Interessen der AnwohnerInnen

Veranstaltungsstätte: Interessenwahrung von Anwohner*innen

Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für Anwohner*innen der Veranstaltungsstätte während der Veranstaltung gering zu halten.

Silent Events ermöglicht, dass Events nicht mehr laut, sondern leise sind. Das Unternehmen vermietet Funk-Kopfhörer für kleine und große Events mit mehreren Tausend Besucher*innen. Gäste hören dann z.B. ein Konzert, eine Lesung oder die Audiospur eines Kinofilms über Kopfhörer, sodass für alle die gleiche Tonqualität garantiert ist, während draußen nichts zu hören ist. Zusätzliches Equipment, die Kopfhörerausgabe und die Veranstaltungsplanung können ebenfalls von Silent Events übernommen werden. Das FUTUR 2 FESTIVAL hat die Kopfhörer u.a. dafür eingesetzt, dass Gäste noch nach 22 Uhr musikalisch unterhalten werden.  

Für den Schutz von Anwohner*innen und Besucher*innen müssen Veranstalter*innen ein sog. schalltechnisches Gutachten vorlegen. In diesem Gutachten werden die durchschnittlichen Schallpegel an ausgewiesenen Stellen auf dem Veranstaltungsgelände prognostiziert. Anhand von Probemessungen wird nachgewiesen, wo und wann welche Geräuschbelastung entsteht. Zusätzlich zur Einhaltung maximal erlaubter Schallpegelwerte können Veranstalter*innen Maßnahmen ergreifen, um zusätzlich ruhigere Zonen zu schaffen und die Belastung zu reduzieren.  

Direkt vor der Bühne ist es am lautesten, aber je weiter man sich von der Bühne entfernt bzw. in bestimmten Zonen an der Bühne und seitlich davon, sind Schallpegelwerte durchschnittlich etwas geringer. Ein Lageplan, in dem die Bühnen und Korridore ausgezeichnet sind, in denen es ruhiger ist, kann bei Bedarf an Gäste kommuniziert werden. Qualifizierte Veranstaltungstechniker*innen und Schallschutzgutachter*innen führen Probemessungen durch und verfügen über Expertise, wann es wo am lautesten ist und wie die Bühne u.U. ausgerichtet werden kann, um die Geräuschbelastung für Anwohner*innen zu minimieren. Darüber hinaus können physische Barrieren rund um die Bühne aufgebaut werden, die Schallemissionen abfangen. Dazu zählen z.B. Schallschutzmatten, die an Bauzäunen befestigt werden können, oder Schallschutzwände. 

Neben praktischen Schallschutzmaßnahmen ist es wichtig, als Veranstaltungsteam Anwohner*innen bei Anliegen, die Lautstärke und problematisches Verhalten von Veranstaltungsgästen betreffen, zur Verfügung zu stehen. Transparente Kommunikation ist hier essentiell und trägt dazu bei, dass Anwohner*innen eure Veranstaltung als Angebot mit einem tollen Mehrwert vor Ort schätzen. Viele Veranstalter*innen richten eine bereits im Vorfeld erreichbare Telefonnummer ein, informieren Anwohner*innen über den Rahmen der Veranstaltung, beantworten die wichtigsten Fragen auf einer Website und laden Anwohner*innen zu reduzierten Ticketpreisen zur Veranstaltung ein.

Diese Maßnahme trägt zur Erreichung folgender UN-Nachhaltigkeitsziele bei:

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