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Futur 2 Festival

Ort: Elbpark Entenwerder

Zeit: Jährlich am letzten Wochenende im Mai

Anzahl der Gäste: ca. 5000

Institution: Morgenwelt GmbH/Hejmo GmbH

Tatenbank-Maßnahmen in diesem Fallbeispiel:

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Das FUTUR 2 FESTIVAL ist ein Laborplatz zur Erprobung zukunftsfähiger Lösungen für Open-Air-Veranstaltungen.
Die Festivalmacher*innen wollen nicht nur einen (meist unzureichenden) Status-quo „verbessern“ oder „optimieren“. Ziel ist ein kreislauffähiges Festival, dessen Ressourcen in erster Priorität vor Ort regenerativ gewonnen werden und dessen Abfallströme recyclebar sind.

Die Idee zum FUTUR 2 FESTIVAL entstand im Rahmen einer Session auf einem Green Events Hamburg Barcamp im Jahr 2016 unter Beteiligung der Hamburger Umweltbehörde, Morgenwelt und hejmo. Nachhaltigkeit ist bei allen Entscheidungen in der Konzeption, Organisation und Planung des Festivals das übergeordnete Ziel. Auch die Gäste werden miteinbezogen und eingeladen, sich an der Vision eines zukunftsfähigen Festivals zu beteiligen.

Während des eintägigen, eintrittsfreien Festivals wird gezeigt, dass Spaß haben und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen keine Gegensätze sein müssen: Auf zwei Bühnen – die eine betrieben durch Solarenergie, die andere durch Muskelkraft – treten rund 20 Künstler*innen und DJs auf. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Ausstellungen und Vorträgen, die alle Nachhaltigkeit auf unterhaltsame und interaktive Weise thematisieren. Um möglichst wenig Strom zu verbrauchen und aus Rücksicht auf die Anwohner*innen, wird nach Sonnenuntergang die Bühnenbeschallung abgeschaltet und die Party über Kopfhörer fortgesetzt, bis die durch die Solaranlage geladenen Batterien leer gespielt sind.

In den letzten zwei Jahren hat das Festival vor allem seine energieautarke Umsetzung, das Zero Waste-Konzept und die möglichst ressourcenschonende Logistik  in Angriff genommen. Das nächste Festival beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Gastronomie und dem Ausbau des Zero Waste-Konzepts.

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Wiebke Schumacher, Pressereferentin Futur 2 Festival:

Ziel [des Festivals ist es,] zu zeigen, was alles möglich ist. Und dass Spaß und Umweltschutz sich nicht gegenseitig ausschließen. Wir wollten ein Laborplatz für zukunftsfähige Lösungen sein und die Skalierbarkeit dieser Lösungen erproben, die dann natürlich hoffentlich auch von anderen Veranstaltenden übernommen werden.
Auf unserem Festival werden unsere Maßnahmen schon einmal von allen Beteiligten gut aufgenommen. Aber man muss selbstverständlich viel erklären: den Künstler*innen und Dienstleister*innen, dass wir vorab ein genaues Lastenprofil ihrer Verbraucher benötigen und dass bestimmte Dinge eben nicht möglich sind. Den Sponsor*innen, dass sie bei uns keine Flyer verteilen dürfen. Und dem Publikum, dass sie ihren Müll bitte nicht mit zu uns bringen.
In Zukunft sollen weitere Maßnahmen getestet und umgesetzt werden. Die umgesetzten Maßnahmen sollen perspektivisch auf andere Veranstaltungen - auch anderer Veranstalter*innen - übertragen werden."

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