Kontaktrückverfolgung zeitliche und organisatorische Ressourcen.

Das digitalisierte Teilnehmendenmanagement sorgt für den einfachen Überblick, wer wann vor Ort ist. Zudem wird die Löschung personenbezogener Daten erleichtert, ohne Ordner mit Dokumenten vernichten zu müssen. Darüber hinaus ist die Weitergabe von Informationen zum Veranstaltungsablauf, zu Infektionsschutzmaßnahmen und die Absage einer Veranstaltung leichter an registrierte Gäste zu kommunizieren, als wenn sie anonym Tickets erworben haben.

Hygiene Ranger ist eine App, die die Gästeerfassung datenschutzkonform unterstützen kann.

In der Tatenbank sind unter „Ticketing“ Anbieter*innen von umweltschonenden und/oder lokalen Ticketlösungen und Softwares zum Teilnehmendenmanagement zusammengestellt.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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